Thinkpad T15 20S7S02U00 (mit Nvidia und 4k Display) Testbericht

Das Testgerät:

Modellnummer:T15 20S7S02U00
CPU:Intel Core i7-10510U Quad-Core (1.8 – 4.9 GHz, 8 MB Cache)
RAM:16 GB DDR4-2400 MHz (fest verlötet)
(ein Slot Frei, max. 48GB)
Festplatte:1 TB PCIe3.0x4 NVMe M.2 2280 OPAL 2.0
Display:15.6″ (396mm) UHD 4k (3840 x 2160) Dolby Vision HDR
500 nits, 1400:1 Kontrast, 100% Adobe RGB, 170°, Spiegelnd
Grafik:Intel UHD Graphics, NVIDIA GeForce MX330 2 GB GDDR5
Netzwerk:10/100/1000 Mbit RJ45 Ethernet
Intel Wi-Fi 6 AX201 WLAN ac/a/b/g/n
Bluetooth 5.1
IR Webcam 720p mit Kameraabdeckung (ThinkShutter) für Windows Hello
WWAN / LTE-A vorbereitet (zusätzliches Modul erforderlich)
NFC – Near Field Communication
Schnittstellen:2x USB 3.1 Gen1 (1x powered)
1x USB 3.1 Type-C Gen1 5 Gbit/s
1x USB 3.1 Type-C Gen2 / Thunderbolt™ 3 (20GBit/s, DisplayPort Alt-Modus, kombiniert mit USB 3.1 Type-C, Ladefunktion)
1x HDMI 1.4b
1x RJ 45 Ethernet
1x Docking Port
1x 3.5mm (Mic-In / Audio-Out kombiniert)
1x MicroSD Card Reader
1x SmartCard Reader
Sicherheit:– intergrierter Touch FingerPrint Reader
– TPM 2.0 Security Chip
– Kensington Port
Eingabegeräte:6 Reihen Precision Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung – Deutsch
UltraNav / UltraNav Touch 3+3 Button Design 
Akku:57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit
RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std
Größe/Gewicht365 x 248 x 19.1 mm / ab 1.87 kg
Garantie:3 Jahre Vor-Ort Premier Support
3 Jahre Sealed Battery Service
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Ohne Betriebssystem
Preis:1558,69 €

Unboxing, Anschlüsse, Zubehör

Endlich angekommen! Das T15 wird ausgepackt und wie auch bei den bisherigen „neuen“ Lenovo-Geräten, die ich testen durfte, fällt direkt die optisch gute Verarbeitung auf. Ins Auge fällt die Tastatur, die (anders als z. B. das Lenovo P1) einen Ziffernblock besitzt. Für mich eine kleinere Umgewöhnung, da ich bisher nur Thinkpads ohne den Ziffernblock gewohnt war.

Die Anschlüsse am T15 sind wie folgt verteilt:

  • Rechts auf der Seite ist als erstes der MicroSD Kartenleser verbaut. es folgen die 3,5mm Kombi-Klinke Buchse, ein HDMI und ein USB-Port, der Thunderbolt-Anschluss und die USB-C Ladebuchse.
  • Auf der Rückseite befindet sich der Einschub für die SIM-Karte (das Gerät ist lediglich WWAN vorbereitet, ein Modul muss nachgerüstet werden!)
  • Links findet man im hinteren Bereich die RJ 45 Buchse für den Netzteilstecker, die Kühleröffnung, einen weiteren USB-Port und den SmartCard Reader

Im Lieferumfang ist der Laptop und ein 65 Watt Netzteil enthalten.

Das Gehäuse – Die Verarbeitung

Das T15 ist typisch flach gehalten und ist im geschlossenen Zustand (mit den Gummifüßen eingerechnet) lediglich 22 mm hoch. 7mm ist der Displaydeckel dick und die restlichen 15 mm gehören dem Unterteil. Die weiteren Maße sind 365 mm Länge x 248 mm Breite. Im geöffneten Zustand liegen die Scharniere im Rahmen, sodass dort keine Kante entsteht. Die Lage des Touchpads ist bedingt durch den Ziffernblock nicht mittig an dem Gerät angeordnet. Da es ja mittig unter dem primären Tastenfeld liegen muss, ist es mehr linksbündig angeordnet. Wer zuvor Thinkpads ohne den Ziffernblock sein Eigen nennen konnte, wird sich entsprechend auch etwas umgewöhnen müssen. Ich habe am Anfang ein paar mal daneben getippt und wollte auf dem Palmrest die Maus bewegen.

Leider sieht man, wie auch bei den Vorgängermodellen (T490s, T495) Fingerabdrücke recht schnell auf dem Gehäuse und dem Palmrest. Der „i“-Punkt im „Thinkpad“-Schriftzug auf dem Displaydeckel zeigt den Betriebszustand an. Dauerhaftes leuchten signalisiert, das Gerät ist an, ein langsames Blinken meldet den StandBy-Zustand des Gerätes.

Die Tastatur:

Bei der Tastatur handelt es sich um eine „ThinkPad Präzisionstastatur mit Hintergrundbeleuchtung und Ziffernblock“!

Das Tippgefühl ist für mein Empfinden sehr gut. Selbst wenn man schnell im 10-Finger System tippt, gibt es keine extrem lauten Geräusche. Mein T410 ist da zumindest lauter! Der Tastaturanschlag ist weich. Neu ist auch bei dem T15 die Belegung der Funktionstasten F10 und F11. Lenovo hat diese mit der Funktion zum Annehmen und Auflegen von Anrufen belegt. Die Tastatur ist in zwei Stufen hintergrundbeleuchtet, diese können über die Tastenkombination Fn-Leertaste durchgeschaltet werden.

TrackPoint und Touchpad

Der Trackpoint ist wie bei den von mir getesteten Vorgängern (T490s, T495, Lenovo P1) gut umgesetzt. Da ich diesen recht selten im aktiven Einsatz nutze, kann ich dazu leider keinen ausführlichen Erfahrungsbericht liefern.

Das Touchpad ist 65 mm hoch und 100 mm breit. Hier hat Lenovo in den letzten Jahren die Größe nicht verändert. Dank dieser Größe lässt das Touchpad einem viel Freiraum zum scrollen oder ziehen mit der Maus. Für den reinen Office-Betrieb ist es (für mich) ausreichend und es lässt sich gut damit arbeiten. Einzig wie bereits erwähnt, musste ich mich leicht umgewöhnen, da es nicht ganz Mittig verbaut ist und ich bei den ersten Aktionen das Touchpad nicht direkt getroffen habe. Zum spielen halte ich es weniger für angebracht, aber das ist auch nur meine subjektive Meinung. Ich möchte gerne eine richtige Maus in der Hand halten.

Das Touchpad erkennt normale und Multitouch-Eingaben zuverlässig. Linksklicks können entweder durch doppeltes Tippen auf dem Touchpad oder im unteren linken Bereich ausgeführt werden. Für den Rechtsklick bleibt nur das Drücken im rechten Bereich.

Das Display

Verbaut ist das BOE NE156QUM-N66 Panel!

Es ist ein UHD 4k (3840 x 2160) Dolby Vision HDR Panel,
mit 500 nits, 1400:1 Kontrast, 100% Adobe RGB, 170° und spiegelnd. Es hat keinen Touchscreen! Das Panel ist äußerst Blickwinkelstabil, man kann selbst vom Rand aus alles noch ganz klar erkennen und es gibt keine Farbverläufe.

Fotos aus dem Garten

Im Garten / im Schatten lässt es sich mit dem T15 gut bis sehr gut arbeiten. In der direkten Sonne „verblasst“ das Panel wie auf den Fotos zu sehen ist. Allerdings kann man weiterhin alles erkennen. Sei es auf weißem oder auf einem etwas dunklerem (blauen) Hintergrund. Die Empfehlung geht für Outdoor aber ganz klar an eine Schattenposition. Nicht nur, weil man dann die volle Pracht des Panels genießen kann, sondern auch da das Thinkpad in der Sonne recht schnell „heiß“ wird.

Lautsprecher, Mikrofon, Kamera

Die Lautsprecher

  • sind oberhalb der Tastatur jeweils links und rechts von den Scharnieren angeordnet. Die Lautsprecher sind nach oben gerichtet und recht laut eingestellt werden, was vor allem in Räumen/Büros mit starker Geräuschkulisse von Vorteil ist.

Die Webcam

  • ist eine IR Webcam mit 720p (für Windows Hello geeignet). Auch in weniger gut beleuchteten Umgebungen bringt die Webcam ein gutes und helles Bild, sodass man auf jeden Fall vom Gegenüber gesehen werden kann. Ebenfalls ist die bewährte Kameraabdeckung mit dabei und per Schiebregler lässt sich die Kamera permanent ausschalten. Eine LED zeigt im eingeschalteten Zustand an, wann Windows / ein Programm auf die Kamera Zugriff hat.

