ThinkPad E14 (Intel) 2. Gen

Testbericht für das ThinkPad E14 Gen 2 20TBS0DU00

Die technischen Daten:

ModellnummerThinkPad E14 Gen 2 20TBS0DU00
CPU:Intel® Core™ i5-1135G7 QuadCore (4 Cores / 8 Threads) 2.40 – 4.20 GHz, 8 MB Cache
RAM:16 GB DDR4 3200MHz / max. 32 GB (ein Slot)
Festplatte:512 GB M.2 2242 PCIe-NVMe SSD
Display:14″ (35.6 cm) FHD IPS LED (1920 x 1080) 300 nits 100% sRGB, 16:9, 1200:1 Kontrast, 170°
Grafik:Intel Iris Xe Graphics
Netzwerk:100/1000 Gigabit Ethernet Realtek RTL8111H Intel
WLAN AX201 11ax a/b/g/n/ac/ax
Bluetooth 5.1
IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (Thinkshutter)
Schnittstellen:1x USB 3.2 (powered) 1x USB 4.0 / Thunderbolt 4 (Displayport Alt-Mouds und Ladefunktion)
1x USB 2.0 1x RJ-45 Gigabit LAN
1x HDMI 1.4b
1x 3.5mm Mic-In / Audio Out kombiniert
Sicherheit:– TPM 2.0 Security Chip – FingerPrint Reader Touchstyle – Kensington Slot
Eingabegeräte:6 Row Keyboard Layout Deutsch mit Hintergrundbeleuchtung 2+3 Trackpad/ Trackpoint
Akku:3 Zellen Akku 45Wh, bis zu 8 Stunden Laufzeit mit RapidCharge Technologie
Größe/Gewicht:324 x 220 x 18.9 mm, ab 1.59 kg
Garantie:2 Jahre Bring- In Herstellergarantie 1 Jahr auf Akku
Zubehör:inkl. 65W AC Adapter (USB-C)
Betriebssystem:Ohne
Preis:769€

Unboxing, Anschlüsse, Zubehör

Das E14 kommt mit recht wenig Zubehör. In dem Paket selbst ist der Laptop, das Netzteil und ein kleiner Setup-Guide enthalten. Auffällig und für mich etwas „gewöhnungsbedürftig“ ist das Gehäuse, welches ich persönlich bei Thinkpads bisher noch nie hatte. Dazu aber weiter unten mehr!

Die Anschlüsse des E14 sind wie folgt verteilt:
Auf der linken Seite befunden sich der USB-C-Anschluss, ein USB-Port, der HDMI-Anschluss und der kombinierte Audio-Mikrofon Klinke-Anschluss (3,5 mm Anschluss).

Auf der rechten Seite finden die Netzwerk-Buchse und der der zweite USB-Port ihren Platz. Interessant gelöst ist hier mMn der Netzwerk-Port, der sich bei Benutzung „erweitert“. Ein Nachteil könnte jedoch sein, dass der Mechanismus bei zu grober Behandlung oder permanentem an und ab Stöpseln des Kabels ausbricht. Nur da muss man auf Langzeiterfahrungswerte warten.

Das Gehäuse

Das Gehäuse hat einen glänzenden Displaydeckel, der mich etwas an das SL500 erinnert. Damit hebt es sich von der aktuellen T-Serie ab, die sich ja im Laufe der Zeit nicht grundlegend verändert hat. Der Deckel wirkt recht stabil. Durch die glänzende Oberfläche hat es jedoch den Nachteil, dass die Fingerabdrücke recht schnell zu sehen sind. Das selbe Problem herrscht auf dem Palmrest und dem Touchpad vor. Das Problem haben aber auch die anderen Thinkpads. Klappt man das E14 auf, hat man von der Optik her ein ganz normales Thinkpad-Design vor sich. Das E14 hat die Scharnieren auf einer Höhe mit dem Base sitzen, was sich in zwei Punkten bemerkbar macht:

  1. Hat das E14 leicht erhöhte Füße, um das Displayscharnier auch ausfahren zu können (Ein Vorteil für die Kühlung)
  2. Kann das Display nicht auf die vollen 180 Grad ausgeklappt werden

Von der Handhabung und dem Tragegefühl macht es einen robusten Eindruck!

Die Tastatur

Wie bei den Vorgängern und Schwestermodellen handelt es sich auch bei dem E14 der 2. Generation um eine 6-Reihen Precision Tastatur ohne Ziffernblock. Das getestete Modell hat eine Backlight-Tastatur, die wie gehabt in zwei Stufen über die FN + Leertaste zu steuern ist. Viele Tasten haben noch eine zusätzliche LED verbaut, die den Funktionsstatus anzeigen. Das Tippgefühl ist für mein Empfinden sehr gut. Selbst wenn man schnell im 10-Finger System tippt, gibt es keine extrem lauten Geräusche. Mein T410 ist da zumindest lauter! Der Tastaturanschlag ist weich. Ebenfalls hat das E14 die (für mich immer noch noch) neue Belegung der Funktionstasten F10 und F11. Lenovo hat diese mit der Funktion zum Annehmen und Auflegen von Anrufen belegt.

Trackpoint und Touchpad

Der Trackpoint ist weiterhin gut umgesetzt. Da ich diesen recht selten im aktiven Einsatz nutze, kann ich leider kein ausführliches Nutzererlebnis schildern.

Das Touchpad ist 60 mm hoch und 100 mm breit. Dank dieser Größe lässt das Touchpad einem viel Freiraum zum scrollen oder ziehen mit der Maus. Für den reinen Office-Betrieb ist es (für mich) ausreichend und es lässt sich gut damit arbeiten. Zum Spielen halte ich das Touchpad weiterhin weniger für angebracht, aber das ist auch nur meine subjektive Meinung. Ich möchte eben gerne eine richtige Maus in der Hand halten.

