X1 Yoga 6th Gen (20Y0S00200) Kurztest

Carbon, Yoga, Nano oder Extreme? Diese Frage stellt sich dem Käufer der Flaggschiff-Modelle der Marke ThinkPad, der X1-Serie. X1 Carbon und X1 Yoga sind sich technisch sehr ähnlich, wobei ersteres das ultramobile 14″-Gerät mit Carbon-Gehäuse und 1.13kg Gesamtgewicht ist – das X1 Yoga bietet ein um 360° rotierbares Display mit Touchscreen und Stifteingabe und besitzt ein Aluminium-Gehäuse, das ebenfalls extrem wertig wirkt, aber rund 300g gegenüber dem X1 Carbon zulegt. Das X1 Nano ist das mit einem 13″-Display und 0.9kg Gewicht das kleinste Gerät im Lineup und absolut auf Mobiltät getrimmt, während das X1 Extreme mit seinem 15.6″-Display eine schicke und mit 1.7kg immer noch sehr leichte Workstation darstellt.

In diesem Kurztest werfen wir nun einen kurzen Blick auf das ThinkPad X1 Yoga der 6. Generation.

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ThinkPad E14 (Intel) 2. Gen

Testbericht für das ThinkPad E14 Gen 2 20TBS0DU00

Die technischen Daten:

ModellnummerThinkPad E14 Gen 2 20TBS0DU00
CPU:Intel® Core™ i5-1135G7 QuadCore (4 Cores / 8 Threads) 2.40 – 4.20 GHz, 8 MB Cache
RAM:16 GB DDR4 3200MHz / max. 32 GB (ein Slot)
Festplatte:512 GB M.2 2242 PCIe-NVMe SSD
Display:14″ (35.6 cm) FHD IPS LED (1920 x 1080) 300 nits 100% sRGB, 16:9, 1200:1 Kontrast, 170°
Grafik:Intel Iris Xe Graphics
Netzwerk:100/1000 Gigabit Ethernet Realtek RTL8111H Intel
WLAN AX201 11ax a/b/g/n/ac/ax
Bluetooth 5.1
IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (Thinkshutter)
Schnittstellen:1x USB 3.2 (powered) 1x USB 4.0 / Thunderbolt 4 (Displayport Alt-Mouds und Ladefunktion)
1x USB 2.0 1x RJ-45 Gigabit LAN
1x HDMI 1.4b
1x 3.5mm Mic-In / Audio Out kombiniert
Sicherheit:– TPM 2.0 Security Chip – FingerPrint Reader Touchstyle – Kensington Slot
Eingabegeräte:6 Row Keyboard Layout Deutsch mit Hintergrundbeleuchtung 2+3 Trackpad/ Trackpoint
Akku:3 Zellen Akku 45Wh, bis zu 8 Stunden Laufzeit mit RapidCharge Technologie
Größe/Gewicht:324 x 220 x 18.9 mm, ab 1.59 kg
Garantie:2 Jahre Bring- In Herstellergarantie 1 Jahr auf Akku
Zubehör:inkl. 65W AC Adapter (USB-C)
Betriebssystem:Ohne
Preis:769€

Unboxing, Anschlüsse, Zubehör

Das E14 kommt mit recht wenig Zubehör. In dem Paket selbst ist der Laptop, das Netzteil und ein kleiner Setup-Guide enthalten. Auffällig und für mich etwas „gewöhnungsbedürftig“ ist das Gehäuse, welches ich persönlich bei Thinkpads bisher noch nie hatte. Dazu aber weiter unten mehr!

Die Anschlüsse des E14 sind wie folgt verteilt:
Auf der linken Seite befunden sich der USB-C-Anschluss, ein USB-Port, der HDMI-Anschluss und der kombinierte Audio-Mikrofon Klinke-Anschluss (3,5 mm Anschluss).

Auf der rechten Seite finden die Netzwerk-Buchse und der der zweite USB-Port ihren Platz. Interessant gelöst ist hier mMn der Netzwerk-Port, der sich bei Benutzung „erweitert“. Ein Nachteil könnte jedoch sein, dass der Mechanismus bei zu grober Behandlung oder permanentem an und ab Stöpseln des Kabels ausbricht. Nur da muss man auf Langzeiterfahrungswerte warten.

Das Gehäuse

Das Gehäuse hat einen glänzenden Displaydeckel, der mich etwas an das SL500 erinnert. Damit hebt es sich von der aktuellen T-Serie ab, die sich ja im Laufe der Zeit nicht grundlegend verändert hat. Der Deckel wirkt recht stabil. Durch die glänzende Oberfläche hat es jedoch den Nachteil, dass die Fingerabdrücke recht schnell zu sehen sind. Das selbe Problem herrscht auf dem Palmrest und dem Touchpad vor. Das Problem haben aber auch die anderen Thinkpads. Klappt man das E14 auf, hat man von der Optik her ein ganz normales Thinkpad-Design vor sich. Das E14 hat die Scharnieren auf einer Höhe mit dem Base sitzen, was sich in zwei Punkten bemerkbar macht:

  1. Hat das E14 leicht erhöhte Füße, um das Displayscharnier auch ausfahren zu können (Ein Vorteil für die Kühlung)
  2. Kann das Display nicht auf die vollen 180 Grad ausgeklappt werden

Von der Handhabung und dem Tragegefühl macht es einen robusten Eindruck!

Die Tastatur

Wie bei den Vorgängern und Schwestermodellen handelt es sich auch bei dem E14 der 2. Generation um eine 6-Reihen Precision Tastatur ohne Ziffernblock. Das getestete Modell hat eine Backlight-Tastatur, die wie gehabt in zwei Stufen über die FN + Leertaste zu steuern ist. Viele Tasten haben noch eine zusätzliche LED verbaut, die den Funktionsstatus anzeigen. Das Tippgefühl ist für mein Empfinden sehr gut. Selbst wenn man schnell im 10-Finger System tippt, gibt es keine extrem lauten Geräusche. Mein T410 ist da zumindest lauter! Der Tastaturanschlag ist weich. Ebenfalls hat das E14 die (für mich immer noch noch) neue Belegung der Funktionstasten F10 und F11. Lenovo hat diese mit der Funktion zum Annehmen und Auflegen von Anrufen belegt.

Trackpoint und Touchpad

Der Trackpoint ist weiterhin gut umgesetzt. Da ich diesen recht selten im aktiven Einsatz nutze, kann ich leider kein ausführliches Nutzererlebnis schildern.

Das Touchpad ist 60 mm hoch und 100 mm breit. Dank dieser Größe lässt das Touchpad einem viel Freiraum zum scrollen oder ziehen mit der Maus. Für den reinen Office-Betrieb ist es (für mich) ausreichend und es lässt sich gut damit arbeiten. Zum Spielen halte ich das Touchpad weiterhin weniger für angebracht, aber das ist auch nur meine subjektive Meinung. Ich möchte eben gerne eine richtige Maus in der Hand halten.

Das Touchpad erkennt normale und Multitouch-Eingaben zuverlässig. Linksklicks können entweder durch doppeltes Tippen auf dem Touchpad oder im unteren linken Bereich ausgeführt werden. Für den Rechtsklick bleibt nur das Drücken im rechten Bereich.

Das Display

Verbaut ist hier ein BOE NV140FHM-N66 Panel!

Es ist ein FHD (1920 x 1080) IPS LED Panel, mit 300 nits 100% sRGB, 16:9, 1200:1 Kontrast, 170°. Es hat keinen Touchscreen! Das Panel ist Blickwinkelstabil. Man kann selbst vom Rand aus noch alles klar erkennen und es gibt keine Farbverläufe. Bei der Frage, ob das Panel die Farbe Schwarz auch wirklich schwarz anzeigen kann, kann ich folgendes berichten: Bei einem bestimmten Blickwinkel schimmert es hell durch, was es fast schon bläulich rüber kommen lässt. Sonst ist die Farbe Schwarz auch als solche wahrzunehmen.

Lautsprecher, Mikrofon, Kamera

Die Lautsprecher

Diese sind jeweils links und rechts zur Seite eingesetzt und sorgen für einen verständlichen Klang. Leider kommt der Sound auch unabhängig von der verwendeten Oberfläche etwas „Blechern“ rüber. Im normalen Office-Alltag bringt das keinen Beinbruch mit sich. Beschäftigt man sich aber wie ich noch mit Musik bzw. Audioschnitt, würde ich auf Dauer mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern arbeiten wollen.

Die Webcam

Bei der Webcam handelt es sich, wie bei der ersten Generation der E-Serie um eine IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (Thinkshutter). Die Webcam besitzt auch einen Privacy-Schiebeschalter und lässt sich damit ein- und ausschalten. Eine zusätzliche LED zeigt im eingeschalteten Zustand an, wann Windows / ein Programm auf die Kamera zugreift. Sie passt sich den Lichtverhältnissen entsprechend ihrer Umgebung an.

Das Mikrofon:

ist im Displaydeckel neben der Webcam verbaut und somit weit von den potentiellen Störgeräuschquellen wie dem Lüfter entfernt. Die Sprachqualität ist recht gut und Bürotauglich. Als Nachteil sehe ich persönlich jedoch an, dass die Lautsprecher ihre Position am Display haben und den Sound nach oben in Richtung Mikrofon abgeben. Das könnte bei Konferenzen mit mehreren Teilnehmern unter Umständen unangenehm sein.

E14 2. Gen – Welche Konfiguration ist möglich?

KomponenteMögliche Ausbaustufe/Erweiterung
CPU:Intel® Core™ i7-1165G7 QuadCore (4 Cores / 8 Threads) AMD-Variante mit Ryzen 5 oder Ryzen 7
RAM:Ein Slot Frei, max. 32 GB RAM möglich
Festplatte:Up to 2TB PCIe SSD
Display:
Grafik:Intel Iris Xe bei Intel-Modellen
AMD Radeon RX Vega 7 Grafik bei AMD-Modellen
Netzwerk:WLAN-AX201
Intel Wi-Fi 6 AX200 a/b/g/n/ac/ax WLAN
100/1000 Gigabit Ethernet Realtek RTL8111H (Intel)
100/1000 Gigabit Ethernet Realtek R8111GUS (AMD)
Schnittstellen:1x USB 3.2 (powered)
1x USB 4.0 / Thunderbolt 4 (Displayport Alt-Mouds und Ladefunktion)
1x USB 2.0
1x RJ-45 Gigabit LAN
1x HDMI 1.4b
1x 3.5mm Mic-In / Audio Out kombiniert
Sicherheit:– TPM 2.0 Security Chip
– FingerPrint Reader Touchstyle
– Kensington Slot
Eingabegeräte:6 Row Keyboard Layout Deutsch mit Hintergrundbeleuchtung
2+3 Trackpad/ Trackpoint
Akku:3 Zellen Akku 45Wh, bis zu 8 Stunden Laufzeit
mit RapidCharge Technologie
Größe/Gewicht324 x 220 x 18.9 mm, ab 1.59 kg
Garantie:2 Jahre Bring- In Herstellergarantie
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Up to Windows 10 Pro

Benchmarks / Leistung

CPU

Verbaut ist in dem Testgerät ein Intel® Core™ i5-1135G7 QuadCore (4 Cores / 8 Threads) 2.40 – 4.20 GHz, 8 MB Cache und 12 W TDP. Diese kann bis auf 28 W TDP angehoben werden.

Die CPU hat in drei Tests von Cinebench R20 im Multicore-Ranking einen Schnitt von 1968 Punkten erzielt. Der Höchstwert, der bei dem ersten Test erreicht wurde, lag bei 2042 Punkten. Im Akkubetrieb hat es 1955 Punkte erreicht.

Im Single-Core-Ranking hat das E14 460 Punkte geholt. Im Akkubetrieb hat es 465 Punkte erzielt.

Die CPU taktet unter Volllast bis auf 3,54 GHz hoch und hält diesen auch recht stabil. Der niedrigste Takt unter Volllast lag bei 3,05 GHz auf den Kernen.

Was kann die Grafikeinheit? Eine der wichtigsten Fragen, die ich mir gestellt habe:

Die Intel-Grafik im E14 der 2. Generation kann sich schon sehen lassen. Im 3D-Mark Test „Time Spy“ hat es 959 Punkte geholt.

In Furmark hat die Intel-Grafik 1691 Punkte bei 28 FPS erreicht.
Zum Vergleich: Das T15 hat auf FHD damals im Test 1287 Punkte und 22 FPS mit der Nvidia geschafft.

Der Lüfter und TP Fan Control

Da die Frage nach TP Fan Control und den Temperaturen aufgekommen ist: TP Fan Control (tpfc_v061.zip) funktioniert auf dem E14 und mit der aktuellsten Win10 Version (20H2).

Die Einstellungen „Bios (Embedded controller)“, „Smart (TPFanControl ini)“ oder „Manual“ können wie gewohnt (bzw. im Thinkwiki beschrieben) angewendet werden.

Die Temperaturen: Das E14 dreht bis auf 95 Grad (bei Option Bios) hoch und behält diesen Wert fast durchgehend, bis die CPU-Leistung sich verringert.

Bei Option Smart kommt das E14 kurz an 95 Grad, pendelt sich zum Schluss aber auf Temperaturen um die 77 Grad ein (unter Volllast!).

Bei Option Bios ist mir aufgefallen, dass der Lüfter nur bis zu 3500 Umdrehungen liefert. Bei der gesetzten Option „Smart“ dreht er mit bis zu 4500 Umdrehungen hoch, was natürlich dann DEUTLICH zu hören ist!

Bei der Nutzung von tp fan control kommt es natürlich auch darauf an, was der User möchte und wie er bei „Smart“ die „*.ini“ Datei einrichtet. Ich habe jetzt die Basics von der Installation genommen.

Genug Tests, jetzt wird GTA5 installiert…

Da ich ja GTA5 Online gerne mal für ein paar Stunden spiele, habe ich es dem E14 zugemutet. Das Ergebnis: Es geht! Nicht nur gerade so, sondern recht anständig! Eingestellt wurde es auf FHD (1920×1080) und alle weiteren Grafikeinstellungen laufen auf Maximum! Es läuft recht flüssig bei durchschnittlich 20 FPS. die niedrigste Framerate war zwischendurch 17 FPS und ein kleiner Peak nach oben bei 30 FPS.

Schraubt man jetzt die Grafikdetails etwas herunter, schafft das E14 bestimmt ein paar FPS mehr.

Zur Info: GTA5 setzt folgende Hardware (empfohlen) voraus:
„Prozessor: Intel Core i5 3470 mit 3,20 Gigahertz (4 CPUs) /AMD X8 FX-8350 mit 4 Gigahertz (8 CPUs)
Hauptspeicher: 8 Gigabyte
Grafikkarte: Nvidia GTX 660 2 Gigabyte / AMD HD 7870 2 Gigabyte“

Es ist eben KEIN Gaming-Laptop, aber es kann auch für das ein oder andere Spiel genutzt werden. Es müssen dann nur Kompromisse eingegangen werden.

SSD

Verbaut ist in dem Testgerät eine 512 GB M.2 2242 PCIe-NVMe SSD! Die SSD sollte erstmal genug Platz und auch für viele Anwendungen eine ausreichende Geschwindigkeit bieten.