Das Mikrofon

  • ist im Displaydeckel neben der Webcam verbaut und somit weit von den potentiellen Störgeräuschquellen wie dem Lüfter entfernt. Die Sprachqualität ist recht gut und Bürotauglich. Als Nachteil sehe ich persönlich jedoch an, dass die Lautsprecher ihre Position am Display haben und den Sound nach oben in Richtung Mikrofon abgeben. Das könnte bei Konferenzen mit mehreren Teilnehmern unter Umständen unangenehm sein.

Was ist möglich?

KomponenteMögliche Ausbaustufe/Erweiterung
CPU:Up to 10th Generation Intel® Core™ i7 Processors
Optional 6 Core™ i7
RAM:Ein Slot Frei, max. 48GB RAM möglich
Festplatte:Up to 2TB PCIe SSD
Display:15.6” FHD IPS (250nit)
15.6” FHD On-Cell IPS Touch (300nit)
15.6” 4K UHD IPS (500nit) with Dolby® Vision™
Grafik:Integrated Intel®UHD Graphics
Optional Nvidia®GeForce®MX330 with 2GB GDDR5
Netzwerk:WiFi 6 WLAN 802.11 AX
LTE CAT9 and 16
NFC – Near Field Communication
Schnittstellen:2x USB 3.1 Gen1 (1x powered)
1x USB 3.1 Type-C Gen1 5 Gbit/s
1x USB 3.1 Type-C Gen2 / Thunderbolt™ 3 (20GBit/s, DisplayPort Alt-Modus, kombiniert mit USB 3.1 Type-C, Ladefunktion)
1x HDMI 1.4b
1x RJ 45 Ethernet
1x Docking Port
1x 3.5mm (Mic-In / Audio-Out kombiniert)
1x MicroSD Card Reader
1x SmartCard Reader
Sicherheit:– intergrierter Touch FingerPrint Reader
– TPM 2.0 Security Chip
– Kensington Port
Eingabegeräte:6 Reihen Precision Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung – Deutsch
UltraNav / UltraNav Touch 3+3 Button Design 
Akku:57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit
RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std
Größe/Gewicht365 x 248 x 19.1 mm / ab 1.87 kg
Garantie:3 Jahre Vor-Ort Premier Support
3 Jahre Sealed Battery Service
Zubehör:65W USB-C Netzteil
Betriebssystem:Up to Windows 10 Pro

Benchmarks / Leistung

Verbaut ist in dem T15 ein 10th Gen i7-10510U Quad-Core (1.8 – 4.9 GHz, 8 MB Cache) mit 15 Watt TDP. Die CPU kann bis auf 25 Watt TDP angehoben werden.

Die CPU hat 4 Kerne und 8 Threads. Das T15 hat in dem Test im Netzbetrieb mit Cinebench R20 im Schnitt 1479 Punkte erzielt. Im Akkubetrieb ist es auf 1161 Punkte gekommen. Beide Tests sind jeweils unter voller Leistung durchgeführt worden. Wenn Videoprojekte gerendert wurden, sind alle Kerne /Threads im Schnitt auf 3,0 GHz gelaufen. Zum Start der Anwendung lag der Takt bei 3,6 GHz. Die CPU-Temperatur stieg dabei auf 75 Grad Celsius.

Das T15 kommt mit der Intel UHD Graphics und einer NVIDIA GeForce MX330 2 GB GDDR5

Die Nvidia-Grafikkarte ist unverzichtbar, will man auf dem T15 Spiele wie GTA 5 oder Civilization 6 spielen. Civ6 packt die Grafikkarte in der höchstmöglichen Auflösung und Detailstufe, bei GTA5 sollte man sich im Extremfall auf ein paar kleinere Kompromisse einstellen. GTA5 lässt sich recht flüssig spielen, jedoch ist es mir so vorgekommen, als gäbe es bei bestimmten Situationen (Verfolgungsjagd im Online-Modus mit dem Auto) ein paar kleinere Ruckler. Evtl. müsste man die Einstellungen mal kontrollieren.

Die Intel UHD habe ich in Civ6 angetestet und da hätte ich mit den Einstellungen extrem weit nach unten gehen müssen, um ruckelfrei spielen zu können.

Im FurMark hat das T15 1287 Punkte bei FHD und 436 Punkte bei 4k geschafft.

SSD

Verbaut ist in dem Testgerät eine 1 TB PCIe3.0x4 NVMe M.2 2280 OPAL 2.0! Die SSD sollte genug Platz und auch für viele Anwendungen eine ausreichende Geschwindigkeit bieten.

Temperatur – Lüfter – Lautstärke

Das T15 ist für normale Office-Anwendungen unter der Option „Bessere Leistung“ recht leise und alltagstauglich. Die volle Leistung bringt es sowohl im Netz- und Akkubetrieb erst auf der Stufe „Beste Leistung“. Hier kann es aber passieren, dass der Lüfter selbst bei Youtube schon lauter wird. Unter Volllast kommt es von der Lautstärke fast schon an das T430 (mit einer verbauten Quadcore-CPU) ran. Dafür bleiben die Temperaturen aber auch bei gefühlten 40 Grad in der Dachgeschosswohnung unter 80 Grad und die Leistung der CPU bleibt recht stabil. Für den reinen Office-Betrieb kann man sicherlich noch die Energieoptionen entsprechend einstellen, um sowohl die Geräuschkulisse und Abwärme so gering wie möglich zu halten.

Die neue Bios-Oberfläche:

Neu ist auch die Bios-Oberfläche. War es bei dem T490s noch die gewohnte „klassische“ Oberfläche, so wurde es jetzt neu gestaltet. Es ist heller gestaltet und hat eine Maus-Unterstützung.

Der Akku:

Verbaut ist ein 57 Wh  Li-io (Lithium Ionen) Akku mit bis zu 9.8 Stunden Laufzeit RapidCharge: 65W USB-C Adapter 80% in 1Std

Die genannten 9.8h Laufzeit sind durchaus erreichbar! Allerdings nicht mit der Option „Bessere Leistung“ und schon gar nicht erst mit der Option „Beste Leistung“. Bei der letztgenannten Einstellung wurde bei dem Video-Rendering eine 41 Watt-Leistung abgerufen. Bei der Option „Längste Akkulaufzeit“ pendelt der Verbrauch zwischen 9-12 Watt und das Gerät ist fast lautlos. Bei 24 Prozent verbleibender Akkuleistung wurden zu dem Zeitpunkt noch 1:17h Laufzeit angegeben.

Weitere Tests und Userfragen

Die Ersteinrichtung Windows 10

Das Gerät kam „nackt“ ohne Betriebssystem. Da wir einen Vergleich zu dem T14 ziehen wollten, haben wir uns im Vorfeld darauf geeinigt, den Test mit der Win10 1909 ISO durchzuführen. Das T15 hat ein Pro-Version (nicht aktiviert) erhalten. Die Installation selbst ist in weniger als 30 Minuten abgeschlossen gewesen und im Bios musste anfänglich nichts verändert werden (ISO auf dem Stick via MediaCreationTool erzeugt). Als erstes standen (nach der Treiberinstallation via Lenovo Vantage) die Benchmarks an. Hier wurde ein Fehler bemerkt, der mit der ab Werk aktuellen Bios-Version zusammenhing. Mit der Version unter 1.07 hat die CPU den Basis-Takt von 1,8 GHz nicht überschreiten können. Hier musste ein Update auf die Version 1.07 (Release-Datum 17.06.2020) erfolgen, um die CPU mit dem vollen Takt nutzen zu können. Das Gerät war einsatzbereit:

Die Verwendung im Alltag (Arbeit – Uni – Zuhause)

Genutzt wurde das T15 als Surflaptop, zum Videoschnitt und (seit längerem wieder) zum „Zocken“!

Auf der Arbeit:

Ich arbeite sehr viel mit der Adobe-Software After Effects, Photoshop und Premiere. Wegen der Corona-Pandemie wurde soweit es ginge der Kontakt auch bei mir auf der Verwaltung minimiert, sprich ich habe die Videos abgedreht und vermehrt zuhause geschnitten. Das T15 ist nur 4 Mal in den Genuss gekommen, mit zur Arbeit zu dürfen, aber es reicht für einen Eindruck! Es ließ sich gut in meinem Rucksack verstauen und ist auch nicht so sehr ins Gewicht gefallen, wie es bei dem W520 oder auch dem T430 der Fall ist. Auf der Arbeit habe ich zwar etwas mehr Platz machen müssen (sonst ist das T430 dabei), aber auch hier hat das T15 seine Leistungsvorteile gegenüber dem Schnittrechner (i7 4. Gen) ausspielen können. Im Gelände habe ich den Laptop auch getestet. Trotz indirekter oder auch direkter Sonneneinstrahlung konnte man weiterhin das Panel gut sehen und den Text schreiben oder das Video schneiden. Einzig wenn man es auf den Beinen liegen hatte, wurde es beim Rendern etwas wärmer. Die Akkulaufzeit hat sich mit 3-4h Anzeigedauer auf der Option „Bessere Leistung“ gehalten.