Das Touchpad erkennt normale und Multitouch-Eingaben zuverlässig. Linksklicks können entweder durch doppeltes Tippen auf dem Touchpad oder im unteren linken Bereich ausgeführt werden. Für den Rechtsklick bleibt nur das Drücken im rechten Bereich.

Das Display

Verbaut ist hier ein BOE NV140FHM-N66 Panel!

Es ist ein FHD (1920 x 1080) IPS LED Panel, mit 300 nits 100% sRGB, 16:9, 1200:1 Kontrast, 170°. Es hat keinen Touchscreen! Das Panel ist Blickwinkelstabil. Man kann selbst vom Rand aus noch alles klar erkennen und es gibt keine Farbverläufe. Bei der Frage, ob das Panel die Farbe Schwarz auch wirklich schwarz anzeigen kann, kann ich folgendes berichten: Bei einem bestimmten Blickwinkel schimmert es hell durch, was es fast schon bläulich rüber kommen lässt. Sonst ist die Farbe Schwarz auch als solche wahrzunehmen.

Lautsprecher, Mikrofon, Kamera

Die Lautsprecher

Diese sind jeweils links und rechts zur Seite eingesetzt und sorgen für einen verständlichen Klang. Leider kommt der Sound auch unabhängig von der verwendeten Oberfläche etwas „Blechern“ rüber. Im normalen Office-Alltag bringt das keinen Beinbruch mit sich. Beschäftigt man sich aber wie ich noch mit Musik bzw. Audioschnitt, würde ich auf Dauer mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern arbeiten wollen.

Die Webcam

Bei der Webcam handelt es sich, wie bei der ersten Generation der E-Serie um eine IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (Thinkshutter). Die Webcam besitzt auch einen Privacy-Schiebeschalter und lässt sich damit ein- und ausschalten. Eine zusätzliche LED zeigt im eingeschalteten Zustand an, wann Windows / ein Programm auf die Kamera zugreift. Sie passt sich den Lichtverhältnissen entsprechend ihrer Umgebung an.

Das Mikrofon:

ist im Displaydeckel neben der Webcam verbaut und somit weit von den potentiellen Störgeräuschquellen wie dem Lüfter entfernt. Die Sprachqualität ist recht gut und Bürotauglich. Als Nachteil sehe ich persönlich jedoch an, dass die Lautsprecher ihre Position am Display haben und den Sound nach oben in Richtung Mikrofon abgeben. Das könnte bei Konferenzen mit mehreren Teilnehmern unter Umständen unangenehm sein.

E14 2. Gen – Welche Konfiguration ist möglich?

KomponenteMögliche Ausbaustufe/Erweiterung
CPU:Intel® Core™ i7-1165G7 QuadCore (4 Cores / 8 Threads) AMD-Variante mit Ryzen 5 oder Ryzen 7
RAM:Ein Slot Frei, max. 32 GB RAM möglich
Festplatte:Up to 2TB PCIe SSD
Display:
Grafik:Intel Iris Xe bei Intel-Modellen
AMD Radeon RX Vega 7 Grafik bei AMD-Modellen
Netzwerk:WLAN-AX201
Intel Wi-Fi 6 AX200 a/b/g/n/ac/ax WLAN
100/1000 Gigabit Ethernet Realtek RTL8111H (Intel)
100/1000 Gigabit Ethernet Realtek R8111GUS (AMD)
Schnittstellen:1x USB 3.2 (powered)
1x USB 4.0 / Thunderbolt 4 (Displayport Alt-Mouds und Ladefunktion)
1x USB 2.0
1x RJ-45 Gigabit LAN
1x HDMI 1.4b
1x 3.5mm Mic-In / Audio Out kombiniert
Sicherheit:– TPM 2.0 Security Chip
– FingerPrint Reader Touchstyle
– Kensington Slot
Eingabegeräte:6 Row Keyboard Layout Deutsch mit Hintergrundbeleuchtung
2+3 Trackpad/ Trackpoint
Akku:3 Zellen Akku 45Wh, bis zu 8 Stunden Laufzeit
mit RapidCharge Technologie
Größe/Gewicht324 x 220 x 18.9 mm, ab 1.59 kg
Garantie:2 Jahre Bring- In Herstellergarantie
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Up to Windows 10 Pro

Benchmarks / Leistung

CPU

Verbaut ist in dem Testgerät ein Intel® Core™ i5-1135G7 QuadCore (4 Cores / 8 Threads) 2.40 – 4.20 GHz, 8 MB Cache und 12 W TDP. Diese kann bis auf 28 W TDP angehoben werden.

Die CPU hat in drei Tests von Cinebench R20 im Multicore-Ranking einen Schnitt von 1968 Punkten erzielt. Der Höchstwert, der bei dem ersten Test erreicht wurde, lag bei 2042 Punkten. Im Akkubetrieb hat es 1955 Punkte erreicht.

Im Single-Core-Ranking hat das E14 460 Punkte geholt. Im Akkubetrieb hat es 465 Punkte erzielt.

Die CPU taktet unter Volllast bis auf 3,54 GHz hoch und hält diesen auch recht stabil. Der niedrigste Takt unter Volllast lag bei 3,05 GHz auf den Kernen.

Was kann die Grafikeinheit? Eine der wichtigsten Fragen, die ich mir gestellt habe:

Die Intel-Grafik im E14 der 2. Generation kann sich schon sehen lassen. Im 3D-Mark Test „Time Spy“ hat es 959 Punkte geholt.

In Furmark hat die Intel-Grafik 1691 Punkte bei 28 FPS erreicht.
Zum Vergleich: Das T15 hat auf FHD damals im Test 1287 Punkte und 22 FPS mit der Nvidia geschafft.