Der Akku

Verbaut ist in dem E14 ein 3 Zellen Akku 45Wh, bis zu 8 Stunden Laufzeit mit RapidCharge Technologie. Im normalen Office-Einsatz sind die 8 Stunden durchaus erreichbar. Bei meinem Office- und Surfverhalten bin ich immer um die 5 Stunden gekommen. Schaut man auf dem Gerät Videos, hat man bis zu 7 Stunden angezeigte Akkulaufzeit zur Verfügung. Leider kommt es bei der Akkuladung (wenn das Netzteil eingesteckt ist) zu einem hörbaren Spulenfiepen!

WEITERE TESTS UND USERFRAGEN

Ersteinrichtung Windows 10
Die Installation von Windows 10 (2004) verlief recht zügig und ohne Probleme. Verwendet wurde ein SanDisk Ultra USB 3.0 32 GB Stick, der mit dem MediaCreationTool eingerichtet worden ist. Im Anschluss erfolgte das Upgrade auf die 20H2, welches Windows Update für das E14 direkt angeboten hat.

Die Installation von Windows 10 hat keine 15 Minuten in Anspruch genommen. Nach der Installation hat das E14 die Treiber über Windows-Update erhalten. Lediglich die Lenovo-Software musste über Lenovo Vantage nachgeladen werden. Ein Bios-Update ist bereits verfügbar, dieses wurde jedoch nicht installiert, da ich für den Test keine Notwendigkeit gesehen habe. Da bei diesem Modell keine Windows 10 Lizenz dabei war, ist das System für den Test auch nicht aktiviert worden (was aber für die späteren Anwendungen keine Rolle gespielt hat).

Die Nutzung zuhause im Office/Videoschnitt

Ich habe das E14 die letzten Tage für den Onlineunterricht (Microsoft Teams) genutzt und nebenbei die Aufgabenblätter in Word etc. erstellt. Da hat sich das 14″ Panel wieder bezahlt gemacht, da ich auf dem Schreibtisch (musste noch zusätzlich 3 DIN A5-Ordner aufgeschlagen auf dem Schreibtisch liegen haben) genug rum liegen hatte. Die Akkulaufzeit mit Teams lag bei ca. 5 Stunden, danach musste es ans Netzteil angeschlossen werden. Neben der Onlinebesprechung habe ich natürlich auch PDFs geöffnet (in diesen nach Schlagworten gesucht und gelesen) und im Netz Beispiele etc. gesucht.

Videoschnitt ist auch weiterhin ein Thema, welches mich sehr interessiert und dem ich gerne nachgehe. Das E14 hat meine Erwartungen bestätigt. Es lässt sich wunderbar für den Videoschnitt in FHD-Qualität benutzen und die Render-Zeiten im h.264 Format sind auch sehr angenehm. Für ein 3:40 min Video habe ich in FHD-Ausgabe bei einer 10 MB/s Bitrate lediglich 4 Minuten gebraucht. Etwas länger als das Video eigentlich geht, aber die Daten lagen auch auf dem USB-Stick. Kurz noch den USB-Stick angesprochen: Von dem Sandisk Ultra USB 3.0 habe ich die Daten am USB 3-Port mit konstanten 159 MB/s auf das E14 kopiert.

Die Limitierung liegt aber hier eindeutig an dem Stick, der Port könnte garantiert mehr!

Der Test mit Linux

Installiert und getestet wurde auf dem E14 Pop-OS 20.10_amd64_intel_10! Die Installation lief zügig und ohne Probleme durch! Wlan, Sound, die Displaybeleuchtung, Soundregulierung haben direkt funktioniert und haben sich steuern lassen. Da ich mich bei Linux nicht auskenne, ist das auch leider das einzige, was ich testen kann.

Mein persönlicher Eindruck zu dem E14:

Es ist ein gutes Arbeitsgerät, dass mit mehr als nur ausreichender Leistung und Akkulebensdauer für den Office-Alltag gerüstet ist! Die Intel-Grafikeinheit kann sich sehen lassen und für ein Spiel (ggf. mit verringerter Detailtreue) zwischendurch ist sie auch nutzbar. Was mir an dem E14 gefällt: Die CPU taktet nicht extrem herunter, wenn es auch mal wärmer wird. Die Leistung bleibt konstant. Die Geräuschkulisse (es bleibt ja nur der Lüfter) ist auch ganz in Ordnung für ein Gerät dieser Größe und Leistung. Beim Film schauen bleibt der Lüfter entweder komplett aus oder er dreht so langsam, dass man wirklich das Ohr an das Gerät halten muss.

Natürlich gibt es auch (für mich) negative Aspekte:

  1. Der Mangel an verfügbaren USB-Ports (2 Typ A sind mir zu wenig)
  2. Kein SD/MicroSD Cardreader
  3. Das Material vom Gehäuse sagt mir persönlich nicht zu.
  4. Der Klang der Lautsprecher könnte besser sein.

Ob ich es mir kaufen würde?
Aktuell eher nein, da ich zum Spielen und Videoschnitt mittlerweile schon gerne 15.6 Zoll hätte. Als Zweitgerät (für mobile Arbeiten z. B. vor Ort im Wald, wo es auch auf das Gewicht und den Platz im Rucksack ankommt) wäre es auf jeden Fall ein geeigneter Kandidat. Für 769€ ist es auf jeden Fall ein für Thinkpads verhältnismäßig günstiges, gutes und leistungsstarkes Office-Gerät.

Bowers & Wilkins PI3

Eleganz mit Premiumgefühl

Hier sind sie nun, die Bowers & Wilkins PI3. Diese Wireless Kopfhörer wurden 2019 von Bowers & Wilkins veröffentlicht und wir testen, ob sie auch im Jahr 2020 noch mithalten können. Für 199€ UVP und ca 130€ Straßenpreis, versprechen die Kopfhörer so einiges. Mal sehen, wie sie dabei abschneiden.

Wenn man die Verpackung der PI3 öffnet, findet man alles benötigte für einen schnellen Start.
– Bedienungsanleitung

– Sicherheitshinweise

– USB-C auf USB-A Adapterkabel

– Hülle für Kopfhörer

– verschiedene Größen der In-Ear
   Aufsätze

Das USB-C Kabel dürfte ein Stück länger sein. Ein Netzteil ist nicht beigelegt.


Und natürlich das Wichtigste:

Die Kopfhörer

Die Kopfhörer (hier in der goldenen Ausführung) sehen äußerst schick aus und fühlen sich sehr hochwertig an. Die Magnete auf der Rückseite der In-Ears sorgen dafür, dass man sie sorglos um den Hals tragen kann, ohne Angst haben zu müssen sie zu verlieren.


Die Goldene Ausführung der Bowers & Wilkins PI3. Ich würde sie eher als Rosè-Gold bezeichnen

Allgemein ist das Tragegefühl ziemlich angenehm, Ich konnte den ganzen Tag mit ihnen arbeiten, ohne das Gefühl zu haben, dass sie stören oder unangenehm im Ohr werden.

Die mitgelieferten Finnen und In-Ear Polster können individuell angepasst werden, sodass ein Maximum an Tragekomfort entsteht. Das Auswechseln ist dabei sehr einfach. Das alte Polster abziehen und das neue Polster aufdrücken.



Zur Technik

Bluetooth:

Das verbinden der Kopfhörer mit anderen Geräten ist denkbar einfach. Einfach 5 Sekunden den On-Button drücken und schon sind sie bereit zur Verbindung. Die Bluetooth Verbindung ist dabei stark genug, 2 Räume und circa 15 Meter Abstand zu überbrücken.

Manuelle Bedienung

Die Bedienung der Kopfhörer erfolgt komplett über die 4 Knöpfe auf den Auswölbungen auf beiden Seiten. Wobei auf der linken Seite der On / Off  / Bluetooth Button ist, und auf der rechten Seite der Knopf für   „Lied vor / Lied zurück / Pause“, „Lauter“ und der Knopf für „Leiser“. Natürlich kann man auch Anrufe annehmen und auflegen.
Man hat hier meines Erachtens leider die „Play / Pause“ Taste etwas überbelegt.
1x drücken für „Play / Pause“ , 2x drücken für „Lied vor“, 3x drücken für „Lied zurück“ und bei einem Anruf  1x drücken für „annehmen“ , und wieder einmal drücken für „auflegen“.
Klingt kompliziert ? Ist es auch. Leider hat Bowers & Wilkins es hier verpasst individuell programmierbare Tasten zu implementieren. Auch ist das haptische Feedback der Knöpfe etwas schwammig, um zu spüren ob man einen Knopf gedrückt hat oder nicht, sollte man diesen deshalb lieber mit den Fingernägeln drücken.

Klang

Der Sound der Bowers & Wilkins PI3 ist hervorragend. Wenn ich ein Wort zum beschreiben hätte, wäre es „klar“. Die Tiefen sind nicht aufdringlich, trotzdem deutlich und kräftig. Die Mitten sind wohl definiert und allgemein satt und warm im Klang. Die Höhen sind scharf und präzise, nicht unangenehm oder kratzig. Die Dual-Driver-Technologie leistet hier hervorragende Arbeit, was dazu führt, dass auch kleine Nuancen in Songs deutlich werden. Allgemein macht das Musikhören Spaß und rundet den Eindruck der Bowers und Wilkins PI3 schön ab.

Aber…

Ein Thema, welches um genau zu sein nichts mit den Kopfhörern zu tun hat, und deshalb auch seperat angesprochen werden sollte, muss ich hier trotzdem mit aufführen. Die App. Was ich vorhin bei der manuellen Bedienung angesprochen habe, findet sich hier ebenfalls wieder. Meines Erachtens sollte eine App für Kopfhörer (ausschließlich) 3 Dinge können.
-Den Klang verändern, sprich einen EQ besitzen.
-Die Tasten individuell belegen lassen.
-Meine Kopfhörer suchen, wenn ich sie verloren habe.

Nichts davon wird mit dieser App erfüllt, und ich frage mich, warum ich diese App überhaupt nutzen sollte. Ich habe keinerlei Vorteile oder zusätzliche Features, wenn ich die App öffne. (Man kann sich athmosphärische Sounds, wie Lagerfeuerknistern oder Waldrauschen, anhören… )

In diesem Bereich besteht definitiv Nachholbedarf.

Fazit

Die Bowers & Wilkins PI3 sind starke Kopfhörer, die mit ihrer eleganten Formgebung und hochwertigen Verarbeitung überzeugen. Kleine Mängel, wie das haptische Feedback der Knöpfe oder die App, können daran nichts ändern. Das Wichtigste, nämlich der Klang, ist genauso hochwertig, wie der Rest der Kopfhörer.  





Bowers & Wilkins Formation

Wir haben von Bowers & Wilkins einige Lautsprecher der neuen Formation Serie erhalten. Es handelt sich um ein Multiroom System, welches man flexibel miteinander kombinieren kann. Ich hatte in den letzten Wochen die Möglichkeit mir das System ausführlich anzuhören. Spannend war für mich vor allem der Vergleich mit meinen doch schon etwas älteren Bowers & Wilkins Lautsprechern an einem Pioneer Verstärker.

Die komplette Formation Serie

Bei meinem Test möchte ich vor allem auf den Klang eingehen, da das für mich das wichtigste ist. Vorweg möchte ich sagen das der Klang selbstverständlich immer subjektiv ist, trotzdem versuche ich neutral zu sein. Denn für eine gute Musikwiedergabe zählt für mich vor allem das der Klang sehr natürlich und nicht zu stark vom System verändert wird. Natürlich werde ich auch auf die Einrichtung und Anbindung eingehen.

Die unterschiedlichen Komponenten

Uns wurden folgende Geräte zur Verfügung gestellt:
2x Formaton Flex
1x Formation Wedge
1x Formation Bar
1x Formation Bass
1x Formation Audio

Formation Flex

Bei der Formation Flex handelt es sich um die kleinste und günstigste Box. Ideal geeignet um mehrere Räume zu beschallen oder als Surround Lautsprecher in Kombination mit einer Formation Bar. Das Design ist recht unauffällig aber trotzdem elegant. Oben befindet sich eine Glasplatte mit einem Touch Bedienfeld, welches bei Annäherung aufleuchtet. Im „Ruhezustand“ sieht man keine Bedienelemente. Der Korpus ist mit Lautsprecherstoff überzogen und man erkennt das Formation Design, unten befindet sich ein Metallfuß und eine Gummimatte welche für einen sicheren Stand sorgt. Trotz der kompakten Größe ist der Flex relativ schwer und hat einen unglaublichen Klang, dazu jedoch später mehr.

Formation Wedge

Der große Bruder der Flex ist die Wege. Ein größerer Lautsprecher, welcher vor allem für die Beschallung von größeren Räumen geeignet ist, oder man einfach einen volleren Klang möchte als mit der Flex. Man merkt klar das hier deutliche mehr Treiber vorhanden sind. Beeindruckt hat mich vor allem der Bass, man hat wirklich auch bei höhere Lautstärke einen unglaublich voluminösen Klang. Verarbeitet ist die Wedge sehr gut. Oben befinden sich wieder die Touch Bedienelemente, welche auch einen Annäherungssensor haben. Auf der Rückseite ist eine Holzabdeckung, die Front ist wieder im Formation Design mit Lautsprecherstoff bezogen. Das Design ist keinesfalls unauffällig, sondern eher ein Eyecatcher, welcher polarisiert. So habe ich im Bekanntenkreis sehr unterschiedliche Meinungen gehört.

Formation Bar

Die Formation Bar ist eine Soundbar welche man per optischem Kabel auch direkt an den TV anschließen kann. Natürlich ist es auch möglich die Bar per App anzusteuern und mit Audio zu füttern. Bei der Bar handelt es sich um meinen persönlichen Favorit, da ich es immer noch nicht glauben kann was aus dieser verhältnismäßig kleinen „Stange“ für ein Klang raus kommt. Sie ist durchgehend mit Stoff bezogen, an den seitlichen Enden befindet sich eine Abdeckung mit dem Logo, welche etwas wackelig war, jedoch ist das Kritik auf hohem Niveau. Auf der Oberseite befinden sich die Bedienelemente in Tastenform, diese lassen sich meist etwas schwer mit dem Fingernagel drücken. Habe jedoch die Lautstärke hier auch selten geregelt.

Vom Anschluss an den TV war ich etwas überrascht, ich hatte erwartet, dass man die Bar per HDMI ARC oder per durchschleifen anschließen kann, leider geht das ausschließlich per optischem Kabel. Auch eine Fernbedienung für die Bar gibt es nicht. In der Anleitung steht das die Bar über einen Infrarot Empfänger und Transmitter verfügt sodass man die TV Fernbedienung verwenden kann. Leider hat das bei mir alles nicht geklappt, da der TV eine statische Lautstärke an die Bar abgibt dadurch konnte ich die Lautstärke nur per App regeln. Das sehe ich ganz klar als Nachteil. Vielleicht wäre es auch mit etwas mehr Aufwand gegangen die Bar doch noch per TV Fernbedienung zu steuern, jedoch wollte ich nicht mein privates Setup komplett auseinander nehmen, da ich alles über einen AV Receiver laufen lasse.