In der Uni:

Da würde ich gerne auch etwas schreiben, aber dank Corona gab es in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltung. Was ich dazu schreiben und bestätigen kann: Im Rucksack (Modell TF RS 7 Lokführer-Rucksack) lässt sich das T15 dank seiner flachen Bauweise sehr gut verstauen und nimmt auch nicht so viel Platz weg.

Aufgrund der Bauform (15.6“) habe ich die Aussage vom Lenovo P1 übernommen: „In der Vorlesung nimmt es jedoch deutlich mehr Platz als ein 14“ Gerät ein und macht den Einsatz mit Schreibblock schwierig. Immerhin ist es ein 15.6 Gerät! Schreibt man aber ausschließlich mit dem Laptop seine Notizen auf, passt es auf die Studierendenbank. Für meinen Studiengang (Umwelt- und Betriebswirtschaft) ist auch hier die Leistung mit der Nvidia ein Overkill. Gefordert sind bei mir maximal PDFs, Internetrecherche und Videos anschauen!

Zuhause:

Hier habe ich es ebenfalls zum Videoschnitt und Rendering verwendet. Das T15 hat ein 28 min langes Video mit Premiere 2019 den H.264-Export in 15 Minuten über die Intel GPU gemeistert.

Fragen aus dem Thinkpad-Forum:

Frage: Können bitte die DPC Latenzen getestet werden?

Antwort:

Frage: Bitte Testen ob man den Deckel ohne die Blöden Nasen aufmachen kann. Ihr wisst schon was ich meine.

Antwort: Der Deckel wird einfach auf und zugeklappt. Ein Verriegelungsmechanismus ist nicht vorhanden!

Frage: Bitte auch auf Displaylesbarkeit im freien (Sonne, Schatten und nach Möglichkeit bewölkt) testen.

Antwort: Siehe die Fotos, da gewinnt man den besten Eindruck! Ein großer Pluspunkt ist die Blickwinkelstabilität

Frage: Auch würde mich interessieren wie anfällig die Oberflächen für Fingerabdrücke und Fettschlieren sind. Gerne auch beides jeweils im Vergleich zum T14/T49xs

Antwort: Leider ist die Oberfläche recht anfällig für Fingerabdrücke, was eine entsprechende Reinigung erfordert. Ein weiterer Nachteil (an allen Thinkpads) ist ein weißer Labrador im Fellwechsel…

Frage: Dennoch interessant, wie der Aufbau und die Thermik ist

Antwort: Das Gerät aufschrauben ist leider nicht drin, da verweise ich auf das HMM. Die Wärme wird aber über eine Kühleröffnung auf der rechten Seite abgeführt!

Frage: Habe mit dem T14 bei Dauerlast unschöne VR Throttling Events, weil das Ding förmlich glüht, Abhilfe schafft hier ein provisorisch externer Lüfter.. Auch bei dem T15 der Fall?

Antwort: Ein Leistungsabfall ist bei mir nur bis 3 GHz gemessen worden. Das T15 wird insgesamt bis zu 80 Grad heiß und kann bei diesen Temperaturen noch die 3 GHz pro Kern halten.

Mein persönliches Fazit:

Pro:

Es ist ein nettes Gerät mit guter Leistung! Da ich ja seit neustem auch „modernere“ Spiele mein Eigen nenne und diese auch etwas regelmäßiger spiele, macht es schon Spass, auf dem T15 Civilization 6 zu spielen! Die Arbeit im Videoschnitt (FHD-Material) lässt sich auch auf dem 15.6“ Gerät gut abarbeiten. Was fehlt, ist ein zweiter Monitor, aber dafür hat es ja den HDMI-Ausgang!

Contra:

  • Es hat „nur“ 2 USB 3.1-Ports (Typ A), für mich zu wenig!
  • Es hat keinen SD-Kartenleser, für mich ein MUSS!

Würde ich es mir kaufen?

Es ist schwer zu sagen! War ich bis März noch davon überzeugt, dass es das T490s bei einem Neukauf werden könnte, so stehen jetzt die Zeichen eher auf dem P1 oder dem aktuell getesteten T15. Warum? Weil ich mit Civ6 und GTA5 jetzt eine Anforderung habe, die den Einsatz und sogar die Notwendigkeit der Nvidia rechtfertigt.

Warum sollten andere es sich kaufen?

Personen, die kein reines Office mit dem Laptop betreiben möchten, sind bei dem T15 mit 15.6“ gut aufgehoben. Die Nvidia ist nicht schlecht, die Leistung bleibt konstant auf einem brauchbaren Level, sodass man auch mit dem Laptop spielen kann. Man darf eben keinen reinen Gaming-Laptop erwarten.

Fazit: Es ist eine gesunde Mischung aus Arbeitslaptop und einer kleinen Zockerkiste. Für das, was drin steckt (i7, Nvidia, 4k-Panel, 1 TB SSD, 16 GB RAM), halte ich den Preis von 1558,69 € auch „gerechtfertigt“.

Man darf ja nicht vergessen: Selbst wenn die AMDs einen besseren CPU-Takt haben und günstiger sind, fehlt denen dennoch die (für bestimmte Dinge benötigte) Nvidia-Grafik.

Vergleich T14 AMD / T14i (Nvidia)

Nachfolgend ein kleiner Vergleich zwischen den kürzlich getesteten 14″ Zöllern. Die kompletten Testberichte gibt es unter: https://nbreview.de/

Ausgestattet mit Intel Core i7-10510U inklusive NVIDIA GeForce MX 330: https://nbreview.de/thinkpad-t14-intel-testbericht/ und AMD Ryzen 7 Pro 4750U: https://nbreview.de/thinkpad-t14-amd/

Schick sind sie beide 🙂

Ausgesprochen schick sind beide Testgeräte. Sie teilen sich das gleiche Gehäuse und die Handballenauflage ist für mein Empfinden bequemer als die des Vorjahresmodell T490.

Ebenfalls identisch: das wirklich sehr empfehlenswerte Panel von AUO, bei den Tests gab es nichts an der Darstellungsqualität zu bemängeln. Wirklich gut, einschließlich guter Blickwinkel!

Einzig das Touchpad der AMD-Version hat eine glattere Oberfläche, die von der Haptik deutlich angenehmer ist, dieses hätte Lenovo auch im T14i verbauen sollen.

Beide Geräte bieten: 16 GB Ram (zusätzlich ein freier Speicherslot), 1 TB SSD und einen freien m.2 Slot für ein LTE-Modul. Windows 10 wird nur beim Intel-Gerät mitgeliefert.

Größter Unterschied (abgesehen vom Touchpad): nur das T14i bietet Thunderbolt und NFC.

Hier nochmal die ermittelten Resultate der Benchmarks im Vergleich:

Benchmark:Intel:AMD:AMD / Intel:
PC Mark41494529109,16 %
3D Mark (Time Spy)118177965,96 %
Furmark (FullHD)21 fps7 fps33,33 %
Cinebench R1599.45 fps42.3 fps42,53 %
Cinebench R201634 cb3129 cb191,49 %
Geekbench 4 Multi-Core Score
(Windows)
1503419421129,18 %
Geekbench 4 Single-Core Score5145469291,20 %
Benchmarkergebnisse im Single Channel Ram-Betrieb

Bis auf wenige Ausnahmen (Furmark AMD) bieten beide Geräte deutlich mehr GPU Leistung als Intel-only Geräte. Beim T14 AMD überzeugte mich besonders die CPU-Leistung, ausgesprochen flott, und verglichen mit dem T14i blieben Abwärme und Lüftergeräusch im Rahmen. Die Nvidia bietet nochmals mehr 3D-Leisung, die Abwärme war aber einfach zu hoch.

AMD relativ zu Intel Mittelwert
CPU109,84 %
GPU83,33 %
CPU- und GPU-Leisung des AMD Ryzen 7 Pro in Relation zu Intel

Nach viel Ärger mit den Grafikkartentreibern unter Windows ist es mir gelungen eine Blu-ray mit CloneBD zu konvertieren; keine exakte Wissenschaft, aber mit den richtigen Einstellungen schlug sich AMD deutlich besser als Intel (Die MX 330 wird leider nicht unterstützt).

CloneBD (Blu-ray zu MKV H.264)Intel GPUAMD GPU
fps:100 – 120150 – 170
Bemerkung:Die GeForce MX 330 wird nicht unterstütztSetting: Software Decoding und Hardware Encoding, andernfalls einstellige Frameraten
Video Encoding

Windows und Linux liefen auf beiden Thinkpads gut.

Mein Fazit:

Insgesamt liefert AMD das stimmigere Paket, weniger Abwärme bei höherer CPU-Leistung! Eindeutig empfehlenswert. Das T14i sollte man wählen, wenn die geplanten Anwendungen definitiv die MX 330 unterstützen und von dieser ordentlich profitieren.