Der Lüfter und TP Fan Control

Da die Frage nach TP Fan Control und den Temperaturen aufgekommen ist: TP Fan Control (tpfc_v061.zip) funktioniert auf dem E14 und mit der aktuellsten Win10 Version (20H2).

Die Einstellungen „Bios (Embedded controller)“, „Smart (TPFanControl ini)“ oder „Manual“ können wie gewohnt (bzw. im Thinkwiki beschrieben) angewendet werden.

Die Temperaturen: Das E14 dreht bis auf 95 Grad (bei Option Bios) hoch und behält diesen Wert fast durchgehend, bis die CPU-Leistung sich verringert.

Bei Option Smart kommt das E14 kurz an 95 Grad, pendelt sich zum Schluss aber auf Temperaturen um die 77 Grad ein (unter Volllast!).

Bei Option Bios ist mir aufgefallen, dass der Lüfter nur bis zu 3500 Umdrehungen liefert. Bei der gesetzten Option „Smart“ dreht er mit bis zu 4500 Umdrehungen hoch, was natürlich dann DEUTLICH zu hören ist!

Bei der Nutzung von tp fan control kommt es natürlich auch darauf an, was der User möchte und wie er bei „Smart“ die „*.ini“ Datei einrichtet. Ich habe jetzt die Basics von der Installation genommen.

Genug Tests, jetzt wird GTA5 installiert…

Da ich ja GTA5 Online gerne mal für ein paar Stunden spiele, habe ich es dem E14 zugemutet. Das Ergebnis: Es geht! Nicht nur gerade so, sondern recht anständig! Eingestellt wurde es auf FHD (1920×1080) und alle weiteren Grafikeinstellungen laufen auf Maximum! Es läuft recht flüssig bei durchschnittlich 20 FPS. die niedrigste Framerate war zwischendurch 17 FPS und ein kleiner Peak nach oben bei 30 FPS.

Schraubt man jetzt die Grafikdetails etwas herunter, schafft das E14 bestimmt ein paar FPS mehr.

Zur Info: GTA5 setzt folgende Hardware (empfohlen) voraus:
„Prozessor: Intel Core i5 3470 mit 3,20 Gigahertz (4 CPUs) /AMD X8 FX-8350 mit 4 Gigahertz (8 CPUs)
Hauptspeicher: 8 Gigabyte
Grafikkarte: Nvidia GTX 660 2 Gigabyte / AMD HD 7870 2 Gigabyte“

Es ist eben KEIN Gaming-Laptop, aber es kann auch für das ein oder andere Spiel genutzt werden. Es müssen dann nur Kompromisse eingegangen werden.

SSD

Verbaut ist in dem Testgerät eine 512 GB M.2 2242 PCIe-NVMe SSD! Die SSD sollte erstmal genug Platz und auch für viele Anwendungen eine ausreichende Geschwindigkeit bieten.

Der Akku

Verbaut ist in dem E14 ein 3 Zellen Akku 45Wh, bis zu 8 Stunden Laufzeit mit RapidCharge Technologie. Im normalen Office-Einsatz sind die 8 Stunden durchaus erreichbar. Bei meinem Office- und Surfverhalten bin ich immer um die 5 Stunden gekommen. Schaut man auf dem Gerät Videos, hat man bis zu 7 Stunden angezeigte Akkulaufzeit zur Verfügung. Leider kommt es bei der Akkuladung (wenn das Netzteil eingesteckt ist) zu einem hörbaren Spulenfiepen!

WEITERE TESTS UND USERFRAGEN

Ersteinrichtung Windows 10
Die Installation von Windows 10 (2004) verlief recht zügig und ohne Probleme. Verwendet wurde ein SanDisk Ultra USB 3.0 32 GB Stick, der mit dem MediaCreationTool eingerichtet worden ist. Im Anschluss erfolgte das Upgrade auf die 20H2, welches Windows Update für das E14 direkt angeboten hat.

Die Installation von Windows 10 hat keine 15 Minuten in Anspruch genommen. Nach der Installation hat das E14 die Treiber über Windows-Update erhalten. Lediglich die Lenovo-Software musste über Lenovo Vantage nachgeladen werden. Ein Bios-Update ist bereits verfügbar, dieses wurde jedoch nicht installiert, da ich für den Test keine Notwendigkeit gesehen habe. Da bei diesem Modell keine Windows 10 Lizenz dabei war, ist das System für den Test auch nicht aktiviert worden (was aber für die späteren Anwendungen keine Rolle gespielt hat).

Die Nutzung zuhause im Office/Videoschnitt

Ich habe das E14 die letzten Tage für den Onlineunterricht (Microsoft Teams) genutzt und nebenbei die Aufgabenblätter in Word etc. erstellt. Da hat sich das 14″ Panel wieder bezahlt gemacht, da ich auf dem Schreibtisch (musste noch zusätzlich 3 DIN A5-Ordner aufgeschlagen auf dem Schreibtisch liegen haben) genug rum liegen hatte. Die Akkulaufzeit mit Teams lag bei ca. 5 Stunden, danach musste es ans Netzteil angeschlossen werden. Neben der Onlinebesprechung habe ich natürlich auch PDFs geöffnet (in diesen nach Schlagworten gesucht und gelesen) und im Netz Beispiele etc. gesucht.

Videoschnitt ist auch weiterhin ein Thema, welches mich sehr interessiert und dem ich gerne nachgehe. Das E14 hat meine Erwartungen bestätigt. Es lässt sich wunderbar für den Videoschnitt in FHD-Qualität benutzen und die Render-Zeiten im h.264 Format sind auch sehr angenehm. Für ein 3:40 min Video habe ich in FHD-Ausgabe bei einer 10 MB/s Bitrate lediglich 4 Minuten gebraucht. Etwas länger als das Video eigentlich geht, aber die Daten lagen auch auf dem USB-Stick. Kurz noch den USB-Stick angesprochen: Von dem Sandisk Ultra USB 3.0 habe ich die Daten am USB 3-Port mit konstanten 159 MB/s auf das E14 kopiert.