Formation Bass

Der Subwoofer des Systems ist sehr chic und somit kann man ihn auch lässig im Raum platzieren ohne das er groß auffällt. Das Gewicht und die Leistung passt nur mit der Größe überhaupt nicht zusammen. Er wiegt sehr viel und es ist unglaublich wie stark die Bässe dieses Subwoofers sind. Der Vorteil ist das man ihn flexibel zu allen möglichen Boxen koppeln kann. Wenn man also zum Beispiel bei der Flex mehr Volumen möchte, kann man den Subwoofer auch wo anders platzieren um den Klang im Raum zu verbessern. Die Verarbeitung ist sehr gut. Es handelt sich um einen Röhre und an den Seiten sind die beiden Treiber, welche dann auch Schwingen. Man findet vorne lediglich die Formation Taste, welche zum koppeln dient. Die Einstellung der Lautstärke macht man anschließend über die App. Habe den Bass meistens um einiges leiser gedreht, da er wirklich sehr viel Leistung hat. Gerade bei Filmen ideal, für die Musik war er mir teilweise zu heftig, aber dazu später mehr beim Klangvergleich.

Formation Audio

Das Bindeglied des Multiroom Systems heißt Formation Audio und streamt Musik von einer kabelgebundenen Audioquelle zu den Formation Boxen. Genauso kann man es auch anders herum machen um zum Beispiel seine vorhandene Anlage Multiroom fähig zu machen. Für mich ist dieses Produkt am wenigsten interessant. Ich nutze als Abspielquelle ausschließlich Spotify und habe somit auch nicht die Notwendigkeit zum Beispiel einen Plattenspieler anzuschließen. Auch die vorhandene Anlage in das Multiroom einzubinden finde ich nicht so gut, da ich an einer HiFi Anlage eher aktiv Musik höre als mich passiv nebenbei beschallen zu lassen. Außerdem muss der Verstärker noch manuell eingeschalten werden, daher funktioniert das dann nicht so einfach wie mit echten Multiroom Boxen. Wer jedoch seine HiFi Anlage parallel zu den Formation Boxen laufen lassen möchte ist mit dem Formation Audio gut bedient, da hier alle Möglichkeiten offen sind. Zudem ist das Design sehr elegant und unauffällig.

Die Einrichtung

Alle Formation Produkte können per WLAN oder Ethernet an das Netzwerk angebunden werden. Was ich sehr angenehm empfunden habe war das sämtliche Produkte nur über ein Eurostecker direkt mit Strom versorgt werden, kein extra Netzteil das für Unordnung sorgt und bei Bedarf kann man die Kabel in unterschiedlichen Längen und Farben nachkaufen. Sobald man die Boxen mit dem Strom verbindet senden diese ein Signal aus, damit sie von der App gefunden werden. Das funktioniert meistens recht zuverlässig. Nur beim koppeln und zusammenführen von mehreren Formation Komponenten waren einige Neustarts der Produkte notwendig und hat ein paar Nerven gekostet.

Nachdem die Boxen erkannt wurden muss man diese noch mit dem WLAN verbinden. Ab da werden die Boxen in Spotify erkannt, auch die Widergabe mit AirPlay 2 ist möglich. Es kommt hier darauf an was man bevorzugt.

Ich hatte während der Testphase keine Verbindungsabbrüche. Habe sowohl per Spotify Connect als auch mit AirPlay 2 gearbeitet. Beides funktioniert wirklich sehr zuverlässig. Grundvoraussetzung hierbei ist natürlich eine gute WLAN Abdeckung. Alternativ kann man auch über Ethernet Kabel arbeiten, jedoch habe ich das nicht getestet. Im privaten Bereich denke ich ist WLAN einfach die flexiblere Lösung.

Die Lautsprecher lassen sich unterschiedlich zusammenschließen. So kann man das System beliebig erweitern. Gerade wenn man zu Anfang nicht so viel Geld ausgeben möchte ist das recht angenehm, das man jederzeit einen Subwoofer oder zweiten Lautsprecher hinzufügen kann. Der Hersteller unterscheidet hier zwischen Musik Konfigurationen und TV Konfigurationen.

Ich habe ein paar Koppelungen ausprobiert, bei der Menge an Möglichkeiten jedoch nicht alle. Das hätte den Zeitlichen Rahmen gesprengt und macht meiner Meinung auch nicht so viel Sinn zu testen. Beim koppeln hatte ich jedoch wie schon beschrieben ein paar Schwierigkeiten. Die App findet wieder einen Lautsprecher nicht und bis dieses neu gestartet ist, sind die anderen nicht mehr im Koppelungsmodus und man muss alle neu starten usw.. Das ganze kenne ich jedoch auch von anderen Systemen, daher hat der Hersteller vermutlich keine Schuld daran.

Der Klang

Das wohl wichtigste bei Lautsprechern ist der Klang. Allgemein kann ich zu allen Produkten sagen das sie wirklich einen sehr unverfälschten und guten Klang haben. Bei dem Preis sollte man das auch erwarten, nur bin ich auch von manchen Marktbegleitern schon enttäuscht worden, da mir die zu sehr „gesoundet“ sind. Natürlich möchte jeder Hersteller seine eigene Klangcharakteristik einbringen, nur zu sehr sollte man nicht eingreifen.

Generell kann man sagen das man bei Aktivboxen die perfekte Abstimmung von Verstärker und Treiber hat, das ist ein großer Vorteil gegenüber einer klassischen Anlage. Denn hier sind einfach viele Komponenten vorhanden die den Klang beeinflussen. Also nutzen einem die besten Boxen nichts, wenn der Verstärker nicht gut ist. Ebenso habe ich festgestellt, dass ein einmessen der Verstärker noch eine enorme Verbesserung bringt. Jedoch kann man bei Verstärkern auch viele Einstellmöglichkeiten haben um so auf sein persönliches Empfinden eingehen zu können. Man sieht also das es gar nicht so einfach ist Lautsprecher zu vergleichen.

Bei jedem der Formation Komponenten merkt man das sie sich individuell auf das Eingangssignal abstimmen. Macht man die Musik sehr laut, werden automatisch die Bässe reduziert um ein übersteuern zu verhindern. Man muss also der Box das vertrauen schenken das sie aus jedem Eingangssignal das bester herausholt. Und das machen die Boxen auch.

Formation Bar

Besonders beeindruckt bin ich von der Formation Bar, welche ich im Vergleich zu einem Stereopaar von meinen Bowers & Wilkins DM 603 gehört habe. Der Größenunterschied von den beiden Boxen zu der Verhältnismäßig kleinen Bar ist enorm. Ich dachte mir das die Bar verlieren wird aber da habe ich mich getäuscht. Der Klang der Bar ist dermaßen räumlich das man denken könnte man hat ein Stereopaar vor sich stehen. Einiger meiner Bekannten dachten auch das die „großen“ Boxen an sind und nicht die Soundbar. Getestet habe ich lange ohne Subwoofer und Flex als Rearboxen. Egal welches Genre, die Bar kommt damit zurecht. Was mir ebenfalls aufgefallen ist, das sie auch bei leisen und sehr dynamischen Stücken wunderbar funktioniert. Einige Lautsprecher benötigen eine gewisse Lautstärke um einen guten Klang zu haben, aber Bar und eigentlich alle Formation Komponenten sind ebenso gute Laut- wie Leisesprecher.

Formation Wedge

Die Wedge habe ich mir auch im Vergleich zu den anderen Komponenten angehört. Es handelt sich um eine größere Box mit mehreren Treibern und einem integrierten Subwoofer. Dadurch entsteht ein sehr voller und Raumfüllender Klang. Die Box klingt auch deutlich „breiter“ als sie ist. Man hat auch ein Stereogefühl wenn man vor ihr sitzt. Natürlich nicht so stark wie bei der Bar, jedoch definitiv ausreicht wenn man wenig Platz hat und trotzdem einen sehr guten Klang haben möchte. Auch bei der Lautstärke braucht sich die Wedge keinesfalls verstecken, sie kann man wirklich sehr laut stellen und auch die Bässe bleiben lange im vollem Umfang erhalten. Bei zu hoher Lautstärke regelt sie natürlich wieder etwas die Tiefen runter um ein übersteuern zu verhindern. Die Wedge ist die perfekte Anschlussklasse zwischen Passivbeschallung für nebenbei und bewusstem Musikhören mit einer kompakten Box.

Formation Flex

Der Flex ist das Einstiegsmodell in die Formation Serie. Habe auch schon gelesen das sie mit den Amazon Echos verglichen wird, jedoch finde ich das die Flex nochmal um einiges besser abschneidet. Der Klang ist für die Größe wieder mal beeindruckend gut. Größenbedingt natürlich nicht ganz so Voluminös und Raumfüllend. Aber für mein 25qm Büro hat auch sie den Raum ausreichen gefüllt um „nebenbei“ Musik zu hören. Interessant wird es wenn man zwei Flex miteinander kombiniert und dadurch ein echtes Stereopaar erhält. Es wird alles um einiges räumlicher und die „Bühne“ ist bei Musikstücken deutlich vorhanden. Bei höherer Lautstärke fehlt jedoch das Volumen. Das könnte man dann optional mit dem Formation Bass ergänzen. Ich tue mich sehr schwer zu entscheiden ob ich eine Wedge oder zwei Flex lieber nutzen würde, denke jedoch das ich eher zu zwei Flex tendieren würde, da man, wie der Name sagt, einfach flexibler ist. Es kommt natürlich auf die persönlichen Vorlieben und die räumlichen Anforderungen an.

Formation Flex Photography

Formation Bass

Den Bass habe ich in verschiedenen Kombinationen getestet. Zum Musik hören ist er mir generell zu Laut. Im HiFi Bereich hört man generell eher ohne Subwoofer Musik und benötigt diesen bei entsprechenden Boxen auch nur im Heimkino. Bei der Formation Flex kann man eventuell darüber nachdenken ihn bei der Musik mit einzubringen, bei allen weiteren Komponenten ist er für die Musik meiner Meinung nach zu intensiv. Im Heimkino bei Filmen wird es jedoch interessanter, gerade bei dynamischen Filmen mit vielen Effekten haut der Bass nochmal eine ordentliche Portion Druck mit drauf. Beeindruckend ist das er nicht mal so groß ist und so einen starke Leistung hat, durch das Hohe Gewicht von 12,5 kg hat er genug Masse was den tiefen intensiven Klang erklärt.

Koppelung der Lautsprecher im 5.1 Setup

Da sich die Lautsprecher wie oben beschrieben beliebig Kopplen lassen habe ich auch ein 5.1 Setup intensiv getestet. Vorne die Bar, die beiden Flex als Rear Lautsprecher und der Bass als Subwoofer.

Hier muss ich zugeben kommt die Anlage nicht an ein „echtes“ 5.a Setup heran. Problem ist hauptsächlich das die beiden hinteren Lautsprecher viel weiter auseinander Stehen als die Bar breit ist. Dadurch enttarnt sich die Bar als kein echtes Stereopaar. Es entsteht wie ein Dreieck. Interessanterweise ist mir das bei der Bar alleine im vergleich zu meinen Stereoboxen nicht so stark aufgefallen.

Formation Bar und Bass im Heimkino Setup

Wenn jemand überwiegend Filme schaut ist es trotzdem ein gutes Setup, da bei den meisten Filmen nur Geräusche und Musik auch auf die hinteren Boxen abgemischt wird. Und durch die kabellose Verbindung muss man nicht Kabel durch das ganze Wohnzimmer ziehen. Wer also überwiegend Filme schaut und „echtes“ 5.1 möchte kommt auch mit der Bar und den beiden Flex sehr gut zurecht. Der Subwoofer ergänz hier das System schön in den Tiefen und gerade bei Soundeffekten kommt dieser richtig gut zur Geltung.

Bei der Musik muss ich ganz klar sagen habe ich das Setup nicht gemocht, die beiden Flex musste ich auch in der App um einiges Leiser stellen. Da man ja doch näher an diesen sitzt wie an der Bar. Bei meinen Boxen wird die Lautstärkekorrektur durch eine Messung angeglichen, bei der Wedge Serie stellt man nur den Abstand ein, was mir jedoch nicht zuverlässig genug war und man musste eben manuell eingreifen. Finde ich auch gut, das einem die App hier die Möglichkeit gibt. Beim Musikhören habe ich mich einfach nicht damit anfreunden können und habe lieber ausschließlich über die Bar gehört.

Fazit

Abschließend kann ich sagen das mir die B&W Formation Serie durch und durch gefallen hat. Man merkt klar das die HighEnd Schiene gefahren wird. Die einfache Anbindung des Systems per WLAN und App sind sehr angenehm in der Bedienung. Es ist im Alltag sehr angenehm einfach per App Musik zu starten ohne erst einen Verstärker etc anschalten und einstellen zu müssen. Gerade weil mir aufgefallen ist das der Klang mit einer (etwas älteren) HighEnd Anlage mit AV Receifer locker mithalten kann und in machen Stellen sogar übertreffen kann.

Für Musikliebhaber sind Aktivboxen jedoch immer ein zweischneidiges Schwert. Vorteil ist ganz klar das die Box mit integriertem Verstärker die Audiodatei selbst angleichen kann. Dadurch ist eine sehr gute Abstimmung von Verstärker und Treiber vorhanden. Nachteil ist das man in das System nicht mehr eingreifen kann, die Einstellmöglichkeiten wie bei einem Verstärker gibt es hier einfach nicht. Man muss sich also darauf verlassen können was das System macht und das einem dieser Klang gefällt. Wer jedoch die Einfache Handhabung und Bedienung nicht missen möchte und trotzdem ein sehr gutes und vor allem ausgewogenes Klangbild möchte ist mit der Formation Serie sehr gut bedient.

Lenovo V14 Review

Diesmal im Test das Lenovo V14, hierbei handelt es sich um ein günstiges Einstiegsmodell von Lenovo (VK um 280 €). Das Notebook wurde mir wieder von ok2.de zur Verfügung gestellt.

Die wichtigsten Eckdaten:

AMD 3020e Processor(3020e) / 8GB DDR4 Ram / Free-DOS / 256GB PCIe NVMe SSD / Network: Lenovo AC Wireless (2×2) + BT

Größe und Gewicht: 327 x 241 x 19.9 mm, 1,6 kg

inklusive 1 Jahr Garantie

Das Gerät:

„Lenovo V14 Review“ weiterlesen

ThinkPad X13 Yoga Gen 1 Testbericht

ThinkPad X13 Yoga Gen 1 20SX001GGE

  • Core i5-10210U
  • 16 GB RAM
  • 512 GB SSD
  • 13,3″ Low Power Full HD-IPS-Display, 400 cd/m², 1500:1 Kontrast, 72% Color Gamut mit Multitouch und Wacom AES-Digitizer
  • Intel UHD Graphics
  • Intel Wi-Fi 6 AX 201, Bluetooth 5
  • 2x USB 3.2 Gen 1 Typ A, 1x USB 3.2 Gen 1 Typ C, 1x Thunderbolt 3, HDMI 1.4b, CS18 Side Docking Port, 3,5 mm-Klinkenbuchse, MicroSD-Kartenleser, Smartcard-Leser
  • Fingerabdruckleser und Windows Hello-fähige IR-Webcam
  • 6-reihige Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung; TrackPoint und Touchpad
  • Integrierter 50 Wh-Akku
  • 310.4mm x 219mm x 15.95mm, 1.25 kg lt. Lenovo

Einleitung

Ursprünglich gab es in der ThinkPad Yoga-Serie Geräte mit 12,5″-Display, 14″-Display und zeitweise sogar 15″-Display. Mit dem Yoga 370 hat Lenovo jedoch erstmals mit dieser Tradition gebrochen und ein Convertible mit 13,3″-Display herausgebracht. Dieses war interessanterweise nur wenige Millimeter größer als der direkte Vorgänger Yoga 260 mit 12,5″-Display.