Anschlüsse links (T14i mit Thunderbolt)

ThinkPad L14 Gen 1 (Intel) Review

For the original German version of the review, please click here.

ThinkPad L14 20U2S04S00

  • Intel Core i5-10210U
  • 16 GB RAM
  • 512 GB SSD
  • 14” FHD IPS screen, 250 nits brightness, 700:1 contrast ratio, 45% color gamut
  • Intel UHD Graphics
  • RJ45, Intel Wi-Fi 6 AX200, Bluetooth 5, WWAN upgradeable
  • 2x USB 3.1 Gen 1 Type A, 1x USB 3.1 Type-C Gen 1, 1x USB 3.1 Type-C Gen 2, 1x HDMI 1.4b, CS18 Side Docking Port, 3.5 mm audio jack, MicroSD card reader, smartcard reader
  • Fingerprint reader, IR webcam with Windows Hello support
  • Backlit 6-row keyboard; TrackPoint and trackpad
  • Integrated 3-cell Li-Polymer 45 Wh battery
  • 331 x 235 x 20,4 mm, starting at 1.61 kg according to Lenovo

Introduction

The L14 is the tenth 14-inch model in the ThinkPad L series, which was introduced with the L412 and the 15-inch L512 as a replacement of the discontinued R series. Compared to the more expensive T series, the L series often uses lower-quality case materials. Usually, this results in a slightly higher thickness. In addition, the L-series usually does not offer the same high-quality display options that are available in more expensive ThinkPads.

When comparing the L14 with the T14, there are some additional disadvantages like the missing Thunderbolt 3 port or the slightly smaller battery. There is one huge advantage of the cheaper L14 however. While the T14 has 8 or 16 GB RAM soldered onto the mainboard and one RAM slot, the L14 features two RAM slots. Therefore, the L14 can be upgraded to 64 GB RAM whereas the T14 only supports a maximum of 48 GB RAM. In addition, it is not necessary to replace the entire mainboard in case of defective memory.

In this review, I’m testing the Intel variant of the L14 Gen 1. However, there also will be an AMD variant soon. The first reviews of devices with Ryzen 4000 mobile processors look very promising as they seem to offer a much higher performance than the Intel Comet Lake processors. Therefore, I hope that I will have the chance to review the AMD variant as well.

Case

The L14 features a black case with a few red and silver color accents set by the silver-black Lenovo logo on the lid, the silver-red-black ThinkPad logos on the lid and the palm rest, the red TrackPoint and the red lower edges of the left and right TrackPoint buttons.

Optically, I like the „no-frills“ look of the L14 very much. That’s how a ThinkPad should look like from my point of view!

However, it should be mentioned that the display bezels are fairly large. Compared to more expensive ThinkPads with smaller display bezels, the L14 looks a bit outdated. Fortunately, the bezels are already much smaller compared to some of its „ancestors“ like the L430.

Both the display cover and the palm rest feel surprisingly good. Unfortunately, their surface is also quite susceptible to fingerprints. In comparison, the base cover feels less pleasant.

In terms of rigidity, there is little reason to complain from my point of view. The palm rest feels very rigid. The base cover and the display cover can be twisted with a bit of effort, but there is little difference compared to more expensive devices.

Hinges

The hinges leave a positive impression as well. After adjusting the display angle, there is just a very short wobbling.

In general, opening the lid with one hand is possible. However, the base cover should be held in place with the second hand from a display angle of 85 degrees on to prevent it from lifting off.

Weight

According to Lenovo, the weight of the version that I tested (which has a PC/ABS display cover) starts at 1.61 kg (3.56 lb). According to my kitchen scales, it weighs 1.65 kg (3.64 lb) however.

There also is a version of the L14 with an aluminum display cover which isn’t available in the EMEA region. With 1.73 kg (3.83 lb), this version is slightly heavier than the PC/ABS version however.

In comparison to the predecessor L490 (starting at 1.69 kg (3.72 lb)), the weight of the L14 is slightly lower. Moreover, it sits right between the E14 (starting at 1.77 kg (3.90 lb) with PC/ABS display cover) and the T14 (1.49 kg (3.28 lb) with FHD Low Power display).

The 65W AC adapter shipped with the device weighs 350 g (0.77 lb).

Dimensions

The version with a PC/ABS display cover has a width of 331 mm, a depth of 235 mm and a height of 20.4 mm. In comparison, the version with an aluminum display cover is slightly thinner at 19.1 mm.

Compared to the L490 (335mm x 235mm x 22.5mm), the L14 is slightly less wide and a bit thinner.

The cheaper E14 (325mm x 232mm x 20.5mm) has a similar thickness when comparing the PC/ABS version. However, it is slightly less wide and it has a lower depth as well.

The more expensive T14, on the other hand, is slightly smaller in all three dimensions (329mm x 227mm x 17.9mm).

Ports

The device has the following ports:

  • 2x USB Type-C ports (1x USB 3.2 Gen 1, 1x USB 3.2 Gen 2)
  • 2x USB type A (USB 3.2 Gen 1)
  • HDMI 1.4b
  • Ethernet (RJ45)
  • nano-SIM card slot
  • 3.5 mm audio jack
  • Smartcard reader (optional)
  • microSD card reader
  • CS18 Side Docking Connector
  • Security keyhole
Ports on the left side of the device
Ports on the right side of the device

As the pictures show, most ports are located on the left side of the device. Apart from the ventilation slots, there are only three ports on the right side of the device: one of the two USB type A ports, the 3.5 mm jack socket and the opening for a Kensington lock.

For right-handed people, this can be a bit disadvantageous when using an external mouse. On the one hand, warm air might blow onto your hand. On the other hand, a USB device connected to the right port might be an obstacle. As I mainly used the device with the TrackPoint, this wasn’t a big issue for me however.

As the HDMI output does not support HDMI 2.0, it is not possible to operate 4K monitors at 60 Hz (except when using chroma subsampling). After a question from a fellow Reddit user, I verified this using a 4K HDMI emulator as I don’t own a 4K screen myself yet. If 3840×2160 is selected as resolution, the refresh rate is limited to 30 Hz. When selecting 4096×2160 instead, it drops to a maximum of 24 Hz.

The two USB-C ports support the so-called „DisplayPort Alternate Mode“. Therefore, you can also use them to connect external screens to the L14. The maximum resolution via USB-C is 4096×2304@60Hz according to Lenovo.

Wireless modules

The test device is equipped with an Intel Wi-Fi 6 AX200 module, which supports both WLAN and Bluetooth 5. It is worth mentioning that the Wi-Fi module was not recognized after installing Windows 10 1909. Therefore, I had to download the drivers manually using another device.

Unfortunately, I don’t have a Wi-Fi 6 access point yet. Therefore, it was not possible to test the maximum transfer rate in an appropriate way.

Optionally, you can get the L14 with a Fibocom L850-GL LTE module. The test device does not feature one however.

Biometric devices

The test device is equipped with a fingerprint reader and an IR camera combined with a 720p webcam. Both devices support Windows Hello. While the 720p webcam can be covered with the „ThinkShutter“, the IR sensor remains uncovered.

IR webcam with open ThinkShutter cover
IR webcam with closed ThinkShutter cover

Due to the fact that the recess in the palmrest where the fingerprint reader is located has a much smaller area compared to my X380 Yoga, it took some time getting used to it. However, the fingerprint reader worked perfectly fine apart from that.

For testing purposes, I also enabled the Windows Hello face recognition. In general, it worked quite well. However, I noticed some software issues. For instance, the device still tried to recognize my face when I was using it with closed lid connected to an external screen. A similar problem occurred when the webcam was covered

For example, even when operating on an external monitor with the lid closed, it tries to recognize my face. The same applies when the webcam is covered with the ThinkShutter cover.

In addition, I don’t always want to unlock the device when I turn towards it. Therefore, I disabled the facial recognition feature again after a few hours.

Input Devices

Keyboard

The test device has a six-row keyboard with a German keyboard layout, an L-shaped enter key and 85 keys. Compared to the larger L15, there is no numeric keypad thanks to a lack of space.

By default, the F keys are assigned to their alternative functions (volume control, brightness control, etc.). To set F1 – F12 as primary function, you can either use the key combination Fn + Esc or you can adjust this setting in the UEFI menu or the Lenovo Vantage app.

Some smaller ThinkPads like the L13 or the X13/X13 Yoga do not feature a full-size keyboard. Instead, some keys for letters and special characters in the right area of the keyboard are slightly smaller. Moreover, there is a combined End/Insert key instead of two separate keys.

Luckily, this is not the case for the L14 however. Therefore, I got used to typing on its keyboard far quicker.

The keyboard in the test device has a two-level backlight which makes writing in darker environments much more pleasant. This is especially the case if you can’t touch-type or you’re often using special keys .