Die Limitierung liegt aber hier eindeutig an dem Stick, der Port könnte garantiert mehr!

Der Test mit Linux

Installiert und getestet wurde auf dem E14 Pop-OS 20.10_amd64_intel_10! Die Installation lief zügig und ohne Probleme durch! Wlan, Sound, die Displaybeleuchtung, Soundregulierung haben direkt funktioniert und haben sich steuern lassen. Da ich mich bei Linux nicht auskenne, ist das auch leider das einzige, was ich testen kann.

Mein persönlicher Eindruck zu dem E14:

Es ist ein gutes Arbeitsgerät, dass mit mehr als nur ausreichender Leistung und Akkulebensdauer für den Office-Alltag gerüstet ist! Die Intel-Grafikeinheit kann sich sehen lassen und für ein Spiel (ggf. mit verringerter Detailtreue) zwischendurch ist sie auch nutzbar. Was mir an dem E14 gefällt: Die CPU taktet nicht extrem herunter, wenn es auch mal wärmer wird. Die Leistung bleibt konstant. Die Geräuschkulisse (es bleibt ja nur der Lüfter) ist auch ganz in Ordnung für ein Gerät dieser Größe und Leistung. Beim Film schauen bleibt der Lüfter entweder komplett aus oder er dreht so langsam, dass man wirklich das Ohr an das Gerät halten muss.

Natürlich gibt es auch (für mich) negative Aspekte:

  1. Der Mangel an verfügbaren USB-Ports (2 Typ A sind mir zu wenig)
  2. Kein SD/MicroSD Cardreader
  3. Das Material vom Gehäuse sagt mir persönlich nicht zu.
  4. Der Klang der Lautsprecher könnte besser sein.

Ob ich es mir kaufen würde?
Aktuell eher nein, da ich zum Spielen und Videoschnitt mittlerweile schon gerne 15.6 Zoll hätte. Als Zweitgerät (für mobile Arbeiten z. B. vor Ort im Wald, wo es auch auf das Gewicht und den Platz im Rucksack ankommt) wäre es auf jeden Fall ein geeigneter Kandidat. Für 769€ ist es auf jeden Fall ein für Thinkpads verhältnismäßig günstiges, gutes und leistungsstarkes Office-Gerät.

Thinkpad T15 20S7S02U00 (mit Nvidia und 4k Display) Testbericht

Das Testgerät:

Modellnummer:T15 20S7S02U00
CPU:Intel Core i7-10510U Quad-Core (1.8 – 4.9 GHz, 8 MB Cache)
RAM:16 GB DDR4-2400 MHz (fest verlötet)
(ein Slot Frei, max. 48GB)
Festplatte:1 TB PCIe3.0x4 NVMe M.2 2280 OPAL 2.0
Display:15.6″ (396mm) UHD 4k (3840 x 2160) Dolby Vision HDR
500 nits, 1400:1 Kontrast, 100% Adobe RGB, 170°, Spiegelnd
Grafik:Intel UHD Graphics, NVIDIA GeForce MX330 2 GB GDDR5
Netzwerk:10/100/1000 Mbit RJ45 Ethernet
Intel Wi-Fi 6 AX201 WLAN ac/a/b/g/n
Bluetooth 5.1
IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (ThinkShutter) für Windows Hello
WWAN / LTE-A vorbereitet (zusätzliches Modul erforderlich)
NFC – Near Field Communication
Schnittstellen:2x USB 3.1 Gen1 (1x powered)
1x USB 3.1 Type-C Gen1 5 Gbit/s
1x USB 3.1 Type-C Gen2 / Thunderbolt™ 3 (20GBit/s, DisplayPort Alt-Modus, kombiniert mit USB 3.1 Type-C, Ladefunktion)
1x HDMI 1.4b
1x RJ 45 Ethernet
1x Docking Port
1x 3.5mm (Mic-In / Audio-Out kombiniert)
1x MicroSD Card Reader
1x SmartCard Reader
Sicherheit:– intergrierter Touch FingerPrint Reader
– TPM 2.0 Security Chip
– Kensington Port
Eingabegeräte:6 Reihen Precision Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung – Deutsch
UltraNav / UltraNav Touch 3+3 Button Design 
Akku:57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit
RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std
Größe/Gewicht365 x 248 x 19.1 mm / ab 1.87 kg
Garantie:3 Jahre Vor-Ort Premier Support
3 Jahre Sealed Battery Service
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Ohne Betriebssystem
Preis:1558,69 €

Unboxing, Anschlüsse, Zubehör

Endlich angekommen! Das T15 wird ausgepackt und wie auch bei den bisherigen „neuen“ Lenovo-Geräten, die ich testen durfte, fällt direkt die optisch gute Verarbeitung auf. Ins Auge fällt die Tastatur, die (anders als z. B. das Lenovo P1) einen Ziffernblock besitzt. Für mich eine kleinere Umgewöhnung, da ich bisher nur Thinkpads ohne den Ziffernblock gewohnt war.

Die Anschlüsse am T15 sind wie folgt verteilt:

  • Rechts auf der Seite ist als erstes der MicroSD Kartenleser verbaut. es folgen die 3,5mm Kombi-Klinke Buchse, ein HDMI und ein USB-Port, der Thunderbolt-Anschluss und die USB-C Ladebuchse.
  • Auf der Rückseite befindet sich der Einschub für die SIM-Karte (das Gerät ist lediglich WWAN vorbereitet, ein Modul muss nachgerüstet werden!)
  • Links findet man im hinteren Bereich die RJ 45 Buchse für den Netzteilstecker, die Kühleröffnung, einen weiteren USB-Port und den SmartCard Reader

Im Lieferumfang ist der Laptop und ein 65 Watt Netzteil enthalten.