Das X13 Yoga Gen 1 ist nach Yoga 370, X380 Yoga und X390 Yoga inzwischen bereits das vierte 13,3″-ThinkPad Yoga. Neben neuen Comet Lake-CPUs bringt es in einigen Varianten auch deutlich bessere Displays als in den Vorgängermodellen mit sich. Hinzu kommen einige Detailverbesserungen, auf die ich im Testbericht näher eingehen werde. Andererseits zeigt ein Blick in das Datenblatt, dass an einigen Stellen wie beispielsweise bei der RAM-Ausstattung leider weiterhin Stillstand herrscht.

Aus dem eigenen Lager erhält das X13 Yoga Gen 1 Konkurrenz durch das günstigere L13 Yoga Gen 1 sowie das höherpreisige X1 Yoga Gen 5. Letzteres verfügt zwar über ein 14″-Display. Es ist aber nur wenig größer und schwerer, sodass das Gerät ebenfalls eine interessante Alternative darstellen könnte. Vergleichbare Business-Geräte anderer Hersteller sind beispielsweise das Dell Latitude 7310 oder das HP EliteBook x360 1030 G4.

Persönlich setze ich bereits einige Jahre lang auf ThinkPad Yoga-Modelle, da ich die Möglichkeit zur handschriftlichen Eingabe sehr schätze. Eingestiegen bin ich mit einem Yoga 260, welches inzwischen durch ein X380 Yoga abgelöst wurde. An einigen Stellen werde ich daher den direkten Vergleich zu diesem Gerät ziehen.

Gehäuse

Im Gegensatz zum Vorgängermodell X390 Yoga, welches außerhalb der EMEA-Region auch in einer silbernen Variante erhältlich war, wagt Lenovo beim X13 Yoga Gen 1 farblich (noch) keine Experimente: Aktuell ist ausschließlich die im Test befindliche schwarze Variante erhältlich.

Optisch gefällt mir das zur Vorderkante keilförmig zulaufende Gehäuse grundsätzlich sehr gut. Allerdings fällt gerade der untere der vier Displayränder aus meiner Sicht unnötig groß aus, sodass ein Verhältnis von Displayfläche zu Gesamtfläche von rund 72% erreicht wird. Bei Verwendung eines 16:10-Displays hätte hier sicherlich ein besseres Verhältnis erzielt werden können.

Display Cover und Base Cover bestehen den Spezifikationen zufolge aus einem Verbundwerkstoff aus Polyamid in Verbindung mit Glas- und Kohlenstofffasern. Laut Aufdruck auf dem Base Cover bestehen Teile des Gehäuses jedoch auch aus Magnesium beziehungsweise einer entsprechenden Legierung, da von einem „Magnesium Chassis“ gesprochen wird.

Alle Oberflächen des Geräts fühlen sich hochwertig an. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass das Display Cover sehr empfindlich für Fingerabdrücke und andere Verschmutzungen ist. Bei der Handballenauflage ist dies glücklicherweise nicht der Fall.

In Sachen Stabilität hat mich das X13 Yoga Gen 1 grundsätzlich überzeugt. Die Handballenauflage lässt sich nicht mit vertretbarem Kraftaufwand eindrücken und die Verwindungssteifigkeit der Base kann ebenfalls überzeugen. Einzig der Displaydeckel ist in dieser Hinsicht etwas flexibler.

Scharniere

Die breiten Scharniere des X13 Yoga Gen 1 ermöglichen es, dass das Display um 360 Grad umgeklappt werden kann. Im Gegenzug wippen die Scharniere gefühlt etwas stärker nach als bei herkömmlichen ThinkPads. Nachdem ich das von meinem X380 Yoga kenne, hat mich das jedoch nicht übermäßig gestört.

Ein einhändiges Aufklappen des Geräts ist nicht möglich.

Gewicht

Das X13 Yoga Gen 1 bringt es laut Platform Specifications auf ein Gewicht von mindestens 1,25 kg. Das Testgerät ist mit rund 1,23 kg sogar minimal leichter.

Im Vergleich zum Vorgängermodell X390 Yoga (ab 1,29 kg) ist das Gewicht somit nur minimal gesunken. Eine größere Differenz von rund 200 g ergibt sich hingegen im Vergleich zum günstigeren L13 Yoga Gen 1, welches mindestens 1,43 kg wiegt.

Beim Vergleich mit dem X1 Yoga Gen 5 hängt die Gewichtsdifferenz hingegen davon ab, ob dieses über das „Privacy Guard“-Display verfügt. In dieser Variante bringt es das Gerät nämlich auf ein Gewicht von mindestens 1,47 kg, sodass sich wiederum eine Differenz von rund 200 g zum X13 Yoga Gen 1 ergibt. Die anderen Varianten des X1 Yoga Gen 5 wiegen hingegen nur mindestens 1,36 kg, sodass die Differenz auf rund 100 g schrumpft.

Das mit dem X13 Yoga Gen 1 mitgelieferte 65 W USB-C-Netzteil wiegt rund 350 Gramm.

Abmessungen

Das X13 Yoga Gen 1 besitzt eine Breite von 310,4 mm, eine Tiefe von 219 mm sowie eine Dicke von 15,95 mm.

Nachdem das Gehäuse nahezu identisch zum X390 Yoga ist, überrascht es nicht, dass die Abmessungen im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls identisch sind.

Auch das L13 Yoga Gen 1 ist mit einer Breite von 311,5 mm und einer Tiefe von 219 mm nahezu gleich groß. Der einzige erwähnenswerte Unterschied besteht in der Dicke, welche mit 17,6 mm etwas höher ist.

Das X1 Yoga Gen 5 ist mit 323 mm natürlich etwas breiter, verfügt aber auch über ein größeres Display. Die Tiefe unterscheidet sich mit 218 mm hingegen kaum. Auch die Dicke ist mit 15,95 mm in der Variante mit Privacy Guard-Display bzw. 15,5 mm in den anderen Varianten nahezu identisch.

Schnittstellen

Das X13 Yoga Gen 1 verfügt über die folgenden Schnittstellen:

  • 2x USB 3.2 Gen 1 Typ A (einer davon mit Always On-Funktion)
  • 1x USB 3.2 Gen 1 Typ C (mit Power Delivery und DisplayPort-Unterstützung),
  • 1x Thunderbolt 3
  • HDMI 1.4b
  • Schacht für einen nanoSIM-Karte (nur bei Modellen mit WWAN-Modul)
  • 3,5 mm-Klinkenbuchse
  • Smartcard-Leser (optional)
  • microSD-Kartenleser
  • CS18 Side Docking Port
  • Öffnung für ein Kensington-Schloss

Die Lüftungsschlitze befinden sich auf der Hinterseite des Geräts, sodass die Anschlüsse recht gleichmäßig zwischen den beiden Seiten verteilt sind.

Links befinden sich der USB Typ C-Anschluss, der CS18 Side Docking Port, welcher den Thunderbolt 3-Anschluss beinhaltet, der USB Typ A-Anschluss mit Always On-Funktion, die 3,5 mm-Klinkenbuchse sowie der optionale Smartcard-Leser:

Anschlüsse auf der linken Seite des Geräts

Rechts sind der Ein- und Ausschalter, der microSD-Kartenleser, der zweite USB Typ A-Anschluss, der HDMI-Ausgang sowie die Öffnung für ein Kensington-Schloss angeordnet:

Anschlüsse auf der rechten Seite des Geräts

Schade ist, dass es keinen Lautstärkeregler gibt, der das schnelle Ändern der Lautstärke im Tabletmodus gibt. Dieser war letztmalig beim Yoga 260 verbaut und aus meiner Sicht sehr praktisch.

Vermisst habe ich zudem einen weiteren USB-C-Anschluss auf der rechten Seite des Geräts, um das Ladekabel auf beiden Seiten des Geräts einstecken zu können.

Nachdem es sich beim HDMI-Ausgang nicht um einen HDMI 2.0-Ausgang handelt, ist es nicht möglich, 4K-Monitore über diesen mit 60 Hz zu betreiben, wenn kein Chroma Subsampling genutzt wird. Verifiziert habe ich das mit einem 4K-HDMI-Emulator, da ich selbst (noch) keinen 4K-Monitor bzw. -Fernseher besitze. Bei Auswahl von 3840×2160 als Auflösung ist die Bildwiederholrate auf 30 Hz beschränkt, bei Auswahl von 4096×2160 sinkt sie auf maximal 24 Hz.

Darüber hinaus können externe Monitore auch über den USB-C-Anschluss oder den Thunderbolt 3-Anschluss verbunden werden. Hierbei beträgt die maximale Auflösung laut Lenovo jeweils 4096×2304@60Hz.

Funkmodule

Das Testgerät ist mit einem Intel Wi-Fi 6 AX201-Modul ausgestattet, welches neben WLAN auch Bluetooth 5 unterstützt. Nachdem ich leider noch keinen Wi-Fi 6 Access Point besitze, konnte ich die maximal erzielbare Übertragungsrate bislang nicht ausreizen.

Optional ist das X13 Yoga Gen 1 auch mit einem LTE-Modul erhältlich. Dabei gilt es zu beachten, dass Geräte, welche ab Werk nicht mit einem LTE-Modul ausgestattet sind, nicht nachträglich aufgerüstet werden können.

Zur Wahl steht neben dem Fibocom L850-GL, welches bereits in den Vorgängermodellen erhältlich war, auch das L860-GL. Letzteres unterstützt nicht nur deutlich höhere Geschwindigkeiten (bis zu 1 Gbit/s im Downlink und 75 Mbit/s im Uplink), sondern unterstützt auch eine deutlich größere Anzahl an Frequenzbändern. Darüber hinaus verfügt es über einen Empfänger für die Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS, Galileo und Beidou.

Biometrische Geräte

Das X13 Yoga Gen 1 verfügt über einen Windows Hello-fähigen Fingerabdruckleser, welcher rechts neben dem Touchpad angeordnet ist. Im Test hat dieser grundsätzlich sehr gut funktioniert. Etwas schade ist aus meiner Sicht allerdings, dass es im Gegensatz zum X380 Yoga keine LED mehr gibt, die den aktuellen Zustand des Fingerabdrucklesers anzeigt.

Im Testmodell ist darüber hinaus auch eine Windows Hello-fähige IR-Kamera in Verbindung mit einer 720p-Webcam verbaut. Alternativ ist das X13 Yoga Gen 1 aber auch mit einer „einfachen“ Webcam erhältlich.

In beiden Varianten ist eine „ThinkShutter“-Blende verbaut, welche das Abdecken der Webcam ermöglicht, sodass auf entsprechende Aufkleber, Klebebandstreifen o.ä. verzichtet werden kann. In der Variante mit IR-Sensor wird dieser von der Blende aber nicht abgedeckt.

Bereits im Test des L14 Gen 1 (Intel) habe ich die Gesichtserkennung versuchsweise eingerichtet, aber bereits nach wenigen Tagen wieder deaktiviert. Beim X13 Yoga Gen 1 ging es mir ähnlich, da es eine Reihe von Schwächen in Sachen Usability gibt, die in Windows bislang noch nicht ausgeräumt wurden.

Eingabegeräte

Tastatur

Das Testgerät besitzt eine sechsreihige Tastatur mit deutschem Tastaturlayout (d.h. großer Enter-Taste) und 84 Tasten.

Die F-Tasten sind wie üblich standardmäßig mit den Alternativfunktionen (Lautstärkeregelung, Helligkeitsregelung etc.) belegt, können aber mithilfe der Tastenkombination Fn + Esc, über das UEFI-Menü oder die Lenovo Vantage-App auf F1 – F12 als Primärbelegung umgestellt werden.

Im Unterschied zu größeren ThinkPads haben nicht alle Tasten der Tastatur dieselbe Größe. Stattdessen fallen einige Tasten im rechten Bereich der Tastatur etwas kleiner aus. Hinzu kommt, dass es anstelle von zwei separaten Tasten für Ende und Einfügen nur eine kombinierte Ende-Einfügen-Taste gibt. Wer nicht ohnehin bereits ein ThinkPad mit verkleinerter Tastatur nutzt, muss sich hier also auf eine anfängliche Eingewöhnungsphase einstellen.

Alle Varianten des X13 Yoga Gen 1 verfügen über eine zweistufige Hintergrundbeleuchtung der Tastatur, welche das Schreiben in dunkleren Umgebungen insbesondere dann deutlich angenehmer gestaltet, wenn man das Zehn-Finger-System nicht beherrscht oder häufig auf bestimmte Sondertasten angewiesen ist. Ähnlich wie bereits das Vorgängermodell X390 Yoga verfügt auch das X13 Yoga Gen 1 nicht über einen Helligkeitssensor. Folglich gibt es keine Möglichkeit, die Helligkeit der Tastaturbeleuchtung – oder auch die Displayhelligkeit – automatisch an die Umgebungshelligkeit anzupassen. Das ist durchaus schade, denn beim X380 Yoga war ein solcher Sensor noch vorhanden.

Bereits mit dem X390 Yoga wurde die von den Vorgängermodellen bekannte „Lift ’n‘ lock“-Tastatur entfernt. Auch beim X13 Yoga Gen 1 ist diese nicht vorhanden, sodass sich die Tasten beim Halten des Geräts im Tablet-Modus bewegen können. Das ist sicherlich gewöhnungsbedürftig.

Obwohl der Hub der Tastatur im Vergleich zu älteren ThinkPads geringer ausfällt, hat mir die Tastatur in Sachen Tippgefühl sehr gut gefallen.

TrackPoint und Touchpad

TrackPoint und Touchpad des Testgeräts stammen von Synaptics.

Persönlich bin ich überzeugter TrackPoint-Nutzer und habe mit dem TrackPoint im X13 Yoga Gen 1 sehr gute Erfahrungen gemacht. Etwas gewöhnungsbedürftig war lediglich der sehr geringe Hub der TrackPoint-Tasten.

Beim Touchpad handelt es sich um ein „Precision Touchpad“, sodass die Eingaben nicht vom Treiber selbst, sondern von Windows verarbeitet werden. Hieraus resultiert, dass es zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten zu Mehrfingergesten etc. gibt:

Nachdem ich die Cursorgeschwindigkeit etwas erhöht habe, hat mir das Touchpad grundsätzlich gut gefallen. Etwas ärgerlich ist aber, dass es keine Möglichkeit zu geben scheint, die Scrollgeschwindigkeit separat von der Scrollgeschwindigkeit für den TrackPoint einzustellen. An aktuelle MacBooks, welche oftmals als Maßstab in diesem Bereich angesehen werden, reicht das Touchpad meiner Ansicht nach zudem nicht ganz heran.