Similar to almost all other non-convertible ThinkPads, the L14 does not feature a brightness sensor unfortunately. Therefore, the keyboard backlight can’t be enabled automatically based on the ambient light level

In terms of typing experience, I really liked the keyboard of the L14. The feedback is crisp and the key travel of 1.5 mm is quite high compared to most recent ThinkPads

If you don’t have an issue with the six-row layout, the keyboard is certainly one of the big advantages of the L14.

TrackPoint / Trackpad

While some other modern ThinkPads use Elan pointing devices, the test device has a Synaptics TrackPoint and a Synaptics trackpad instead. I generally liked the TrackPoint very much. However, getting used to the very short travel of the TrackPoint keys took some time.

As the trackpad is hinged at the top edge, a physical click is only possible in the bottom half of the trackpad. Since it has „Precision Touchpad“ drivers, gestures and other settings can be configured in the Windows setting menu. Unfortunately, Windows 10 1909 still does not allow to set the scroll speed for the trackpad separate from the scroll speed for the TrackPoint however.

Screen

The test device is using a 14″ anti-glare IPS display with Full HD resolution (1920×1080). Lenovo claims that the screen has a brightness of 250 cd/m² and a contrast ratio of 700:1. Also, it covers 45% of the NTSC color space according to them. The actual panel used is an Innolux N140HCA-EAC. According to panelook.com, it is supposed to have a contrast ratio of 800:1. Apart from that, it has the same specifications as claimed by Lenovo.

According to my measurements with an i1Display Pro, the screen does not reach the specified maximum brightness however. At the maximum brightness level, the display only achieves a brightness of 245.5 cd/m² in the center.

Due to the low maximum brightness, the device isn’t really suitable for outdoor usage unfortunately. You might even run into issues indoor in some cases.

As the following chart shows, the brightness doesn’t increase linearly with the brightness levels in Windows 10, but rather exponentially.

Interestingly enough, the specifications are clearly exceeded when it comes to the contrast ratio: on average, the screen has a contrast ratio of 1336:1 at any of the brightness levels between 10% and 100%.

Screen brightness and contrast ratio at different brightness levels

Unfortunately, the measurement of the brightness distribution shows that the brightness is much lower than the maximum of 250 cd/m² specified by Lenovo in some areas of the screen. For instance, the screen just reaches a maximum of approx. 210 cd/m² in the bottom left corner:

Brightness distribution

Based on the measured values, the screen has a brightness distribution of 85%.

Unsurprisingly, the color space coverage of the screen is quite poor with 60.8% of sRGB, 42.5% of Adobe RGB and 43.5% of the DCI-P3 color space.

sRGB coverage
Adobe RGB coverage
DCI-P3 coverage

Currently, there are two additional display options for the L14:

  • an anti-glare TN display with a resolution of 1366×768, a brightness of 220 cd/m² and a contrast ratio of 400:1
  • an anti-glare IPS touch screen with Full HD resolution (1920×1080), a brightness of 300 cd/m² and a contrast ratio of 700:1

It can be safely assumed that the TN display option is much worse than the FHD IPS option found in the test device. Therefore, I’d strongly advise against getting this screen option.

Like the other display options, the multi-touch display is specified with an NTSC colour space coverage of 45%. Therefore, it is mainly interesting due to the higher maximum brightness. However, it remains to be seen if it actually reaches the promised 300 cd/m² in practice. Therefore, I hope that I will be able to test a device with a multi-touch display when testing the AMD variant to check this more closely.

In summary, the display probably is one of the biggest shortcomings of the L14. Therefore, the price premium for the T14 might be justified in a lot of cases.

CPU

The test device is equipped with a Core i5-10210U with 4 cores, 8 threads, a base clock of 1.6 GHz and a maximum turbo clock of 4.2 GHz as well as 6MB cache. Apart from that, the L14 is available with some other Comet Lake Core i5 and Core i7 processors with four cores. Some of these processors support vPro.

  • Core i5-10310U (1.7 GHz base clock, 4.4 GHz turbo clock, 6MB cache, vPro)
  • Core i7-10510U (1.8 GHz base clock, 4.8 GHz turbo clock, 8MB cache)
  • Core i7-10610U (1.8 GHz base clock, 4.9 GHz turbo clock, 8MB cache, vPro)

In addition, there are two entry-level options with two cores and four threads: the Pentium Gold 6405U with a base clock of 2.4 GHz and 2MB cache and the Core i3-10110U with a base clock of 2.1 GHz and a maximum turbo clock of 4.1 GHz.

If you don’t need vPro, the i5-10210U is probably the „sweet spot“ as the added value of the higher priced CPU options is rather limited from my point of view. If you need more CPU power, it might make more sense to get the AMD variant of the L14 instead. The latter is available with a Ryzen 7 PRO 4750U with 8 cores and 16 threads (!) which has a base clock of 1.7 GHz and a maximum boost clock of 4.1 GHz.

To measure the CPU performance of the test device, I ran a Cinebench R20 loop with ten iterations. The results can be seen in the following chart:

I tested the device in all three performance slider modes Windows offers on AC power. For comparison, I also tested my X380 Yoga in „Best Performance“ mode. The latter is known to suffer quite strongly from throttling.

The comparison shows that the „More Battery“ mode severely restricts the performance of the L14. In the other two modes, however, it is clearly superior to the X380 Yoga in „Best Performance“ mode. Even after several Cinebench R20 iterations, the performance does not drop as much. Instead, it remains fairly constant after an initial drop.

In addition to the Cinebench R20 loop, I ran some other benchmark tests using the „Best Performance“ mode:

Geekbench 4 Single-Core Score4394
Geekbench 4 Multi-Core Score13494
Geekbench 5 Single-Core Score1015
Geekbench 5 Multi-Core Score3358
wPrime 1.55 32M (8 threads)6.603 sec
wPrime 1.55 1024M (8 threads)267.099 sec
wPrime 2.10 32M (8 threads)7.57 sec
wPrime 2.10 1024M (8 threads)273.126 sec

Memory

The test device contains a single DDR4-3200 SO-DIMM module made by Samsung with a capacity of 16 GB. With two 32 GB modules, the device can theoretically be upgraded to a maximum of 64 GB RAM.

GPU

The test device features an integrated Intel UHD Graphics, which is merely a renamed UHD Graphics 620. Since the UHD Graphics 620 was already a renamed HD Graphics 620, there has been very little progress in recent years.

According to the platform specifications, there also is a version that features an AMD Radeon 625 with 2GB GDDR5 memory in addition to the UHD Graphics 620. However, this version is not available in the EMEA region. Also, the added value of the Radeon 625 will probably be rather limited due to the fact that it is an entry-level chip with GCN architecture. Subsequently, I assume that choosing a model with an AMD APU will be the best option in terms of GPU performance.

At first, I ran different 3DMark tests to evaluate the performance of the Intel UHD Graphics:

3DMark Fire Strike
Graphics score
1117 
3DMark Fire Strike
Physics score
8739
3DMark Night Raid4961
3DMark Night Raid
Graphics score
4986
3DMark Night Raid
CPU score
4828
3DMark Sky Diver4305
3DMark Sky Diver
Graphics score
3990
3DMark Sky Diver
Physics score
7327
3DMark Sky Diver
Combined score
4203
3DMark Time Spy423
3DMark Time Spy
Graphics score
369
3DMark Time Spy
CPU score
2500
3DMark results of the Intel UHD Graphics

Apart from the benchmark tests, I also ran a few different games. I measured the frame rates with Fraps over a period of ten minutes.

GameResolutionLowMediumHighVery High
Anno 14041366×76877.554.532.832.0
Anno 14041600×90067.946.429.5
Anno 14041920×108059.938.722.9
CS:GO1366×76855.223.2
CS:GO1600×90045.019.5
CS:GO1920×108043.214.6
Battlefield 3 Noshar Canals, Team Deathmatch1366×76840.233.427.4
Battlefield 3 Noshar Canals, Team Deathmatch1600×90033.728.5
Battlefield 3 Noshar Canals, Team Deathmatch1920×108026.8
Battlefield 4 Golmud Railway, Conquest Large1366×76844.236.928.2
Battlefield 4 Golmud Railway, Conquest Large1600×90034.230.321.3
Battlefield 4 Golmud Railway, Conquest Large1920×108026.0
Average frames per second in different games

It’s obvious that the Intel version of the L14 is only suitable for older games with lowered resolution and/or reduced details. Therefore, I did not attempt to test graphically more demanding games.

Storage

The test device has a Western Digital PC SN730 M.2 2280 NVMe SSD with a capacity of 512 GB. According to the manufacturer, it reaches sequential read and write rates of up to 3400 and 2700 MB/s, respectively. For random read and write operations, it reaches up to 460K and 400K IOPS. The endurance is specified with 300 TBW for the 512 GB version.

To evaluate the performance, I ran some benchmark tests with AS SSD Benchmark and CrystalDiskMark.

Although the 1 TB Samsung 970 EVO Plus in my X380 Yoga reaches slightly higher scores, the results are very satisfying from my point of view.