Das Gehäuse – Die Verarbeitung

Das T15 ist typisch flach gehalten und ist im geschlossenen Zustand (mit den Gummifüßen eingerechnet) lediglich 22 mm hoch. 7mm ist der Displaydeckel dick und die restlichen 15 mm gehören dem Unterteil. Die weiteren Maße sind 365 mm Länge x 248 mm Breite. Im geöffneten Zustand liegen die Scharniere im Rahmen, sodass dort keine Kante entsteht. Die Lage des Touchpads ist bedingt durch den Ziffernblock nicht mittig an dem Gerät angeordnet. Da es ja mittig unter dem primären Tastenfeld liegen muss, ist es mehr linksbündig angeordnet. Wer zuvor Thinkpads ohne den Ziffernblock sein Eigen nennen konnte, wird sich entsprechend auch etwas umgewöhnen müssen. Ich habe am Anfang ein paar mal daneben getippt und wollte auf dem Palmrest die Maus bewegen.

Leider sieht man, wie auch bei den Vorgängermodellen (T490s, T495) Fingerabdrücke recht schnell auf dem Gehäuse und dem Palmrest. Der „i“-Punkt im „Thinkpad“-Schriftzug auf dem Displaydeckel zeigt den Betriebszustand an. Dauerhaftes leuchten signalisiert, das Gerät ist an, ein langsames Blinken meldet den StandBy-Zustand des Gerätes.

Die Tastatur:

Bei der Tastatur handelt es sich um eine „ThinkPad Präzisionstastatur mit Hintergrundbeleuchtung und Ziffernblock“!

Das Tippgefühl ist für mein Empfinden sehr gut. Selbst wenn man schnell im 10-Finger System tippt, gibt es keine extrem lauten Geräusche. Mein T410 ist da zumindest lauter! Der Tastaturanschlag ist weich. Neu ist auch bei dem T15 die Belegung der Funktionstasten F10 und F11. Lenovo hat diese mit der Funktion zum Annehmen und Auflegen von Anrufen belegt. Die Tastatur ist in zwei Stufen hintergrundbeleuchtet, diese können über die Tastenkombination Fn-Leertaste durchgeschaltet werden.

TrackPoint und Touchpad

Der Trackpoint ist wie bei den von mir getesteten Vorgängern (T490s, T495, Lenovo P1) gut umgesetzt. Da ich diesen recht selten im aktiven Einsatz nutze, kann ich dazu leider keinen ausführlichen Erfahrungsbericht liefern.

Das Touchpad ist 65 mm hoch und 100 mm breit. Hier hat Lenovo in den letzten Jahren die Größe nicht verändert. Dank dieser Größe lässt das Touchpad einem viel Freiraum zum scrollen oder ziehen mit der Maus. Für den reinen Office-Betrieb ist es (für mich) ausreichend und es lässt sich gut damit arbeiten. Einzig wie bereits erwähnt, musste ich mich leicht umgewöhnen, da es nicht ganz Mittig verbaut ist und ich bei den ersten Aktionen das Touchpad nicht direkt getroffen habe. Zum spielen halte ich es weniger für angebracht, aber das ist auch nur meine subjektive Meinung. Ich möchte gerne eine richtige Maus in der Hand halten.

Das Touchpad erkennt normale und Multitouch-Eingaben zuverlässig. Linksklicks können entweder durch doppeltes Tippen auf dem Touchpad oder im unteren linken Bereich ausgeführt werden. Für den Rechtsklick bleibt nur das Drücken im rechten Bereich.

Das Display

Verbaut ist das BOE NE156QUM-N66 Panel!

Es ist ein UHD 4k (3840 x 2160) Dolby Vision HDR Panel,
mit 500 nits, 1400:1 Kontrast, 100% Adobe RGB, 170° und spiegelnd. Es hat keinen Touchscreen! Das Panel ist äußerst Blickwinkelstabil, man kann selbst vom Rand aus alles noch ganz klar erkennen und es gibt keine Farbverläufe.

Fotos aus dem Garten

Im Garten / im Schatten lässt es sich mit dem T15 gut bis sehr gut arbeiten. In der direkten Sonne „verblasst“ das Panel wie auf den Fotos zu sehen ist. Allerdings kann man weiterhin alles erkennen. Sei es auf weißem oder auf einem etwas dunklerem (blauen) Hintergrund. Die Empfehlung geht für Outdoor aber ganz klar an eine Schattenposition. Nicht nur, weil man dann die volle Pracht des Panels genießen kann, sondern auch da das Thinkpad in der Sonne recht schnell „heiß“ wird.

Lautsprecher, Mikrofon, Kamera

Die Lautsprecher

  • sind oberhalb der Tastatur jeweils links und rechts von den Scharnieren angeordnet. Die Lautsprecher sind nach oben gerichtet und recht laut eingestellt werden, was vor allem in Räumen/Büros mit starker Geräuschkulisse von Vorteil ist.

Die Webcam

  • ist eine IR Webcam mit 720p (für Windows Hello geeignet). Auch in weniger gut beleuchteten Umgebungen bringt die Webcam ein gutes und helles Bild, sodass man auf jeden Fall vom Gegenüber gesehen werden kann. Ebenfalls ist die bewährte Kameraabdeckung mit dabei und per Schiebregler lässt sich die Kamera permanent ausschalten. Eine LED zeigt im eingeschalteten Zustand an, wann Windows / ein Programm auf die Kamera Zugriff hat.