Display

Das X13 Yoga ist mit vier verschiedenen Displayoptionen erhältlich. Alle Displays haben eine Diagonale von 13,3″, nutzen das 16:9-Seitenverhältnis und verfügen über Multitouch, eine schmutzabweisende Beschichtung sowie eine Antireflexbeschichtung.

Erwähnenswert ist zudem, dass im Kleingedruckten der Platform Specifications vermerkt ist, dass die Multitouch-Funktion dazu führen kann, dass die Helligkeit um bis zu 10% geringer ausfällt.

Daher habe ich in der nachfolgenden Tabelle, welche alle verfügbaren Displayoptionen auflistet, jeweils auch die um diesen Prozentsatz reduzierte Helligkeit angegeben.

AuflösungTypHelligkeit (nominal)Helligkeit
(real)
KontrastFarbraumabdeckungBesonderheiten
1920×1080IPS300 cd/m²270 cd/m²800:172% NTSC
1920×1080IPS400 cd/m²360 cd/m²1500:172% NTSCLow Power
1920×1080IPS500 cd/m²450 cd/m²1000:172% NTSCintegrierter Sichtschutzfilter (ThinkPad Privacy Guard)
3840×2160OLED400 cd/m²360 cd/m²100000:1100% DCI-P3

Im Testgerät ist ein Innolux N133HCG-GR3 verbaut. Hierbei handelt es sich um ein 400 cd/m² helles Low Power-IPS-Display. Die Angaben auf panelook.com stimmen im Wesentlichen mit den Lenovo-Spezifikationen überein.

In der Bildschirmmitte habe ich mit meinem X-Rite i1Display Pro bei maximaler Helligkeitsstufe eine Helligkeit von 392,6 cd/m² gemessen. Das Kontrastverhältnis liegt mit 1868:1 im Durchschnitt der Helligkeitsstufen zwischen 10% und 100% etwas über den Werksangaben. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, steigt die Helligkeit exponentiell mit den Helligkeitsstufen.

Displayhelligkeit und -kontrast bei unterschiedlichen Helligkeitsstufen

Bei einem Blick auf die Ausleuchtung des Displays zeigt sich, was Lenovo mit der um bis zu 10% reduzierten Displayhelligkeit durch die Multitouch-Funktion meint. In einigen Bereichen des Displays liegt die maximale Helligkeit sogar noch knapp unter den 360 cd/m², die man angesichts dieser Angaben noch erwarten darf. Nichtsdestotrotz ergibt sich aus diesen Werten noch eine gute Ausleuchtung von rund 91 %. Auch subjektiv wirkt die Ausleuchtung des Displays gleichmäßig.

Ausleuchtung (Bildquelle: https://psrefstuff.lenovo.com/syspool//Sys/Image/ThinkPad/ThinkPad_X13_Yoga_Gen_1/ThinkPad_X13_Yoga_Gen_1_CT2_02.png)

Wie die Spezifikationen bereits vermuten lassen, fällt die Farbraumabdeckung des Display recht gut aus. Der kleinere sRGB-Farbraum wird mit rund 99% fast vollständig abgedeckt. Somit eignet sich das Display durchaus für Hobbyfotograf*innen zur schnellen Bildbearbeitung unterwegs, wenn kein externer Monitor in Reichweite ist.

Abdeckung des sRGB-Farbraums (99%)

Die größeren Adobe RGB- und DCI-P3-Farbräume werden hingegen nur zu rund 72% bzw. 69% abgedeckt, sodass professionelle Ansprüche nicht befriedigt werden. Hierfür dürfte das ebenfalls erhältliche 4K-OLED-Display, welches den DCI-P3-Farbraum laut Lenovo zu 100% abdeckt, die bessere Wahl sein.

Abdeckung des Adobe RGB-Farbraums (72%)
Abdeckung des DCI-P3-Farbraums (69%)

Zusammenfassend macht das verbaute Low Power-IPS-Display subjektiv einen sehr guten Eindruck, der durch die Messwerte größtenteils bestätigt wird.

Allerdings stört mich etwas, wie Lenovo mit den Angaben zur maximalen Displayhelligkeit umgeht. Auf der Produktseite sowie bei den meisten Händlern wird die Displayhelligkeit abhängig vom verbauten Display mit 300 cd/m², 400 cd/m² bzw. 500 cd/m² angegeben. Dass die maximale Helligkeit um bis zu 10% geringer ausfallen kann, erfährt man erst nach einem Blick in die Platform Specifications, welche vermutlich nur wenigen Kund*innen bekannt sind. Ehrlicher würde ich es daher finden, wenn Lenovo stattdessen direkt mit 270 cd/m², 360 cd/m² bzw. 450 cd/m² werben würde, um keine falschen Erwartungen zu wecken.

Schade ist zudem, dass Lenovo bei den aktuellen ThinkPad-Convertibles (X1 Yoga Gen 5, X13 Yoga Gen 1, L13 Yoga Gen 1) weiterhin am 16:9-Seitenverhältnis festhält. Gerade für ein Convertible, welches ich häufig für handschriftliche Notizen im Hochformat nutze, hätte mir ein 3:2-Display deutlich besser gefallen. Selbst ein 16:10-Display wäre schon eine Verbesserung gewesen.

Touchscreen und Stifteingabe

Mit der Multitouch-Funktion des Displays war ich – abgesehen von einigen grundsätzlichen Schwächen von Windows 10 im Vergleich zu reinen Tablet-Betriebssystemen wie beispielsweise iPad OS – sehr zufrieden.

Die Möglichkeit zur Nutzung Wacom AES-basierter Stifte, welche das X13 Yoga Gen 1 ebenfalls bietet, konnte ich hingegen nur bedingt testen. Grund dafür ist, dass das Testgerät anscheinend einen Defekt aufweist. Es ist kaum möglich, gerade Linien mit dem Stift zu zeichnen, da diese immer entsprechende „Wellen“ beinhalten. Dies führt auch dazu, dass handschriftliche Notizen verzerrt und dadurch schwer lesbar werden.

Zur detaillierteren Veranschaulichung des Problems habe ich einen etwas längeren handschriftlichen Text in OneNote geschrieben. Den PDF-Export könnt ihr hier abrufen, um euch selbst einen Eindruck zu machen:

CPU

Das X13 Yoga Gen 1 ist mit Intel Comet Lake-Prozessoren mit einer TDP von 15 W ausgestattet:

BezeichnungBasistaktMaximaler Turbo-TaktCache
i5-10210U1,6 GHz4,2 GHz6 MB
i5-10310U1,7 GHz4,4 GHz6 MB
i5-10510U1,8 GHz4,9 GHz8 MB
i5-10610U1,8 GHz4,9 GHz8 MB

Alle erhältlichen Prozessoren verfügen über vier Kerne und acht Threads. Die Hexacore-CPUs i7-10710U und i7-10710U sind im X13 Yoga Gen 1 also ebensowenig erhältlich wie der Dualcore i3-10110U.

Um die CPU-Leistung des Testgeräts zu prüfen, habe ich eine Cinebench R20-Schleife mit zehn Durchläufen durchgeführt. Das Ergebnis ist im folgenden Diagramm zu sehen:

Cinebench R20-Ergebnisse

Ähnlich wie bereits beim L14 Gen 1 (Intel) ist die Leistung stark abhängig davon, welcher Leistungsmodus ausgewählt wurde.

Im Modus „Mehr Akkueffizienz“ läuft das Gerät mit angezogener Handbremse und erreicht im Mittel lediglich rund 650 Punkte. Wählt man stattdessen den Modus „Bessere Leistung“, werden im Mittel rund 1140 Punkte erreicht. Auch hier bleibt die Leistung bei längerer Belastung recht konstant.

Erst im Modus „Beste Leistung“ kann das maximale Potential der CPU mit rund 1460 Punkten im ersten Durchlauf erzielt werden. In den darauffolgenden Durchläufen fällt die Leistung jedoch deutlich ab und liegt ab dem vierten Durchlauf mit 1210 Punkten im Mittel nur noch marginal über den Werten, welche im Modus „Bessere Leistung“ erzielt werden.

Interessant ist auch der Vergleich mit anderen Geräten wie dem kürzlich von mir getesteten L14 Gen 1 (Intel) oder meinem privaten X380 Yoga, wenn sich alle Geräte im Modus „Beste Leistung“ befinden:

Cinebench R20-Ergebnisse im Vergleich zu L14 Gen 1 Intel und X380 Yoga

Das L14 Gen 1 (Intel) erzielt zwar in den ersten Durchläufen eine geringere Punktzahl als das X13 Yoga Gen 1 (Intel), die Dauerleistung fällt aber etwas höher aus. Das X380 Yoga hingegen hat im Vergleich zu seinem Nachfolger keine Chance: bereits im ersten Durchlauf wird eine geringere Punktzahl erzielt und die Dauerleistung fällt noch deutlicher ab.

Neben den vielen Cinebench R20-Durchläufen habe ich mit dem X13 Yoga Gen 1 eine Reihe von weiteren Benchmark-Tests im Modus „Beste Leistung“ durchgeführt:

Geekbench 4 Single-Core Score4628
Geekbench 4 Multi-Core Score12969
Geekbench 5 Single-Core Score1015
Geekbench 5 Multi-Core Score3059

Alle bisherigen Benchmark-Tests habe ich mit UEFI-Version 1.23 / Embedded Controller-Version 1.08 durchgeführt. Nach einem Update auf Version 1.25/1.09 zeigte sich jedoch ein sehr ähnliches Bild, sodass die Unterschiede hier marginal sein dürften.

RAM

Das Testgerät verfügt über 16 GB DDR4-RAM, welcher auf dem Mainboard aufgelötet ist und somit nicht aufrüstbar ist. Alternativ gibt es auch Varianten mit lediglich 8 GB RAM, von diesen kann aber nur abgeraten werden.

Auch wenn es sich beim Arbeitsspeicher laut Lenovo um DDR4-3200-RAM handelt, läuft dieser lediglich mit 2666 MHz, da die CPU für DDR4-RAM keinen höheren Speichertakt unterstützt.

Insgesamt folgt das X13 Yoga in Sachen RAM-Ausstattung der Tradition der Vorgängermodelle X390 Yoga und X380 Yoga, welche ebenfalls über maximal 16 GB aufgelöteten RAM verfügten. Angesichts dessen, dass die Clamshell-Variante des X13 mit bis zu 32 GB RAM erhältlich ist, ist diese Limitierung jedoch nicht wirklich nachvollziehbar. Für mich ist das jedenfalls ein wesentlicher Grund, bei meinem X380 Yoga zu bleiben, bis ein Nachfolger mit mindestens 32 GB RAM auf den Markt kommt.

Grafik

Das X13 Yoga Gen 1 ist mit einer im Prozessor integrierten Intel UHD Graphics ausgestattet. Hierbei handelt es sich im Grunde um eine umbenannte UHD Graphics 620, welche bereits beim X380 Yoga zum Einsatz kam. Diese wiederum war lediglich eine Umbenennung der HD Graphics 620, welche im Yoga 370 genutzt wurde. In Sachen Grafikleistung gab es in den letzten Jahren folglich nur einen sehr geringen Fortschritt. Wer hierauf also besonderen Wert legt, muss entweder über Thunderbolt 3 eine eGPU anschließen oder aber zu einem anderen Gerät greifen.

Im Vergleich zum kürzlich von mir getesteten L14 Gen 1 (Intel) fallen die Werte der GPU-bezogenen 3DMark-Tests zumeist etwas höher aus. Dies dürfte vermutlich primär darauf zurückzuführen sein, dass der verlötete Arbeitsspeicher im Dual Channel-Modus läuft, während das L14 Gen 1 lediglich mit einem einzelnen Speichermodul ausgestattet war.

Im Gegenzug fallen die Werte der meisten CPU-bezogenen Tests aufgrund der geringeren Dauerleistung etwas geringer aus.

3DMark Fire Strike1152
3DMark Fire Strike
Graphics score
1270
3DMark Fire Strike
Physics score
7791
3DMark Fire Strike
Combined score
388
3DMark Night Raid5502
3DMark Night Raid
Graphics score
5711
3DMark Night Raid
CPU score
4561
3DMark Sky Diver4458
3DMark Sky Diver
Graphics score
4176
3DMark Sky Diver
Physics score
6962
3DMark Sky Diver
Combined score
4323
3DMark Time Spy452
3DMark Time Spy
Graphics score
395
3DMark Time Spy
CPU score
2681
3DMark-Ergebnisse der Intel UHD Graphics

Spieletauglich ist die Intel UHD Graphics auch mit Dualchannel-Arbeitsspeicher nicht. Selbst ältere beziehungsweise wenig anspruchsvolle Spiele können nur bei reduzierter Auflösung und niedriger Detailstufe halbwegs flüssig gespielt werden:

SpielAuflösungQualitätsstufeMittlere Framerate
Battlefield 4
Operation Metro 2014
Conquest Large
1366×768Niedrig35
Fortnite
DirectX 11
1280×720Niedrig40
Rainbow Six: Siege1366×768Niedrig35
fps bei verschiedenen Spielen

Wirklicher Spielspaß kommt jedoch in keinem Fall auf.

eGPU-Kompatibilität

Das X13 Yoga Gen 1 verfügt über einen Thunderbolt 3-Port, welcher theoretisch auch die Nutzung einer externen Grafikkarte erlaubt. Nachdem ich mit meinem X380 Yoga bereits seit einiger Zeit erfolgreich eine Sapphire GearBox in Verbindung mit einer Radeon RX 5500 XT nutze, konnte ich diese Möglichkeit auch in der Praxis testen.

Installation und Einrichtung sind grundsätzlich recht unkompliziert. Mit dem Werkzeug, welches der Sapphire GearBox beilag, konnte ich die Grafikkarte in wenigen Minuten einbauen. Für weitere Details hierzu sei auf die zahlreichen Reviews zur GearBox verwiesen.

Die korrekten Treiber für die Grafikkarte wurden von Windows im Anschluss automatisch installiert. Ähnlich wie bei meinem X380 Yoga gibt es jedoch das Problem, dass das Gerät mit bereits angeschlossener eGPU gestartet werden muss. Wird die eGPU erst nach dem Hochfahren mit dem Gerät verbunden, wird im Gerätemanager der berüchtigte Fehler „Code 12“ angezeigt und die eGPU kann nicht verwendet werden.

Code 12-Fehler beim Anschluss der eGPU nach Hochfahren des ThinkPads

Die folgende Tabelle zeigt den direkten Vergleich zwischen der integrierten Intel UHD Graphics und der über Thunderbolt 3 angeschlossenen AMD Radeon RX 5500 XT. Darüber hinaus habe ich die Durchschnittswerte der GPU-spezifischen Benchmarks für die RX 5500 XT auf 3dmark.com angegeben, um den Leistungsverlust durch die begrenzte Anzahl an PCI Express-Lanes aufzuzeigen.