According to the specifications, the L14 is available with the following SSD options:

  • M.2 2242 PCIe NVMe-SSD, connected via two PCIe 3.0 lanes
  • M.2 2280 PCIe NVMe-SSD, connected via four PCIe 3.0 lanes (as in the test device)
  • M.2 2280 Intel Optane Memory H10, connected via four PCIe 3.0 lanes (this is a combination of Intel Optane memory and QLC-3D-NAND)

In regions other than EMEA, there also is a variant of the L14 that allows to use a 2.5″ SATA HDD with 7mm height. Theoretically, this variant would also allow to use an HDD in conjunction with an M.2 2242 PCIe NVMe-SSD.

System performance

Using PCMark 10, I also tested the overall system performance:

Essentials7979
App Start-up Score10011
Video Conferencing Score7129
Web Browsing Score7119
  
Productivity6788
Spreadsheets Score7401
Writing Score6277
  
Digital Content Creation3045
Photo Editing Score3856
Rendering and Visualization Score1980
Video Editing Score3699
  
Overall result3931

From my point of view, these results are quite good. When it comes to the real-life performance, the L14 feels very snappy thanks to the fast SSD. Moreover, there is a noticeable performance benefit compared to my X380 Yoga due to the higher CPU performance under sustained load. For instance, importing RAW images from my Nikon Z 6 and converting them to DNG using Adobe Lightroom CC takes slightly less time.

Temperature, fan noise

The temperature and fan noise of the L14 strongly depend on the selected performance slider mode in Windows as these modes are directly linked to the three „intelligent cooling“ modes:

Performance slider modeIntelligent cooling mode
Battery Saver / Better BatteryQuiet mode
Better PerformanceBalanced mode
Best PerformancePerformance mode

In quiet mode, the device remains very quiet even under sustained load. The fan runs from time to time, but only on a very low and not disturbing level with about 2500 rpm. As the above Cinebench test shows, this mode limits the performance of the device however. The CPU clock is reduced to 1.8 to 1.9 GHz after a short time during the Cinebench R20 loop. In return, the device remains cool and quiet with a CPU temperature between 60 and 65 °C:

Unfortunately, the fan is already clearly audible in balanced mode. In quiet environments, this can be quite annoying. On the other hand, the CPU clocks are obviously higher. In a Cinebench R20 loop, the CPU clock quickly drops to 2.9 GHz at first. Subsequently, the CPU clocks between 2.5 and 2.7 GHz (except for a few outliers).

In performance mode, the fan runs almost continuously and the noise level is quite high. At the same time, the CPU clock and temperature are at their highest level:

Under load with Cinebench R20, the CPU temperature is only a few degrees below the shutdown temperature of 100°C initially. As a result, the clock rate is lowered considerably for a short time to reduce the temperatures. However, the temperature and clock rate stabilize somewhat after a while.

When both the CPU and the GPU are stressed with Cinebench R20 and Furmark, respectively, things look a bit different. Both the CPU clock and the GPU clock drop significantly to 1.1 and 0.8 GHz after a short time. Moreover, they remain at this level for the rest of the stress test. At the same time, the temperature drops from an initial maximum of 97 °C to a much lower level between 75 and 80 °C.

When using Prime95 in Small FFTs mode instead of Cinebench R20 to stress the CPU, things look very similar overall.

To ensure that there is no additional throttling after a longer period of time, I ran the tests with Prime95 for slightly more than two hours.

Speakers, microphone, camera

The speakers of the L14 are located on the bottom of the unit. This is another difference to the T14 where the speakers are located on top instead. Based on my experience, I would say that the sound quality neither is particularly bad nor particularly great. The same can be said about the quality of the microphone.

Similar to most other ThinkPads, the picture quality of the 720p webcam is quite poor unfortunately. Therefore, I mostly used the device with closed lid, an external screen and an external webcam for video conferences.

Battery life

All versions of the L14 feature an internal 45 Wh Li-Polymer battery. The test device is using a battery manufactured by Celxpert.

On the one hand, I ran different reproducible tests to measure the battery life in different usage scenarios. On the other hand, I also listed the average battery life during the test period as this might be closer to reality depending on your intended usage of the device.

Minimum runtime
Best Performance
Maximum screen brightness
Wi-Fi + Bluetooth enabled
Keyboard backlight on level 2
Battery Eater „Classic Test“
1:30 hours
Wi-Fi mode
Better Performance
approx. 150 nits brightness (77%)
Wi-Fi enabled, Bluetooth disabled
Keyboard backlight on level 1
Opening different websites in an interval of 15 seconds with a simple PowerShell script
5:00 hours
Average battery life during the review period
measured with the Windows 10 Battery report
5:20 hours
Wi-Fi mode
Better Performance
approx. 150 nits brightness (77%)
Wi-Fi enabled, Bluetooth disabled
Keyboard backlight on level 1
Opening different websites in an interval of 30 seconds with a simple PowerShell script
8:20 hours
Video playback
Better Battery
approx. 150 nits brightness (77%)
Wi-Fi + Bluetooth disabled
Keyboard backlight off
Repeated playback of the 4K 60 fps version of „Big Buck Bunny“ in full-screen mode
9:40 hours
Maximum runtime
Battery Saver
Minimum screen brightness
Wi-Fi + Bluetooth disabled
Keyboard backlight off
Battery Eater „Readers Test“
11:30 h
Battery life in different test cases (rounded to 10 minutes)

Linux Compatibility

To test the compatibility with different Linux distributions, I installed Ubuntu 20.04 LTS and I used a Fedora 32 USB drive.

In general, most features like the Fn key combinations (except from Fn + F9 to F11) are supported out of the box. Also, both operating systems recognized the Wi-Fi module during installation (other than Windows 10 1909).

On the other hand, the behaviour of the pointing devices was rather disappointing from my point of view. On the one hand, the TrackPoint acceleration was very weird compared to Windows. On the other hand, the scroll speed of the trackpad was way too high. To make things even worse, I haven’t found any option to configure the latter in the user interface.

Also, I wasn’t able to use the fingerprint reader which is identified as 06cb:00be Synaptics Inc. by lsusb. When trying to set up my fingerprints, I always received the error message that there is no supported fingerprint reader connected.

Even though I enabled the testing remote for fwupdmgr as described in this article, updating the firmware of the fingerprint reader was not possible.

Therefore, I basically gave up as I already spent some time trying to get the fingerprint reader to work and I’m not a Linux expert by far. Tutorials for older devices using a fingerprint reader with the ID 06cb:00bd (e.g. P43s, X395) didn’t work either unfortunately.

Undervolting

Unfortunately, undervolting seems to be blocked as there was no option to adjust the voltages in Intel XTU:

While ThrottleStop allows to configure a voltage offset, nothing happens after clicking on „Apply“:

Most likely, this is caused by a fix for the „Plundervolt“ security flaw.

DPC Latency

To measure the DPC latency, I’ve set the device to „Best Performance“ on AC power. Subsequently, I ran a PowerShell script that opens websites in an interval of 15 seconds and I tracked the latencies with LatencyMon over more than two hours.

Verdict

In general, Lenovo did a good job with the L14. In particular, it has a great keyboard and a sturdy keyboard. Also, it’s worth mentioning that the L14 has two RAM slots while the more expensive T14 just has a single RAM slot and 8 or 16 GB of soldered memory.

Unfortunately, there are a few issues that affect the positive impression. Even though the test device can be bought for 720 euros with educational discount, the bad screen is not acceptable from my point of view. Also, Lenovo should definitely work on firmware updates that improve the fan noise and lower the temperature (even though this means lower performance).

Also, it is a pity that the L14 does not support Thunderbolt 3 which means that you have to get a device with Intel CPU from the more expensive T, X or P series if you want to use an external GPU. Last but not least, the battery life isn’t sufficient for an entire working day as the internal battery isn’t large enough for this.

ThinkPad X13 (AMD Ryzen 7 Pro) Testbericht

AMDs Ryzen-CPUs ziehen schon seit einigen Jahren Aufmerksamkeit auf sich, bieten sie doch endlich wieder eine leistungsfähige und günstigere Alternative zu den CPUs des Marktführers Intel. Mittlerweile wendet sich AMD auch wieder Notebooks zu und bietet mit der Ryzen Pro Mobile-Produktlinie mobile CPUs, die mit bis zu 8 Kernen und SMT (Hyperthreading) Leistung pur versprechen, aber nicht zuletzt dank 7nm-Fertigung dennoch stromsparend und kühl genug für den Ultrabook-Einsatz sein sollen. In der aktuellen ThinkPad-Generation werden die AMD-CPUs in der T- und X-Serie verbaut. Hier testen wir das ThinkPad X13 20UGS00800 mit AMD Ryzen 7 Pro 4750U.

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Thinkpad T14 AMD (Low Power FHD IPS / AMD Ryzen 7 Pro) Testbericht

Die zweite Neuauflage des T490, äußerlich von diesem auch nicht zu unterscheiden.