Das Mikrofon

  • ist im Displaydeckel neben der Webcam verbaut und somit weit von den potentiellen Störgeräuschquellen wie dem Lüfter entfernt. Die Sprachqualität ist recht gut und Bürotauglich. Als Nachteil sehe ich persönlich jedoch an, dass die Lautsprecher ihre Position am Display haben und den Sound nach oben in Richtung Mikrofon abgeben. Das könnte bei Konferenzen mit mehreren Teilnehmern unter Umständen unangenehm sein.

Was ist möglich?

KomponenteMögliche Ausbaustufe/Erweiterung
CPU:Up to 10th Generation Intel® Core™ i7 Processors
Optional 6 Core™ i7
RAM:Ein Slot Frei, max. 48GB RAM möglich
Festplatte:Up to 2TB PCIe SSD
Display:15.6” FHD IPS (250nit)
15.6” FHD On-Cell IPS Touch (300nit)
15.6” 4K UHD IPS (500nit) with Dolby® Vision™
Grafik:Integrated Intel®UHD Graphics
Optional Nvidia®GeForce®MX330 with 2GB GDDR5
Netzwerk:WiFi 6 WLAN 802.11 AX
LTE CAT9 and 16
NFC – Near Field Communication
Schnittstellen:2x USB 3.1 Gen1 (1x powered)
1x USB 3.1 Type-C Gen1 5 Gbit/s
1x USB 3.1 Type-C Gen2 / Thunderbolt™ 3 (20GBit/s, DisplayPort Alt-Modus, kombiniert mit USB 3.1 Type-C, Ladefunktion)
1x HDMI 1.4b
1x RJ 45 Ethernet
1x Docking Port
1x 3.5mm (Mic-In / Audio-Out kombiniert)
1x MicroSD Card Reader
1x SmartCard Reader
Sicherheit:– intergrierter Touch FingerPrint Reader
– TPM 2.0 Security Chip
– Kensington Port
Eingabegeräte:6 Reihen Precision Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung – Deutsch
UltraNav / UltraNav Touch 3+3 Button Design 
Akku:57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit
RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std
Größe/Gewicht365 x 248 x 19.1 mm / ab 1.87 kg
Garantie:3 Jahre Vor-Ort Premier Support
3 Jahre Sealed Battery Service
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Up to Windows 10 Pro

Benchmarks / Leistung

Verbaut ist in dem T15 ein 10th Gen i7-10510U Quad-Core (1.8 – 4.9 GHz, 8 MB Cache) mit 15 Watt TDP. Die CPU kann bis auf 25 Watt TDP angehoben werden.

Die CPU hat 4 Kerne und 8 Threads. Das T15 hat in dem Test im Netzbetrieb mit Cinebench R20 im Schnitt 1479 Punkte erzielt. Im Akkubetrieb ist es auf 1161 Punkte gekommen. Beide Tests sind jeweils unter voller Leistung durchgeführt worden. Wenn Videoprojekte gerendert wurden, sind alle Kerne /Threads im Schnitt auf 3,0 GHz gelaufen. Zum Start der Anwendung lag der Takt bei 3,6 GHz. Die CPU-Temperatur stieg dabei auf 75 Grad Celsius.

Das T15 kommt mit der Intel UHD Graphics und einer NVIDIA GeForce MX330 2 GB GDDR5

Die Nvidia-Grafikkarte ist unverzichtbar, will man auf dem T15 Spiele wie GTA 5 oder Civilization 6 spielen. Civ6 packt die Grafikkarte in der höchstmöglichen Auflösung und Detailstufe, bei GTA5 sollte man sich im Extremfall auf ein paar kleinere Kompromisse einstellen. GTA5 lässt sich recht flüssig spielen, jedoch ist es mir so vorgekommen, als gäbe es bei bestimmten Situationen (Verfolgungsjagd im Online-Modus mit dem Auto) ein paar kleinere Ruckler. Evtl. müsste man die Einstellungen mal kontrollieren.

Die Intel UHD habe ich in Civ6 angetestet und da hätte ich mit den Einstellungen extrem weit nach unten gehen müssen, um ruckelfrei spielen zu können.

Im FurMark hat das T15 1287 Punkte bei FHD und 436 Punkte bei 4k geschafft.

SSD

Verbaut ist in dem Testgerät eine 1 TB PCIe3.0x4 NVMe M.2 2280 OPAL 2.0! Die SSD sollte genug Platz und auch für viele Anwendungen eine ausreichende Geschwindigkeit bieten.

Temperatur – Lüfter – Lautstärke

Das T15 ist für normale Office-Anwendungen unter der Option „Bessere Leistung“ recht leise und alltagstauglich. Die volle Leistung bringt es sowohl im Netz- und Akkubetrieb erst auf der Stufe „Beste Leistung“. Hier kann es aber passieren, dass der Lüfter selbst bei Youtube schon lauter wird. Unter Volllast kommt es von der Lautstärke fast schon an das T430 (mit einer verbauten Quadcore-CPU) ran. Dafür bleiben die Temperaturen aber auch bei gefühlten 40 Grad in der Dachgeschosswohnung unter 80 Grad und die Leistung der CPU bleibt recht stabil. Für den reinen Office-Betrieb kann man sicherlich noch die Energieoptionen entsprechend einstellen, um sowohl die Geräuschkulisse und Abwärme so gering wie möglich zu halten.

Die neue Bios-Oberfläche:

Neu ist auch die Bios-Oberfläche. War es bei dem T490s noch die gewohnte „klassische“ Oberfläche, so wurde es jetzt neu gestaltet. Es ist heller gestaltet und hat eine Maus-Unterstützung.

Der Akku:

Verbaut ist ein 57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std

Die genannten 9.8h Laufzeit sind durchaus erreichbar! Allerdings nicht mit der Option „Bessere Leistung“ und schon gar nicht erst mit der Option „Beste Leistung“. Bei der letztgenannten Einstellung wurde bei dem Video-Rendering eine 41 Watt-Leistung abgerufen. Bei der Option „Längste Akkulaufzeit“ pendelt der Verbrauch zwischen 9-12 Watt und das Gerät ist fast lautlos. Bei 24 Prozent verbleibender Akkuleistung wurden zu dem Zeitpunkt noch 1:17h Laufzeit angegeben.