X13 Yoga Gen 1
UHD Graphics
X13 Yoga Gen 1
RX 5500 XT
Ø RX 5500 XT
lt. 3dmark.com
3DMark Fire Strike11529995
3DMark Fire Strike
Graphics score
12701248314312
3DMark Fire Strike
Physics score
77919161
3DMark Fire Strike
Combined score
3884239
3DMark Fire Strike Ultra3291
3DMark Fire Strike Ultra
Graphics score
33623507
3DMark Fire Strike Ultra
Physics score
9567
3DMark Fire Strike Ultra
Combined score
1538
3DMark Sky Diver445821622
3DMark Sky Diver
Graphics score
41763736445086
3DMark Sky Diver
Physics score
69627318
3DMark Sky Diver
Combined score
432317610
3DMark Time Spy4523958
3DMark Time Spy
Graphics score
39542214822
3DMark Time Spy
CPU score
26812928
3DMark Time Spy Extreme1845
3DMark Time Spy Extreme
Graphics score
20152136
3DMark Time Spy Extreme
CPU score
1250
3DMark-Ergebnisse ohne und mit eGPU im direkten Vergleich

Auffällig ist hierbei, dass die Nutzung einer eGPU nicht nur zu einer deutlich höheren GPU-Leistung, sondern gleichzeitig auch zu einer etwas höheren Leistung der CPU führt. Dies dürfte vermutlich darauf zurückzuführen, dass diese höher takten kann, wenn die integrierte GPU nicht genutzt wird.

Dieses positive Bild setzt sich auch in Spielen fort. Während das X13 Yoga Gen 1 ohne eGPU nicht als spieletauglich bezeichnet werden kann, ändert sich das mit eGPU bei den getesteten Spielen deutlich. Mit der für Full HD-Gaming vorgesehenen RX 5500 XT können diese bei 1920×1080 Pixeln zumeist bei sehr hoher Detailstufe flüssig gespielt werden.

SpielAuflösungQualitätsstufeMittlere Framerate
Battlefield 4
Operation Metro 2014
Conquest Large
1920×1080Ultra88
Fortnite
DirectX 11
1920×1080Episch56
Rainbow Six: Siege1920×1080Ultra132
fps bei verschiedenen Spielen mit angeschlossener eGPU

Persönlich bin ich mit meinem Setup aus X380 Yoga und eGPU sehr zufrieden. Einerseits habe ich ein kompaktes Gerät für unterwegs, andererseits steht mir im stationären Einsatz bei Bedarf deutlich mehr Grafikleistung für Spiele, Videoschnitt oder ähnliche Aufgaben zur Verfügung. Auch mit dem X13 Yoga Gen 1 halte ich ein solches Setup für sinnvoll.

Empfehlenswert ist eine eGPU beispielsweise auch dann, wenn viele bzw. sehr hochauflösende Monitore betrieben werden sollen, da dies die Möglichkeiten der UHD Graphics bzw. der verbauten Grafikanschlüsse teilweise übersteigt.

Nicht verschwiegen werden sollte neben dem Leistungsverlust durch die geringe Anzahl an PCIe-Lanes allerdings, dass eine solche eGPU-Lösung leider nicht ganz billig ist. Einerseits wird zunächst ein geeignetes Gehäuse benötigt. Für die von mir verwendete Sapphire GearBox beispielsweise werden zum aktuellen Zeitpunkt rund 300€ aufgerufen. Hinzu kommt eine Grafikkarte nach Wahl. Ich habe mich für eine Sapphire Pulse Radeon RX 5500 XT entschieden, welche momentan rund 200 Euro kostet. Gegebenenfalls fallen zudem noch Kosten für ein längeres Thunderbolt 3-Kabel an, nachdem das mit der Sapphire GearBox mitgelieferte Kabel leider sehr kurz ist.

Für rund 500€ oder mehr kann man sich alternativ auch einen kleinen Gaming-PC zusammenstellen, wenn bereits eine Windows-Lizenz vorhanden ist. Auch die beiden Spielkonsolen Xbox Series X und PlayStation 5 sind für jeweils rund 500 € erhältlich. Um die Nutzung einer eGPU zu einer wirklich attraktiven Lösung für eine größere Zielgruppe zu machen, müssten die Preise für entsprechende Gehäuse daher aus meiner Sicht spürbar sinken.

SSD

Das X13 Yoga Gen 1 ist mit den folgenden SSD-Optionen erhältlich:

  • M.2 2242, PCIe NVMe, zwei Lanes
  • M.2 2280, PCIe NVMe, vier Lanes

Darüber hinaus ist auch eine von Intel als „Intel Optane Memory H10“ bezeichnete Kombination aus schnellem Optane-Speicher und günstigem 3D-NAND erhältlich. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein M.2 2280-Modul, welches über vier PCIe-Lanes angebunden ist.

Das vorliegende Exemplar verfügt über eine 512 GB große Samsung PM981a (MZVLB512HBJQ-000L7). Hierbei handelt es sich um eine M.2 2280 PCIe 3.0 x4-NVMe-SSD, welche das OEM-Pendant zur 970 EVO Plus darstellt. Laut Samsung werden sequentielle Leseraten von bis zu 3500 MB/s und sequentielle Schreibraten von bis zu 2900 MB/s erreicht. Beim wahlfreien Lesen werden bis zu 460 000 IOPS versprochen, beim wahlfreien Schreiben gibt Samsung bis zu 500 000 IOPS an.

In Benchmarks und im praktischen Einsatz kann die Leistung der SSD durchweg überzeugen, auch wenn sie im Vergleich zur Samsung 980 PRO als eine der schnellsten Consumer-SSDs mit PCIe 4.0 natürlich kein Land sieht.

Systemleistung

Die Systemleistung des X13 Yoga Gen 1 habe ich mit PCMark 10 getestet:

Essentials9199
App Start-up Score13827
Video Conferencing Score7374
Web Browsing Score7635
  
Productivity6550
Spreadsheets Score7450
Writing Score5760
  
Digital Content Creation2934
Photo Editing Score3678
Rendering and Visualization Score1857
Video Editing Score3699
Gaming974
Graphics score 1282
Physics score8113
Combined score398
Gesamtergebnis2825

Subjektiv macht das X13 Yoga Gen 1 durchweg einen flotten Eindruck. Erneut dürfte dies in Teilen auf die flotte SSD zurückzuführen sein.

Temperatur, Lüfter, Lautstärke

Lautstärke und Lüfterverhalten hängen sehr stark davon ab, welche Leistungsstufe in den Windows-Energieoptionen ausgewählt wurde. Diese sind nämlich unmittelbar an die drei Modi der intelligenten Kühlung gekoppelt:

LeistungsstufeModus der intelligenten Kühlung
Stromsparmodus / Mehr AkkueffizienzRuhemodus
Bessere LeistungAusbalancierter Modus
Beste LeistungLeistungsmodus

Im Ruhemodus läuft das Gerät sozusagen mit „angezogener Handbremse“. Der CPU-Takt fällt im Cinebench R20-Stresstest schon nach kurzer Belastung stark ab. Abgesehen von einigen Ausreißern bewegt er sich bei durchschnittlich nur 1,3 GHz. Im Gegenzug bleibt auch die CPU-Temperatur entsprechend gering und übersteigt die 65 °C-Marke nicht. Im Durchschnitt werden sogar nur 58 °C erreicht.

Völlig lautlos ist das Gerät auch in diesem Modus leider nicht. Bei angeschlossenem Netzteil läuft der Lüfter nahezu durchgehend auf niedriger Stufe, was in ruhigen Umgebungen durchaus störend sein kann.

Im Modus „Bessere Leistung“ fallen CPU-Takt und -Temperatur bereits deutlich höher aus. Hier fällt der Takt nach kurzer Zeit lediglich auf rund 2,3 GHz, während sich die Temperatur nach der anfänglichen Taktspitze unterhalb der 80 °C-Marke bewegt.

Im Normalbetrieb halten sich die Lüftergeräusche in diesem Modus zwar noch in Grenzen, bei stärkerer Belastung der CPU sind sie aber deutlich wahrnehmbar.

Im Modus „Beste Leistung“ ist zwar der CPU-Takt am höchsten, dies geht aber mit einer sehr hohen Temperatur einher. So wird im Mittel ein Takt von rund 2,8 GHz erreicht, während sich die Temperatur bei durchschnittlich 94 °C bewegt. Die Differenz zur von Intel maximal zugelassenen Temperatur von 100 °C fällt somit sehr gering aus.

Die sehr hohe CPU-Temperatur geht mit einer sehr hohen und dadurch störenden Lüfterlautstärke einher. Zudem wird das Gehäuse nach längerer Nutzung an einigen Stellen so warm, dass man Gefahr läuft, sich zu verbrennen.

Lautsprecher, Mikrofon, Kamera

Ähnlich wie bereits das Vorgängermodell X390 Yoga verfügt auch das X13 Yoga Gen 1 über ein Dolby Audio-Lautsprechersystem, welches aus zwei Lautsprechern mit je 2 W besteht.

Dieses sollte man aber nicht mit den aus vier Lautsprechern bestehenden Dolby Atmos-Systemen in Geräten wie beispielsweise dem X1 Carbon Gen 8 oder dem X1 Yoga Gen 5 gleichsetzen. Während letztere den meisten Testberichten zufolge eine sehr gute Soundqualität bieten, haben mich die Lautsprecher des X13 Yoga Gen 1 nicht wirklich überzeugt.

Eher durchschnittlich ist aus meiner Sicht auch die Qualität des Mikrofons. Für gelegentliche Audio- beziehungsweise Videokonferenzen sollte diese aber sicherlich genügen. Zur Veranschaulichung habe ich mit Audacity eine kurze Testaufnahme erstellt:

Testaufnahme zur Demonstration der Mikrofonqualität

In Lenovo Vantage waren die Mikrofoneinstellungen dabei wie folgt konfiguriert:

Mikrofoneinstellungen in Lenovo Vantage für die obige Testaufnahme

Wie bei nahezu allen ThinkPads, mit denen ich bisher persönliche Erfahrung sammeln konnte, ist die Bildqualität der Webcam leider eher enttäuschend. Gerade angesichts der aktuellen Situation, welche in vielen Bereichen zu einem deutlich verstärkten Nutzung von Videokonferenzen geführt hat, wäre es hier aus meiner Sicht erforderlich gewesen, endlich eine bessere Webcam zu verbauen. Zum Vergleich: Mein dienstliches iPad Air 2, welches bereits im Jahr 2014 (!) auf den Markt gebracht wurde, besitzt eine Frontkamera mit deutlich besserer Bildqualität.

Akkulaufzeit

Das X13 Yoga verfügt über einen integrierten Lithium-Polymer-Akku mit 50 Wh. Im Testgerät stammen die Akkuzellen von LG Chem.

Von der Akkulaufzeit war ich ehrlich gesagt eher enttäuscht. Bei niedriger bis mittlerer Bildschirmhelligkeit macht sich das Low Power-Display zwar positiv bemerkbar, im Praxiseinsatz genügte die Laufzeit jedoch oft nicht für einen vollen Arbeitstag.

Minimale Akkulaufzeit
„Beste Leistung“
Maximale Helligkeit
WLAN + Bluetooth an
Tastaturbeleuchtung auf Stufe 2
Battery Eater „Classic Test“
1:10 h
Durchschnittliche Akkulaufzeit während der Testphase
ermittelt mit dem Windows 10 Battery Report
5:00 h
WLAN-Betrieb
„Bessere Leistung“
rund 150 nits Helligkeit (70%)
WLAN an, Bluetooth aus
Tastaturbeleuchtung auf Stufe 1
Wiederholtes Öffnen verschiedener Webseiten mithilfe eines Skripts im 15-Sekunden-Takt
6:20 h
WLAN-Betrieb
„Bessere Leistung“
rund 150 nits Helligkeit (70%)
WLAN an, Bluetooth aus
Tastaturbeleuchtung auf Stufe 1
Wiederholtes Öffnen verschiedener Webseiten mithilfe eines Skripts im 30-Sekunden-Takt
6:50 h
Videowiedergabe
„Mehr Akkueffizienz“
rund 150 nits Helligkeit (70%)
WLAN + Bluetooth aus
Tastaturbeleuchtung aus
Wiederholte Wiedergabe der 4K 60 fps-Version von “Big Buck Bunny” im Vollbildmodus
7:30 h
Maximale Akkulaufzeit
Stromsparmodus
Minimale Displayhelligkeit
WLAN + Bluetooth aus
Tastaturbeleuchtung aus
Battery Eater „Readers Test“
12:50 h
Akkulaufzeit bei verschiedenen Testszenarien (jeweils gerundet auf volle zehn Minuten)

Ein wesentlicher Fortschritt im Vergleich zu meinem X380 Yoga ist hier leider nicht zu erkennen. Aus meiner Sicht müsste der Akku schlicht etwas größer werden, auch wenn dies mit einem dickeren Gehäuse und höherem Gewicht einhergehen würde.

Linux-Kompatibilität

Die Linux-Kompatibilität des Geräts habe ich mit einem Live-Stick der aktuellsten Ubuntu-Version 20.10 kurz getestet.

Erwartungsgemäß funktionieren die meisten Komponenten bereits out of the box. Hierzu zählen neben den Fn-Tastenkombinationen (außer Fn + F9 bis F12) auch der Wacom AES-Digitizer sowie der verbaute Fingerabdruckleser. Dieser wird von lsusb als 06cb:00bd Synaptics, Inc. Prometheus MIS Touch Fingerprint Reader identifiziert. Die Nutzung des Fingerabdrucklesers zur Anmeldung funktioniert grundsätzlich ähnlich gut wie unter Windows.

Die Benchmarkwerte im plattformübergreifenden Geekbench fallen grundsätzlich sehr ähnlich aus wie unter Windows.

Geekbench 4 Single-Core Score4863
Geekbench 4 Multi-Core Score13337
Geekbench 5 Single-Core Score1075
Geekbench 5 Multi-Core Score3119
Geekbench-Resultate unter Ubuntu 20.10

Leider funktionieren weder die automatische Rotation des Displays im Tablet-Modus noch das Deaktivieren von Tastatur, TrackPoint und TouchPad auf Anhieb. Hier ist also zusätzliche Arbeit erforderlich, wenn man denselben Komfort wie unter Windows haben möchte.

Gestört habe ich mich zudem am seltsamen TrackPoint-Beschleunigungsverhalten, welches ich bereits beim L14 Gen 1 beobachten konnte. Hinzu kommt, dass es keine Möglichkeit zu geben scheint, in der Benutzeroberfläche die Scrollgeschwindigkeit von TrackPoint oder Touchpad anzupassen.

Undervolting

Leider scheint die Möglichkeit zum Undervolting blockiert zu sein, da ich im Intel Extreme Tuning Utility keine Möglichkeit zum Verändern der Spannungswerte hatte.

In ThrottleStop ist es zwar möglich, einen entsprechenden Offset zu konfigurieren, nach einem Klick auf „Apply“ zeigt sich aber keinerlei Wirkung.

Dies dürfte vermutlich auf einen entsprechenden Fix für die „Plundervolt“-Sicherheitslücke zurückzuführen sein.

DPC-Latenzen

Um die DPC-Latenzen mit LatencyMon zu testen, habe ich zunächst das Netzteil angeschlossen, das Gerät im Anschluss in den Modus „Beste Leistung“ versetzt und mit einem PowerShell-Skript zum Öffnen von Websites im 15 Sekunden-Intervall leichte Last simuliert. Im Anschluss habe ich Latency Mon für einige Stunden ausgeführt.