Die wichtigsten Eckdaten:

AMD Ryzen 7 Pro 4750U Octa-Core / 16 GB Ram (verlötet) / 1 TB SSD / 14″ FullHD Panel (400 nits) / AMD Radeon RX Vega 7

Größe und Gewicht: 329 x 227 x 17.9 mm, 1.59 kg

inklusive 3 Jahre Vor-Ort Premier Herstellergarantie (auch auf den Akku!)

Das Gerät stammt aus der Lenovo Campus Collection und wurde mir von ok1.de zur Verfügung gestellt. https://ok1.de/ThinkPad/ThinkPad-T14-14/Thinkpad-T14-AMD-20UES00L00::2131.html.

Das Gehäuse entspricht dem T14-Modell mit Intel-CPU: https://nbreview.de/thinkpad-t14-intel-testbericht/.

Insgesamt wertig und schick. Die Schnittstellen sind jeweils links und rechts angeordnet, mit Ausnahme des Simkarten-Slots, der sich an der Rückseite befindet.

Links: 2x USB-C / USB 3.1 (Gen 1) / HDMI (2!) / Headphone – mic combo & MicroSD card reader

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ThinkPad X13 AMD (Gen.1)

Aktuell im Test:

Thinkpad X13 AMD 20UGS00800

AMD Ryzen 7 Pro 4750 Octa-Core 1.7-4.1GHz, 16GB RAM, 512GB PCIe-NVMe SSD, 13.3″ Full-HD (1920 x 1080), IR Webcam, AMD Radeon Grafik, Intel Wi-Fi 6 AX200 WLAN, Bluetooth, LTE/4G vorbereitet, 48Wh Akku, Win 10 Pro., 3 Jahre Vor- Ort Premier Herstellergarantie, 3 Jahre auf Akku

Fragen und Infos vorab im ThinkPad-Forum

Downloads:

Modelle:

X13 AMD20UF000NGE20UG0005GE
20UF000EGE20UF000PGE20UG0006GE
20UF000FGE20UF000QGE20UG0009GE
20UF000GGE20UF000RGE20UG000AGE
20UF000JGE20UG0003GE20UG000BGE
20UF000LGE20UG0004GE20UF000DGE

Thinkpad T14 (Low Power FHD IPS) Testbericht

Diesmal im Test: Die Neuauflage des T490, äußerlich auf den ersten Blick von diesem nicht zu unterscheiden.

Die wichtigsten Eckdaten:

Intel Core i7-10510U / 16 GB Ram / 1 TB SSD / 14″ FullHD Panel (400 nits) / NVIDIA GeForce MX 330 (2 GB) / Windows 10 Professional

Größe und Gewicht: 329 x 227 x 17.9 mm, 1.59 kg

inklusive 3 Jahre Vor-Ort Premier Herstellergarantie (auch auf den Akku!)

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ThinkPad X1 Carbon 8th Gen (i7, FHD) Testbericht

Intels neueste Comet Lake-CPU-Generation hält nun weltweit in Lenovos Topmodellen Einzug. Nachdem außerhalb des EMEA-Raums (Europa und mittlerer Osten) auch das X1 Carbon der 7. Generation schon mit Comet Lake-CPUs bestellt werden konnte, setzt das neue ThinkPad X1 Carbon der 8. Generation nun komplett auf die „neuen“ CPUs, stellt sonst aber ein vergleichsweise kleineres Update des Vorgängers da. Hier testen wir das X1 Carbon 8th Gen (20UAS04T00) mit Core i7-10510U.

Die wichtigsten technischen Daten des Testgeräts lauten:

ThinkPadX1 Carbon 8th Gen– Typ 20UAS04T00
CPUIntel Core i7-10510U – 4x 1.8-4.9 GHz, 8MB L3-Cache
RAM16 GB LPDDR3, 2133 MHz
Display14.0″ 1920×1080, IPS, 400 nits, 800:1 Kontrast
GrafikIntel UHD Graphics
Gewicht1.09 kg
Preis1.449 € (Bildungsprogramm)

Vergleich zum Vorgänger (7th Gen)

Im Vergleich zur 7. Generation ist das X1 Carbon 8th Gen ein kleines Update: Verbaut werden nun die etwas leistungsfähigeren Core i-CPUs der 10. Generation. Das Multitouch-Panel leuchtet nun mit 400 statt 300 nits, das ePrivacy-Panel mit 500 statt 400 nits. Die Tastatur hat neue Funktionstasten für Anrufe erhalten und der WLAN-Chip unterstützt nun 802.11ax statt 802.11ac.

Gehäuse

Das ThinkPad X1 Carbon 8th Gen nutzt weiterhin das Gehäuse der 7. Generation, die wir bereits hier getestet haben. Mit 323mm x 217mm x 14.9mm und einem Gewicht von nur 1.09 kg ist das X1 Carbon mit Abstand das kleinste und leichteste 14″-ThinkPad. Entscheidet sich der Nutzer für das Privacy Guard-Display (später mehr zu den Displayoptionen), legt das Gerät um 0.5mm auf 15.4mm Dicke zu und wiegt 1.21 kg.

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist das X1 Carbon nicht komplett aus Carbon gefertigt. Das Unterteil, in das die Tastatur von unten eingebaut ist, besteht aus einer Magnesiumlegierung. Wenngleich das einen Tastaturtausch für den Endkunden teuer und ohne Garantieverlust unmöglich macht, spart Lenovo dadurch Bauhöhe ein und kann trotz des dünnen Gehäuses einen überzeugenden Tastenhub realisieren. Die Schnittstellen sind links und rechts des Gehäuses angeordnet, der Lüfterauslass sitzt auf der rechten Seite – schlechte Nachrichten für Rechtshänder mit externer Maus.

Die Wartungsklappe am Boden ist erstaunlich stabil und vermutlich ebenfalls aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Der Displaydeckel macht nun endlich dem Namen alle Ehre und besteht aus Carbon – er wirkt sehr stabil, lässt sich kaum verwinden und gibt auch unter Druck nicht nach, was hellen Stellen im Display durch Druck z.B. beim Rucksacktransport vorbeugt.

Insgesamt wirkt das X1 Carbon 8th Gen sehr hochwertig und gut verarbeitet. Dazu trägt auch bei, dass das komplette Gehäuse, selbst das Displaybezel, mit einer matten Gummierung versehen ist. Beim Palmrest müssen Träger einer Uhr mit Metallband hier vermutlich aufpassen, da Kratzer sonst vorprogrammiert sind – zudem sammelt die Gummierung Fett und Fingerabdrücke und muss somit öfter gereinigt werden. Die Haptik ist dafür exzellent. Einzig der ThinkShutter-Schieber trübt den Eindruck, da er nicht beschichtet ist und somit sowohl von der Farbe als auch von der Struktur vom Rest des Gehäuses abweicht.

Die Schnittstellen sind sinnvoll angeordnet: Links finden sich zwei USB 3.2 Typ-C Gen2/Thunderbolt 3-Ports, wovon einer in den Side Docking-Anschluss integriert ist. Beide Ports können das Gerät laden. Die zweite Buchse im Docking-Anschluss führt den Anschluss für den nativen Intel I219-V Ethernet-Chip nach außen, der passende Adapter ist im Lieferumgang des Geräts enthalten. Weiterhin befinden sich links ein USB 3.2 Gen1 Typ A-Anschluss, ein HDMI 1.4b-Port und die 3,5mm-Klinkenbuchse für Headsets oder Kopfhörer. Hier könnten sich ein breiterer USB-Stick und ein HDMI-Kabel in die Quere kommen, da die Anschlüsse nah beieinander sitzen. Auf der rechten Seite finden sich die Öse für ein Notebookschloss, ein weiterer USB 3.2 Gen1 Typ A-Anschluss mit Always On-Funktion sowie der Einschalter.

Tastatur

Das ThinkPad X1 Carbon Gen 8 besitzt eine Tastatur im aktuellen 6-Reihen-Layout. Hier findet sich eine Neuerung im Vergleich zum Vorgänger – Lenovo hat F10 und F11 mit Funktionstasten zum Annehmen und Auflegen von Anrufen belegt. Natürlich ist die Tastatur in zwei Stufen hintergrundbeleuchtet, diese können über die Tastenkombination Fn-Leertaste durchgeschaltet werden.

Trotz des dünnen Gehäuses hat Lenovo es geschafft, eine Tastatur mit einem überzeugenden Tippgefühl zu konstruieren. Hierzu trägt auch bei, dass es sich aufgrund des 14″-Formfaktors um eine Tastatur normaler Größe handelt – es gibt keine kleineren Tasten wie bei den 13,3″-ThinkPads. Abstriche musste Lenovo beim Hub der Tasten machen – wie auch beim X1 Carbon 7th Gen beträgt dieser nur noch 1.5mm statt der üblichen 1.8mm. Trotzdem – oder eventuell auch deswegen – ist der Anschlag jedoch sehr satt, was das Tippen ebenfalls vereinfacht. Auch das Tippen längerer Texte in 10-Finger-Technik ist auf dem X1 Carbon 8th Gen sehr bequem möglich, so wurde wie immer fast der komplette Testbericht auf diesem Gerät verfasst.