Weitere Tests und Userfragen

Die Ersteinrichtung Windows 10

Das Gerät kam „nackt“ ohne Betriebssystem. Da wir einen Vergleich zu dem T14 ziehen wollten, haben wir uns im Vorfeld darauf geeinigt, den Test mit der Win10 1909 ISO durchzuführen. Das T15 hat ein Pro-Version (nicht aktiviert) erhalten. Die Installation selbst ist in weniger als 30 Minuten abgeschlossen gewesen und im Bios musste anfänglich nichts verändert werden (ISO auf dem Stick via MediaCreationTool erzeugt). Als erstes standen (nach der Treiberinstallation via Lenovo Vantage) die Benchmarks an. Hier wurde ein Fehler bemerkt, der mit der ab Werk aktuellen Bios-Version zusammenhing. Mit der Version unter 1.07 hat die CPU den Basis-Takt von 1,8 GHz nicht überschreiten können. Hier musste ein Update auf die Version 1.07 (Release-Datum 17.06.2020) erfolgen, um die CPU mit dem vollen Takt nutzen zu können. Das Gerät war einsatzbereit:

Die Verwendung im Alltag (Arbeit – Uni – Zuhause)

Genutzt wurde das T15 als Surflaptop, zum Videoschnitt und (seit längerem wieder) zum „Zocken“!

Auf der Arbeit:

Ich arbeite sehr viel mit der Adobe-Software After Effects, Photoshop und Premiere. Wegen der Corona-Pandemie wurde soweit es ginge der Kontakt auch bei mir auf der Verwaltung minimiert, sprich ich habe die Videos abgedreht und vermehrt zuhause geschnitten. Das T15 ist nur 4 Mal in den Genuss gekommen, mit zur Arbeit zu dürfen, aber es reicht für einen Eindruck! Es ließ sich gut in meinem Rucksack verstauen und ist auch nicht so sehr ins Gewicht gefallen, wie es bei dem W520 oder auch dem T430 der Fall ist. Auf der Arbeit habe ich zwar etwas mehr Platz machen müssen (sonst ist das T430 dabei), aber auch hier hat das T15 seine Leistungsvorteile gegenüber dem Schnittrechner (i7 4. Gen) ausspielen können. Im Gelände habe ich den Laptop auch getestet. Trotz indirekter oder auch direkter Sonneneinstrahlung konnte man weiterhin das Panel gut sehen und den Text schreiben oder das Video schneiden. Einzig wenn man es auf den Beinen liegen hatte, wurde es beim Rendern etwas wärmer. Die Akkulaufzeit hat sich mit 3-4h Anzeigedauer auf der Option „Bessere Leistung“ gehalten.

In der Uni:

Da würde ich gerne auch etwas schreiben, aber dank Corona gab es in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltung. Was ich dazu schreiben und bestätigen kann: Im Rucksack (Modell TF RS 7 Lokführer-Rucksack) lässt sich das T15 dank seiner flachen Bauweise sehr gut verstauen und nimmt auch nicht so viel Platz weg.

Aufgrund der Bauform (15.6“) habe ich die Aussage vom Lenovo P1 übernommen: „In der Vorlesung nimmt es jedoch deutlich mehr Platz als ein 14“ Gerät ein und macht den Einsatz mit Schreibblock schwierig. Immerhin ist es ein 15.6 Gerät! Schreibt man aber ausschließlich mit dem Laptop seine Notizen auf, passt es auf die Studierendenbank. Für meinen Studiengang (Umwelt- und Betriebswirtschaft) ist auch hier die Leistung mit der Nvidia ein Overkill. Gefordert sind bei mir maximal PDFs, Internetrecherche und Videos anschauen!

Zuhause:

Hier habe ich es ebenfalls zum Videoschnitt und Rendering verwendet. Das T15 hat ein 28 min langes Video mit Premiere 2019 den H.264-Export in 15 Minuten über die Intel GPU gemeistert.

Fragen aus dem Thinkpad-Forum:

Frage: Können bitte die DPC Latenzen getestet werden?

Antwort:

Frage: Bitte Testen ob man den Deckel ohne die Blöden Nasen aufmachen kann. Ihr wisst schon was ich meine.

Antwort: Der Deckel wird einfach auf und zugeklappt. Ein Verriegelungsmechanismus ist nicht vorhanden!

Frage: Bitte auch auf Displaylesbarkeit im freien (Sonne, Schatten und nach Möglichkeit bewölkt) testen.

Antwort: Siehe die Fotos, da gewinnt man den besten Eindruck! Ein großer Pluspunkt ist die Blickwinkelstabilität

Frage: Auch würde mich interessieren wie anfällig die Oberflächen für Fingerabdrücke und Fettschlieren sind. Gerne auch beides jeweils im Vergleich zum T14/T49xs

Antwort: Leider ist die Oberfläche recht anfällig für Fingerabdrücke, was eine entsprechende Reinigung erfordert. Ein weiterer Nachteil (an allen Thinkpads) ist ein weißer Labrador im Fellwechsel…

Frage: Dennoch interessant, wie der Aufbau und die Thermik ist

Antwort: Das Gerät aufschrauben ist leider nicht drin, da verweise ich auf das HMM. Die Wärme wird aber über eine Kühleröffnung auf der rechten Seite abgeführt!

Frage: Habe mit dem T14 bei Dauerlast unschöne VR Throttling Events, weil das Ding förmlich glüht, Abhilfe schafft hier ein provisorisch externer Lüfter.. Auch bei dem T15 der Fall?