Dabei zeigte sich, dass das Gerät anscheinend nicht für Echtzeit-Audioanwendungen eignet:

Fazit

Ehrlicherweise fällt es mir nicht ganz leicht, ein eindeutiges Fazit zum X13 Yoga Gen 1 zu ziehen. Einerseits gefällt mir das Gerät in einigen Aspekten sehr gut. Zu nennen sind beispielsweise das sehr gute Display oder die gewohnt gute Tastatur. Zudem bin ich grundsätzlich ein Fan der Yoga-Geräte, da ich die vielseitige Einsetzbarkeit sehr schätze.

Andererseits wurden einige Aspekte im Vergleich zu den direkten Vorgängermodellen leider nicht verbessert. So ist das X13 Yoga Gen 1 weiterhin nur mit maximal 16 GB RAM erhältlich. Auch am 16:9-Seitenverhältnis des Displays, welches für Convertibles aus meiner Sicht nur bedingt geeignet ist, wurde bedauerlicherweise festgehalten.

Auch in Sachen Akkulaufzeit, Temperatur und CPU-Leistung bin ich nicht allzu begeistert. Ein Teil dieser Probleme würde sich sicherlich bereits durch eine Variante mit AMD-Prozessoren beheben lassen.

Persönlich werde ich daher bei meinem X380 Yoga bleiben und hoffe, dass die zweite Generation des X13 Yoga in diesen Aspekten verbessert wird. Wer bislang kein ThinkPad Yoga besitzt und mit den Kritikpunkten leben kann, erhält jedoch grundsätzlich ein solides Gerät.

Thinkpad T14 AMD (Ryzen 5 Pro) und TrackPoint Keyboard

Nachfolgend im Review: das AMD T14 mit AMD Ryzen 5 Pro. Die kompletten Testberichte der T14 mit Intel Core i7 oder Ryzen 7 Pro gibt es unter: https://nbreview.de/

Die wichtigsten Eckdaten des Testgerätes:

AMD Ryzen 5 Pro 4650U Hexa-Core / 16 GB Ram (verlötet) / 512 GB SSD / 14″ FullHD Panel (400 nits) / AMD Radeon RX Vega 5 GPU

Größe und Gewicht: 329 x 227 x 17.9 mm, 1.59 kg

inklusive 3 Jahre Vor-Ort Premier Herstellergarantie (auch auf den Akku!)

Das Gerät stammt aus der Lenovo Campus Collection und wurde mir von ok1.de zur Verfügung gestellt. https://ok1.de/ThinkPad/ThinkPad-T14-14/ThinkPad-T14-AMD-20UD0010GE::2041.html.

Das Gehäuse entspricht den bisher getesteten T14-Modellen: https://nbreview.de/.

Insgesamt wertig und schick. Die Schnittstellen sind jeweils links und rechts angeordnet, mit Ausnahme des Simkarten-Slots, der sich an der Rückseite befindet.

Links: 2x USB-C / USB 3.2 (Gen 1) / HDMI (2!) / Headphone – mic combo & MicroSD card reader

Rechts: Smart card reader / USB 3.1 (Gen 1) / RJ45 & Kensington lock slot

Tastatur, Touchpad und Schreibkomfort: Leider sind die Kanten zwischen Unterschale und Tastaturrahmen, die Außenkante des Tastaturrahmens nicht perfekt entgratet. Dies führt beim Tippen zu einem unangenehmen Gefühl in den Handballen, zumindest bei großen Händen. Es knarzt nichts und die Base wirkt ausreichend stabil. Einzig der Bereich des Cardreaders rechts biegt sich recht stark durch.

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iPad Air (Gen. 3) Wi-Fi + Cellular Testbericht

Obwohl ich bei Laptops seit Jahren Thinkpad Purist bin, nutze ich Mobil hingegen seit der ersten Stunde Apple Geräte und somit war ich natürlich sofort dabei, als mir angeboten wurde das iPad Air der 3. Generation zu testen und mit seinem Vorgänger – meinem aktuellen Gerät – dem iPad Air der 2. Generation zu vergleichen.

„iPad Air (Gen. 3) Wi-Fi + Cellular Testbericht“ weiterlesen

Thinkpad T15 20S7S02U00 (mit Nvidia und 4k Display) Testbericht

Das Testgerät:

Modellnummer:T15 20S7S02U00
CPU:Intel Core i7-10510U Quad-Core (1.8 – 4.9 GHz, 8 MB Cache)
RAM:16 GB DDR4-2400 MHz (fest verlötet)
(ein Slot Frei, max. 48GB)
Festplatte:1 TB PCIe3.0x4 NVMe M.2 2280 OPAL 2.0
Display:15.6″ (396mm) UHD 4k (3840 x 2160) Dolby Vision HDR
500 nits, 1400:1 Kontrast, 100% Adobe RGB, 170°, Spiegelnd
Grafik:Intel UHD Graphics, NVIDIA GeForce MX330 2 GB GDDR5
Netzwerk:10/100/1000 Mbit RJ45 Ethernet
Intel Wi-Fi 6 AX201 WLAN ac/a/b/g/n
Bluetooth 5.1
IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (ThinkShutter) für Windows Hello
WWAN / LTE-A vorbereitet (zusätzliches Modul erforderlich)
NFC – Near Field Communication
Schnittstellen:2x USB 3.1 Gen1 (1x powered)
1x USB 3.1 Type-C Gen1 5 Gbit/s
1x USB 3.1 Type-C Gen2 / Thunderbolt™ 3 (20GBit/s, DisplayPort Alt-Modus, kombiniert mit USB 3.1 Type-C, Ladefunktion)
1x HDMI 1.4b
1x RJ 45 Ethernet
1x Docking Port
1x 3.5mm (Mic-In / Audio-Out kombiniert)
1x MicroSD Card Reader
1x SmartCard Reader
Sicherheit:– intergrierter Touch FingerPrint Reader
– TPM 2.0 Security Chip
– Kensington Port
Eingabegeräte:6 Reihen Precision Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung – Deutsch
UltraNav / UltraNav Touch 3+3 Button Design 
Akku:57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit
RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std
Größe/Gewicht365 x 248 x 19.1 mm / ab 1.87 kg
Garantie:3 Jahre Vor-Ort Premier Support
3 Jahre Sealed Battery Service
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Ohne Betriebssystem
Preis:1558,69 €

Unboxing, Anschlüsse, Zubehör

Endlich angekommen! Das T15 wird ausgepackt und wie auch bei den bisherigen „neuen“ Lenovo-Geräten, die ich testen durfte, fällt direkt die optisch gute Verarbeitung auf. Ins Auge fällt die Tastatur, die (anders als z. B. das Lenovo P1) einen Ziffernblock besitzt. Für mich eine kleinere Umgewöhnung, da ich bisher nur Thinkpads ohne den Ziffernblock gewohnt war.

Die Anschlüsse am T15 sind wie folgt verteilt:

  • Rechts auf der Seite ist als erstes der MicroSD Kartenleser verbaut. es folgen die 3,5mm Kombi-Klinke Buchse, ein HDMI und ein USB-Port, der Thunderbolt-Anschluss und die USB-C Ladebuchse.
  • Auf der Rückseite befindet sich der Einschub für die SIM-Karte (das Gerät ist lediglich WWAN vorbereitet, ein Modul muss nachgerüstet werden!)
  • Links findet man im hinteren Bereich die RJ 45 Buchse für den Netzteilstecker, die Kühleröffnung, einen weiteren USB-Port und den SmartCard Reader

Im Lieferumfang ist der Laptop und ein 65 Watt Netzteil enthalten.

Das Gehäuse – Die Verarbeitung

Das T15 ist typisch flach gehalten und ist im geschlossenen Zustand (mit den Gummifüßen eingerechnet) lediglich 22 mm hoch. 7mm ist der Displaydeckel dick und die restlichen 15 mm gehören dem Unterteil. Die weiteren Maße sind 365 mm Länge x 248 mm Breite. Im geöffneten Zustand liegen die Scharniere im Rahmen, sodass dort keine Kante entsteht. Die Lage des Touchpads ist bedingt durch den Ziffernblock nicht mittig an dem Gerät angeordnet. Da es ja mittig unter dem primären Tastenfeld liegen muss, ist es mehr linksbündig angeordnet. Wer zuvor Thinkpads ohne den Ziffernblock sein Eigen nennen konnte, wird sich entsprechend auch etwas umgewöhnen müssen. Ich habe am Anfang ein paar mal daneben getippt und wollte auf dem Palmrest die Maus bewegen.

Leider sieht man, wie auch bei den Vorgängermodellen (T490s, T495) Fingerabdrücke recht schnell auf dem Gehäuse und dem Palmrest. Der „i“-Punkt im „Thinkpad“-Schriftzug auf dem Displaydeckel zeigt den Betriebszustand an. Dauerhaftes leuchten signalisiert, das Gerät ist an, ein langsames Blinken meldet den StandBy-Zustand des Gerätes.

Die Tastatur:

Bei der Tastatur handelt es sich um eine „ThinkPad Präzisionstastatur mit Hintergrundbeleuchtung und Ziffernblock“!

Das Tippgefühl ist für mein Empfinden sehr gut. Selbst wenn man schnell im 10-Finger System tippt, gibt es keine extrem lauten Geräusche. Mein T410 ist da zumindest lauter! Der Tastaturanschlag ist weich. Neu ist auch bei dem T15 die Belegung der Funktionstasten F10 und F11. Lenovo hat diese mit der Funktion zum Annehmen und Auflegen von Anrufen belegt. Die Tastatur ist in zwei Stufen hintergrundbeleuchtet, diese können über die Tastenkombination Fn-Leertaste durchgeschaltet werden.

TrackPoint und Touchpad

Der Trackpoint ist wie bei den von mir getesteten Vorgängern (T490s, T495, Lenovo P1) gut umgesetzt. Da ich diesen recht selten im aktiven Einsatz nutze, kann ich dazu leider keinen ausführlichen Erfahrungsbericht liefern.

Das Touchpad ist 65 mm hoch und 100 mm breit. Hier hat Lenovo in den letzten Jahren die Größe nicht verändert. Dank dieser Größe lässt das Touchpad einem viel Freiraum zum scrollen oder ziehen mit der Maus. Für den reinen Office-Betrieb ist es (für mich) ausreichend und es lässt sich gut damit arbeiten. Einzig wie bereits erwähnt, musste ich mich leicht umgewöhnen, da es nicht ganz Mittig verbaut ist und ich bei den ersten Aktionen das Touchpad nicht direkt getroffen habe. Zum spielen halte ich es weniger für angebracht, aber das ist auch nur meine subjektive Meinung. Ich möchte gerne eine richtige Maus in der Hand halten.

Das Touchpad erkennt normale und Multitouch-Eingaben zuverlässig. Linksklicks können entweder durch doppeltes Tippen auf dem Touchpad oder im unteren linken Bereich ausgeführt werden. Für den Rechtsklick bleibt nur das Drücken im rechten Bereich.

Das Display

Verbaut ist das BOE NE156QUM-N66 Panel!

Es ist ein UHD 4k (3840 x 2160) Dolby Vision HDR Panel,
mit 500 nits, 1400:1 Kontrast, 100% Adobe RGB, 170° und spiegelnd. Es hat keinen Touchscreen! Das Panel ist äußerst Blickwinkelstabil, man kann selbst vom Rand aus alles noch ganz klar erkennen und es gibt keine Farbverläufe.

Fotos aus dem Garten

Im Garten / im Schatten lässt es sich mit dem T15 gut bis sehr gut arbeiten. In der direkten Sonne „verblasst“ das Panel wie auf den Fotos zu sehen ist. Allerdings kann man weiterhin alles erkennen. Sei es auf weißem oder auf einem etwas dunklerem (blauen) Hintergrund. Die Empfehlung geht für Outdoor aber ganz klar an eine Schattenposition. Nicht nur, weil man dann die volle Pracht des Panels genießen kann, sondern auch da das Thinkpad in der Sonne recht schnell „heiß“ wird.

Lautsprecher, Mikrofon, Kamera

Die Lautsprecher

  • sind oberhalb der Tastatur jeweils links und rechts von den Scharnieren angeordnet. Die Lautsprecher sind nach oben gerichtet und recht laut eingestellt werden, was vor allem in Räumen/Büros mit starker Geräuschkulisse von Vorteil ist.

Die Webcam

  • ist eine IR Webcam mit 720p (für Windows Hello geeignet). Auch in weniger gut beleuchteten Umgebungen bringt die Webcam ein gutes und helles Bild, sodass man auf jeden Fall vom Gegenüber gesehen werden kann. Ebenfalls ist die bewährte Kameraabdeckung mit dabei und per Schiebregler lässt sich die Kamera permanent ausschalten. Eine LED zeigt im eingeschalteten Zustand an, wann Windows / ein Programm auf die Kamera Zugriff hat.

Das Mikrofon

  • ist im Displaydeckel neben der Webcam verbaut und somit weit von den potentiellen Störgeräuschquellen wie dem Lüfter entfernt. Die Sprachqualität ist recht gut und Bürotauglich. Als Nachteil sehe ich persönlich jedoch an, dass die Lautsprecher ihre Position am Display haben und den Sound nach oben in Richtung Mikrofon abgeben. Das könnte bei Konferenzen mit mehreren Teilnehmern unter Umständen unangenehm sein.

Was ist möglich?

KomponenteMögliche Ausbaustufe/Erweiterung
CPU:Up to 10th Generation Intel® Core™ i7 Processors
Optional 6 Core™ i7
RAM:Ein Slot Frei, max. 48GB RAM möglich
Festplatte:Up to 2TB PCIe SSD
Display:15.6” FHD IPS (250nit)
15.6” FHD On-Cell IPS Touch (300nit)
15.6” 4K UHD IPS (500nit) with Dolby® Vision™
Grafik:Integrated Intel®UHD Graphics
Optional Nvidia®GeForce®MX330 with 2GB GDDR5
Netzwerk:WiFi 6 WLAN 802.11 AX
LTE CAT9 and 16
NFC – Near Field Communication
Schnittstellen:2x USB 3.1 Gen1 (1x powered)
1x USB 3.1 Type-C Gen1 5 Gbit/s
1x USB 3.1 Type-C Gen2 / Thunderbolt™ 3 (20GBit/s, DisplayPort Alt-Modus, kombiniert mit USB 3.1 Type-C, Ladefunktion)
1x HDMI 1.4b
1x RJ 45 Ethernet
1x Docking Port
1x 3.5mm (Mic-In / Audio-Out kombiniert)
1x MicroSD Card Reader
1x SmartCard Reader
Sicherheit:– intergrierter Touch FingerPrint Reader
– TPM 2.0 Security Chip
– Kensington Port
Eingabegeräte:6 Reihen Precision Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung – Deutsch
UltraNav / UltraNav Touch 3+3 Button Design 
Akku:57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit
RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std
Größe/Gewicht365 x 248 x 19.1 mm / ab 1.87 kg
Garantie:3 Jahre Vor-Ort Premier Support
3 Jahre Sealed Battery Service
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Up to Windows 10 Pro

Benchmarks / Leistung

Verbaut ist in dem T15 ein 10th Gen i7-10510U Quad-Core (1.8 – 4.9 GHz, 8 MB Cache) mit 15 Watt TDP. Die CPU kann bis auf 25 Watt TDP angehoben werden.