Antwort: Ein Leistungsabfall ist bei mir nur bis 3 GHz gemessen worden. Das T15 wird insgesamt bis zu 80 Grad heiß und kann bei diesen Temperaturen noch die 3 GHz pro Kern halten.

Mein persönliches Fazit:

Pro:

Es ist ein nettes Gerät mit guter Leistung! Da ich ja seit neustem auch „modernere“ Spiele mein Eigen nenne und diese auch etwas regelmäßiger spiele, macht es schon Spass, auf dem T15 Civilization 6 zu spielen! Die Arbeit im Videoschnitt (FHD-Material) lässt sich auch auf dem 15.6“ Gerät gut abarbeiten. Was fehlt, ist ein zweiter Monitor, aber dafür hat es ja den HDMI-Ausgang!

Contra:

  • Es hat „nur“ 2 USB 3.1-Ports (Typ A), für mich zu wenig!
  • Es hat keinen SD-Kartenleser, für mich ein MUSS!

Würde ich es mir kaufen?

Es ist schwer zu sagen! War ich bis März noch davon überzeugt, dass es das T490s bei einem Neukauf werden könnte, so stehen jetzt die Zeichen eher auf dem P1 oder dem aktuell getesteten T15. Warum? Weil ich mit Civ6 und GTA5 jetzt eine Anforderung habe, die den Einsatz und sogar die Notwendigkeit der Nvidia rechtfertigt.

Warum sollten andere es sich kaufen?

Personen, die kein reines Office mit dem Laptop betreiben möchten, sind bei dem T15 mit 15.6“ gut aufgehoben. Die Nvidia ist nicht schlecht, die Leistung bleibt konstant auf einem brauchbaren Level, sodass man auch mit dem Laptop spielen kann. Man darf eben keinen reinen Gaming-Laptop erwarten.

Fazit: Es ist eine gesunde Mischung aus Arbeitslaptop und einer kleinen Zockerkiste. Für das, was drin steckt (i7, Nvidia, 4k-Panel, 1 TB SSD, 16 GB RAM), halte ich den Preis von 1558,69 € auch „gerechtfertigt“.

Man darf ja nicht vergessen: Selbst wenn die AMDs einen besseren CPU-Takt haben und günstiger sind, fehlt denen dennoch die (für bestimmte Dinge benötigte) Nvidia-Grafik.

Testbericht: ThinkPad P1 20QT000LGE Intel Core i7-9750H HexaCore

ThinkPad P1 2. Generation – Technische Daten:

CPUIntel Core i7-9750H HexaCore 2.6- 4.5 GHz, 12 MB SmartCache, 45W TDP
RAM16 GB DDR4 2666 MHz (1x 16GB, ein Slot frei, max. 64 GB)
SSD 512 GB M.2 PCIe NVMe SSD Opal2
Display15.6″ (396 mm)  Full-HD HDR 400 IPS (1920 x 1080) 500 nits, 1200:1 Kontrast, 72% NTSC, Blickwinkel 170°
GrafikIntel 630 UHD + NVIDIA® Quadro® T1000 4GB GDRR5 128bit

Das Gehäuse:
Das Gehäuse ist für die Thinkpad-Reihe typisch sehr gut verarbeitet! Das Gerät ist an seiner höchsten Stelle im geschlossenen Zustand 2,3 cm dick. An der Handballenauflage beträgt die Höhe 2 cm. Im aufgeklappten Zustand fällt zuerst das große Touchpad ins Auge. Rechts an der Handballenauflage ist der schwarz glänzende Thinkpad-Schriftzug zu erkennen. Der Fingerprint-Reader sitzt rechts an der Seite. Das Touchpd sitzt nicht 100% mittig. Zur linken Seite sind es 11.5 cm und bis zur rechten Seite sind es 14,5 cm bis zur Kante. Das soll aber die Funktion nicht weiter stören. Was mir aufgefallen ist: Man sieht auf dem Gehäuse, auf der Handballenauflage und auf dem Touchpad recht schnell die Fingerabdrücke.

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Testbericht ThinkPad T495 AMD Ryzen 5 Pro 3500U Quad-Core

Technische Daten:
– AMD Ryzen 5 Pro 3500U Quad-Core 2.1 – 3.7 GHz, 4 MB Cache, 15W TDP
– 16 GB DDR4-2400 MHz (Ein Modul verlötet)
– 512 GB SSD M.2 PCIe 3.0×4 NVMe OPAL2
– 35.5 cm (14″) LowPower FHD IPS LED (1920 x 1080)
– 400 nits, 16:9, 800:1 Kontrast, 170°, Anti Glare
– AMD Radeon Vega 8
– Preis bei ok1.de: 999,00€ (Art.Nr.: 20NKS01Y00)

Gehäuse:
Das Gehäuse/ die Verarbeitung ist ähnlich dem von mir zuvor getesteten T490s zuzuordnen. Das T495 hat im Gegenzug zu dem „s“ jedoch eine gleichbleibende Höhe von 2cm.

Auf dem Displaydeckel ist im rechten unteren Bereich der silberne „Thinkpad“-Schriftzug zu sehen. Der i-Punkt ist eine rote LED, die den Betriebszustand anzeigt. Blinkend heißt StandBy und dauerhaft leuchten bedeutet, dass das Gerät eingeschaltet ist. Links und rechts sind die Anschlüsse gesetzt. An der rechten Seite befinden sich der SmartCard-Reader, der Lüfterausgang, ein USB3.1-Port und der fest verbaute LAN-Anschluss. Links sind der MicroSD-Slot, der 3,5 mm Klinke Audioausgang/Mikrofoneingang, der HDMI-Port, ein weiterer USB3.1-Port sowie der SideDocking Port (CS18) zwei USB 3.1 Type C-Anschlüsse / der Netzteilanschluss zu finden.

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