Die CPU hat 4 Kerne und 8 Threads. Das T15 hat in dem Test im Netzbetrieb mit Cinebench R20 im Schnitt 1479 Punkte erzielt. Im Akkubetrieb ist es auf 1161 Punkte gekommen. Beide Tests sind jeweils unter voller Leistung durchgeführt worden. Wenn Videoprojekte gerendert wurden, sind alle Kerne /Threads im Schnitt auf 3,0 GHz gelaufen. Zum Start der Anwendung lag der Takt bei 3,6 GHz. Die CPU-Temperatur stieg dabei auf 75 Grad Celsius.

Das T15 kommt mit der Intel UHD Graphics und einer NVIDIA GeForce MX330 2 GB GDDR5

Die Nvidia-Grafikkarte ist unverzichtbar, will man auf dem T15 Spiele wie GTA 5 oder Civilization 6 spielen. Civ6 packt die Grafikkarte in der höchstmöglichen Auflösung und Detailstufe, bei GTA5 sollte man sich im Extremfall auf ein paar kleinere Kompromisse einstellen. GTA5 lässt sich recht flüssig spielen, jedoch ist es mir so vorgekommen, als gäbe es bei bestimmten Situationen (Verfolgungsjagd im Online-Modus mit dem Auto) ein paar kleinere Ruckler. Evtl. müsste man die Einstellungen mal kontrollieren.

Die Intel UHD habe ich in Civ6 angetestet und da hätte ich mit den Einstellungen extrem weit nach unten gehen müssen, um ruckelfrei spielen zu können.

Im FurMark hat das T15 1287 Punkte bei FHD und 436 Punkte bei 4k geschafft.

SSD

Verbaut ist in dem Testgerät eine 1 TB PCIe3.0x4 NVMe M.2 2280 OPAL 2.0! Die SSD sollte genug Platz und auch für viele Anwendungen eine ausreichende Geschwindigkeit bieten.

Temperatur – Lüfter – Lautstärke

Das T15 ist für normale Office-Anwendungen unter der Option „Bessere Leistung“ recht leise und alltagstauglich. Die volle Leistung bringt es sowohl im Netz- und Akkubetrieb erst auf der Stufe „Beste Leistung“. Hier kann es aber passieren, dass der Lüfter selbst bei Youtube schon lauter wird. Unter Volllast kommt es von der Lautstärke fast schon an das T430 (mit einer verbauten Quadcore-CPU) ran. Dafür bleiben die Temperaturen aber auch bei gefühlten 40 Grad in der Dachgeschosswohnung unter 80 Grad und die Leistung der CPU bleibt recht stabil. Für den reinen Office-Betrieb kann man sicherlich noch die Energieoptionen entsprechend einstellen, um sowohl die Geräuschkulisse und Abwärme so gering wie möglich zu halten.

Die neue Bios-Oberfläche:

Neu ist auch die Bios-Oberfläche. War es bei dem T490s noch die gewohnte „klassische“ Oberfläche, so wurde es jetzt neu gestaltet. Es ist heller gestaltet und hat eine Maus-Unterstützung.

Der Akku:

Verbaut ist ein 57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std

Die genannten 9.8h Laufzeit sind durchaus erreichbar! Allerdings nicht mit der Option „Bessere Leistung“ und schon gar nicht erst mit der Option „Beste Leistung“. Bei der letztgenannten Einstellung wurde bei dem Video-Rendering eine 41 Watt-Leistung abgerufen. Bei der Option „Längste Akkulaufzeit“ pendelt der Verbrauch zwischen 9-12 Watt und das Gerät ist fast lautlos. Bei 24 Prozent verbleibender Akkuleistung wurden zu dem Zeitpunkt noch 1:17h Laufzeit angegeben.

Weitere Tests und Userfragen

Die Ersteinrichtung Windows 10

Das Gerät kam „nackt“ ohne Betriebssystem. Da wir einen Vergleich zu dem T14 ziehen wollten, haben wir uns im Vorfeld darauf geeinigt, den Test mit der Win10 1909 ISO durchzuführen. Das T15 hat ein Pro-Version (nicht aktiviert) erhalten. Die Installation selbst ist in weniger als 30 Minuten abgeschlossen gewesen und im Bios musste anfänglich nichts verändert werden (ISO auf dem Stick via MediaCreationTool erzeugt). Als erstes standen (nach der Treiberinstallation via Lenovo Vantage) die Benchmarks an. Hier wurde ein Fehler bemerkt, der mit der ab Werk aktuellen Bios-Version zusammenhing. Mit der Version unter 1.07 hat die CPU den Basis-Takt von 1,8 GHz nicht überschreiten können. Hier musste ein Update auf die Version 1.07 (Release-Datum 17.06.2020) erfolgen, um die CPU mit dem vollen Takt nutzen zu können. Das Gerät war einsatzbereit:

Die Verwendung im Alltag (Arbeit – Uni – Zuhause)

Genutzt wurde das T15 als Surflaptop, zum Videoschnitt und (seit längerem wieder) zum „Zocken“!

Auf der Arbeit:

Ich arbeite sehr viel mit der Adobe-Software After Effects, Photoshop und Premiere. Wegen der Corona-Pandemie wurde soweit es ginge der Kontakt auch bei mir auf der Verwaltung minimiert, sprich ich habe die Videos abgedreht und vermehrt zuhause geschnitten. Das T15 ist nur 4 Mal in den Genuss gekommen, mit zur Arbeit zu dürfen, aber es reicht für einen Eindruck! Es ließ sich gut in meinem Rucksack verstauen und ist auch nicht so sehr ins Gewicht gefallen, wie es bei dem W520 oder auch dem T430 der Fall ist. Auf der Arbeit habe ich zwar etwas mehr Platz machen müssen (sonst ist das T430 dabei), aber auch hier hat das T15 seine Leistungsvorteile gegenüber dem Schnittrechner (i7 4. Gen) ausspielen können. Im Gelände habe ich den Laptop auch getestet. Trotz indirekter oder auch direkter Sonneneinstrahlung konnte man weiterhin das Panel gut sehen und den Text schreiben oder das Video schneiden. Einzig wenn man es auf den Beinen liegen hatte, wurde es beim Rendern etwas wärmer. Die Akkulaufzeit hat sich mit 3-4h Anzeigedauer auf der Option „Bessere Leistung“ gehalten.

In der Uni:

Da würde ich gerne auch etwas schreiben, aber dank Corona gab es in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltung. Was ich dazu schreiben und bestätigen kann: Im Rucksack (Modell TF RS 7 Lokführer-Rucksack) lässt sich das T15 dank seiner flachen Bauweise sehr gut verstauen und nimmt auch nicht so viel Platz weg.

Aufgrund der Bauform (15.6“) habe ich die Aussage vom Lenovo P1 übernommen: „In der Vorlesung nimmt es jedoch deutlich mehr Platz als ein 14“ Gerät ein und macht den Einsatz mit Schreibblock schwierig. Immerhin ist es ein 15.6 Gerät! Schreibt man aber ausschließlich mit dem Laptop seine Notizen auf, passt es auf die Studierendenbank. Für meinen Studiengang (Umwelt- und Betriebswirtschaft) ist auch hier die Leistung mit der Nvidia ein Overkill. Gefordert sind bei mir maximal PDFs, Internetrecherche und Videos anschauen!

Zuhause:

Hier habe ich es ebenfalls zum Videoschnitt und Rendering verwendet. Das T15 hat ein 28 min langes Video mit Premiere 2019 den H.264-Export in 15 Minuten über die Intel GPU gemeistert.

Fragen aus dem Thinkpad-Forum:

Frage: Können bitte die DPC Latenzen getestet werden?

Antwort:

Frage: Bitte Testen ob man den Deckel ohne die Blöden Nasen aufmachen kann. Ihr wisst schon was ich meine.

Antwort: Der Deckel wird einfach auf und zugeklappt. Ein Verriegelungsmechanismus ist nicht vorhanden!

Frage: Bitte auch auf Displaylesbarkeit im freien (Sonne, Schatten und nach Möglichkeit bewölkt) testen.

Antwort: Siehe die Fotos, da gewinnt man den besten Eindruck! Ein großer Pluspunkt ist die Blickwinkelstabilität

Frage: Auch würde mich interessieren wie anfällig die Oberflächen für Fingerabdrücke und Fettschlieren sind. Gerne auch beides jeweils im Vergleich zum T14/T49xs

Antwort: Leider ist die Oberfläche recht anfällig für Fingerabdrücke, was eine entsprechende Reinigung erfordert. Ein weiterer Nachteil (an allen Thinkpads) ist ein weißer Labrador im Fellwechsel…

Frage: Dennoch interessant, wie der Aufbau und die Thermik ist

Antwort: Das Gerät aufschrauben ist leider nicht drin, da verweise ich auf das HMM. Die Wärme wird aber über eine Kühleröffnung auf der rechten Seite abgeführt!

Frage: Habe mit dem T14 bei Dauerlast unschöne VR Throttling Events, weil das Ding förmlich glüht, Abhilfe schafft hier ein provisorisch externer Lüfter.. Auch bei dem T15 der Fall?

Antwort: Ein Leistungsabfall ist bei mir nur bis 3 GHz gemessen worden. Das T15 wird insgesamt bis zu 80 Grad heiß und kann bei diesen Temperaturen noch die 3 GHz pro Kern halten.

Mein persönliches Fazit:

Pro:

Es ist ein nettes Gerät mit guter Leistung! Da ich ja seit neustem auch „modernere“ Spiele mein Eigen nenne und diese auch etwas regelmäßiger spiele, macht es schon Spass, auf dem T15 Civilization 6 zu spielen! Die Arbeit im Videoschnitt (FHD-Material) lässt sich auch auf dem 15.6“ Gerät gut abarbeiten. Was fehlt, ist ein zweiter Monitor, aber dafür hat es ja den HDMI-Ausgang!

Contra:

  • Es hat „nur“ 2 USB 3.1-Ports (Typ A), für mich zu wenig!
  • Es hat keinen SD-Kartenleser, für mich ein MUSS!

Würde ich es mir kaufen?

Es ist schwer zu sagen! War ich bis März noch davon überzeugt, dass es das T490s bei einem Neukauf werden könnte, so stehen jetzt die Zeichen eher auf dem P1 oder dem aktuell getesteten T15. Warum? Weil ich mit Civ6 und GTA5 jetzt eine Anforderung habe, die den Einsatz und sogar die Notwendigkeit der Nvidia rechtfertigt.

Warum sollten andere es sich kaufen?

Personen, die kein reines Office mit dem Laptop betreiben möchten, sind bei dem T15 mit 15.6“ gut aufgehoben. Die Nvidia ist nicht schlecht, die Leistung bleibt konstant auf einem brauchbaren Level, sodass man auch mit dem Laptop spielen kann. Man darf eben keinen reinen Gaming-Laptop erwarten.

Fazit: Es ist eine gesunde Mischung aus Arbeitslaptop und einer kleinen Zockerkiste. Für das, was drin steckt (i7, Nvidia, 4k-Panel, 1 TB SSD, 16 GB RAM), halte ich den Preis von 1558,69 € auch „gerechtfertigt“.

Man darf ja nicht vergessen: Selbst wenn die AMDs einen besseren CPU-Takt haben und günstiger sind, fehlt denen dennoch die (für bestimmte Dinge benötigte) Nvidia-Grafik.

Vergleich T14 AMD / T14i (Nvidia)

Nachfolgend ein kleiner Vergleich zwischen den kürzlich getesteten 14″ Zöllern. Die kompletten Testberichte gibt es unter: https://nbreview.de/

Ausgestattet mit Intel Core i7-10510U inklusive NVIDIA GeForce MX 330: https://nbreview.de/thinkpad-t14-intel-testbericht/ und AMD Ryzen 7 Pro 4750U: https://nbreview.de/thinkpad-t14-amd/

Schick sind sie beide 🙂

Ausgesprochen schick sind beide Testgeräte. Sie teilen sich das gleiche Gehäuse und die Handballenauflage ist für mein Empfinden bequemer als die des Vorjahresmodell T490.

Ebenfalls identisch: das wirklich sehr empfehlenswerte Panel von AUO, bei den Tests gab es nichts an der Darstellungsqualität zu bemängeln. Wirklich gut, einschließlich guter Blickwinkel!

Einzig das Touchpad der AMD-Version hat eine glattere Oberfläche, die von der Haptik deutlich angenehmer ist, dieses hätte Lenovo auch im T14i verbauen sollen.

Beide Geräte bieten: 16 GB Ram (zusätzlich ein freier Speicherslot), 1 TB SSD und einen freien m.2 Slot für ein LTE-Modul. Windows 10 wird nur beim Intel-Gerät mitgeliefert.

Größter Unterschied (abgesehen vom Touchpad): nur das T14i bietet Thunderbolt und NFC.

Hier nochmal die ermittelten Resultate der Benchmarks im Vergleich:

Benchmark:Intel:AMD:AMD / Intel:
PC Mark41494529109,16 %
3D Mark (Time Spy)118177965,96 %
Furmark (FullHD)21 fps7 fps33,33 %
Cinebench R1599.45 fps42.3 fps42,53 %
Cinebench R201634 cb3129 cb191,49 %
Geekbench 4 Multi-Core Score
(Windows)
1503419421129,18 %
Geekbench 4 Single-Core Score5145469291,20 %
Benchmarkergebnisse im Single Channel Ram-Betrieb

Bis auf wenige Ausnahmen (Furmark AMD) bieten beide Geräte deutlich mehr GPU Leistung als Intel-only Geräte. Beim T14 AMD überzeugte mich besonders die CPU-Leistung, ausgesprochen flott, und verglichen mit dem T14i blieben Abwärme und Lüftergeräusch im Rahmen. Die Nvidia bietet nochmals mehr 3D-Leisung, die Abwärme war aber einfach zu hoch.

AMD relativ zu Intel Mittelwert
CPU109,84 %
GPU83,33 %
CPU- und GPU-Leisung des AMD Ryzen 7 Pro in Relation zu Intel

Nach viel Ärger mit den Grafikkartentreibern unter Windows ist es mir gelungen eine Blu-ray mit CloneBD zu konvertieren; keine exakte Wissenschaft, aber mit den richtigen Einstellungen schlug sich AMD deutlich besser als Intel (Die MX 330 wird leider nicht unterstützt).

CloneBD (Blu-ray zu MKV H.264)Intel GPUAMD GPU
fps:100 – 120150 – 170
Bemerkung:Die GeForce MX 330 wird nicht unterstütztSetting: Software Decoding und Hardware Encoding, andernfalls einstellige Frameraten
Video Encoding

Windows und Linux liefen auf beiden Thinkpads gut.

Mein Fazit:

Insgesamt liefert AMD das stimmigere Paket, weniger Abwärme bei höherer CPU-Leistung! Eindeutig empfehlenswert. Das T14i sollte man wählen, wenn die geplanten Anwendungen definitiv die MX 330 unterstützen und von dieser ordentlich profitieren.

Anschlüsse links (T14i mit Thunderbolt)