TrackPoint und Touchpad

ELAN scheint Synaptics als Standardhersteller der ThinkPad-Maushardware abgelöst zu haben, stammen auch bei diesem Gerät TrackPoint und Touchpad von diesem Hersteller. Der TrackPoint funktioniert einwandfrei und erlaubt eine präzise Steuerung des Zeigers. Die TrackPoint-Tasten sind, wie auch schon beim X1 Carbon 7th Gen, fast komplett flach und stehen kaum aus dem Gehäuse hervor, sind aber dennoch angenehm zu bedienen. Sie sind wie bei den meisten neuen ThinkPads als Klickschalter ausgeführt, besitzen aber dennoch einen gut definierten Druckpunkt. Das Glastouchpad überzeugt ebenfalls – es besitzt eine sehr glatte, angenehme Oberfläche und einen satten Druckpunkt. Der vorhandene Platz wird gut ausgenutzt.

Leider fehlt dem Maustreiber die Möglichkeit, die Scrollgeschwindigkeit für den TrackPoint separat festzulegen. Stellt man diese passend für das Scrollen mit dem TrackPoint ein, scrollt man mit dem Touchpad viel zu langsam. Wir hoffen, dass Lenovo hier in der Zukunft noch mit einem Treiberupdate nachlegen kann.

Display

Unser Testgerät ist mit einem Low Power Full HD-IPS-Display des Herstellers BOE ausgestattet, das auf die Typbezeichnung NE140FHM-N61 hört. Während Lenovo eine Helligkeit von 400 nits, eine Farbraumabdeckung von 72% NTSC und ein Kontrastverhältnis von 800:1 angibt, listet der Hersteller einen Kontrast von 1500:1.

Das Bild überzeugt bereits im Auslieferungszustand, allerdings profitiert das Panel dennoch von einer Kalibrierung, um einen leichten Gelb-/Grünstich zu korrigieren. Die Farbräume sRGB werden zu 94% und Adobe RGB zu 74% abgedeckt, NTSC zu 74%. Ein Farbprofil stellen wir am Ende des Berichts zum Download bereit. Wenngleich eine vollständige Abdeckung des sRGB-Farbraums wünschenswert wäre und von anderen Displays auch erreicht wird, kann das X1 Carbon 8th Gen damit dennoch sinnvoll zur Bild- und Videobearbeitung eingesetzt werden. Lenovo verbaut allerdings verschiedene Panel-Typen mit ähnlichen, aber nicht identischen Daten – ein anderes Gerät kann somit eine etwas bessere, aber auch eine etwas schlechtere sRGB-Abdeckung aufweisen. Wenn eine perfekte Abdeckung des sRGB-Farbraums erforderlich ist, greift man besser zum 4K-Display, das jedoch mit einem deutlich höheren Akkuverbrauch einhergeht.

Die maximal gemessene Helligkeit beträgt 421 nits – damit sollte selbst im Freien bei Sonnenschein problemloses Arbeiten möglich sein. Gedimmt werden kann es auf bis zu 5.2 nits, womit man in dunkler Umgebung angenehm arbeiten kann. Die Regelung ist nicht linear, so erreicht das Display bei eingestellten 70% Helligkeit mit 168 nits noch nicht einmal seine halbe Leuchtkraft – vermutlich soll damit dem Umstand Sorge getragen werden, dass man in dunkler Umgebung und dementsprechend niedriger Helligkeitseinstellung eher in kleinen Schritten nachjustieren möchte. Die Ausleuchtung konnte aufgrund technische Probleme mit unserem Messgerät nicht quantifiziert werden, im subjektiven Eindruck konnte jedoch keine große Ungleichmäßigkeit festgestellt werden.

In individuellen Konfigurationen bietet Lenovo das 400 nits-Full HD-Display auch mit 10-Finger-Multitouch an. Eine weitere Full HD-Option besteht in dem mit 500 nits strahlenden Panel mit Privacy Guard-Option – hier kann per Tastendruck ein Blickschutzfilter hinzugeschaltet werden. Als Topmodell kann man ein 4K-Display („DolbyVision HDR400“) mit 500 nits Helligkeit und 90% P3-Abdeckung konfigurieren, das aber leider nur mit glänzender Oberfläche verfügbar ist. Ein WQHD-Display mit 300 nits kann in manchen Regionen noch geordert werden, bietet aber keine signifikanten Vorteile.

Audio, Kamera und Biometrie

Lenovo verbaut im X1 Carbon 8th Gen zwei nach unten abstrahlende 2W-Lautsprecher sowie zwei über der Tastatur sitzende 0.8W-Lautsprecher, die Dolby Atmos-zertifiziert sind. Wenngleich die Lautsprechergitter 2020 fast schon ungewohnt sind, beeindruckt das System, sobald die Dolby-Software eingerichtet und aktiv ist. Für die Ultrabook-Kategorie besitzt der Klang ein erstaunliches Volumen und kräftige Tiefen. Mitten werden klar wiedergegeben, lediglich bei den Höhen verwischt das Klangbild. In der Software kann der Klang mit einem Equalizer weiter dem eigenen Geschmack angepasst werden. Die Lautstärke reicht problemlos aus, um einen mittleren Konferenzraum zu beschallen. Sehr erfreulich ist auch, dass die Lautsprecher mit deaktivierter Dolby-Software (also z.B. unter Linux) nur geringfügig leiser sind – allerdings gehen insbesondere die Tiefen verloren. Dennoch kann der Klang auch unter Linux als überdurchschnittlich beurteilt werden.

Vier 360°-Weitfeld-Mikrofone sind an der oberen Kante des Displaydeckels positioniert und erlauben eine gute Verständigung in einer Telefonkonferenz. Die Webcam scheint sich im Vergleich zu anderen ThinkPads etwas verbessert zu haben, besitzt sie doch bei guten Lichtverhältnissen einen besseren Dynamikumfang. Das Bild ist aber dennoch recht verwaschen und löst nur mit 1280×720 Pixeln auf – 2020 sollte Full HD ein Standard sein, insbesondere in High-End-Geräten wie der X1-Serie. Die Gesichtserkennung mittels IR-Kamera funktioniert einwandfrei und sehr schnell – da das X1 Carbon auch sehr schnell aus dem Standby aufwacht, ist man nach dem Aufklappen des Deckels fast sofort eingeloggt.

Biometrisch kann man sich auch per Fingerabdruckleser einloggen – dieser sitzt rechts neben dem Touchpad und funktioniert ebenfalls problemlos.

Konnektivität

Im ThinkPad X1 Carbon 8th Gen ist ein Intel Wi-Fi 6 AX201-Chip verbaut, der 802.11ax sowie Bluetooth 5.1 unterstützt – er wird aber von Windows aktuell auf Bluetooth 5.0 limitiert. LTE-A ist optional bestellbar, die Fibocom L850-GL LTE-Karte ist optional auch in einer 2×2 MIMO-Version verfügbar, was die Datenrate verdoppeln kann. Lenovo bietet hier auch die Möglichkeit einer eSIM. Ethernet ist, wie bereits beschrieben, über einen Adapter nativ anzuschließen.

Technische Daten

TestgerätAlternativen/Maximal
CPUIntel Core i7-10510U (4 Kerne, 8 Threads, 8MB Cache, 14nm++)Intel Core i5-10210U
Intel Core i5-10310U
Intel Core i7-10610U
RAM16 GB LPDDR3-2133, verlötet, kein Slot8 GB
Display14.0″ FHD (1920×1080), IPS, Low Power, 400 nits, 800:1 Kontrast, 72% NTSC14.0″ FHD (1920×1080), IPS, Multitouch, 400 nits, 700:1 Kontrast, 72% NTSC
14.0″ FHD (1920×1080), IPS, Privacy Guard, 500 nits, 1500:1 Kontrast, 72% NTSC
14.0″ 4K/UHD (3840×2160) DolbyVision HDR400, IPS, 500 nits, 1500:1 Kontrast, glossy, 90% DCI-P3
GrafikIntel UHD Graphics
HDD/SSD512 GB M.2 2280 NVMe SSD, PCIe 3.0 x4Intel Optane Memory H10 + M.2 2280 NVMe SSD, PCIe 3.0 v4
WLANIntel Wi-Fi 6 AX201 (2×2 802.11ax)
Bluetooth5.1
LTEFibocom L850-GL
Fibocom L850-GL 2×2 MIMO
Schnittstellen2x USB 3.2 Typ A Gen1
2x USB 3.2 Typ C Gen2/Thunderbolt 3
HDMI 1.4b
3,5mm Klinke
Side Docking-Anschluss

BiometrieFingerprint-Reader
Windows Hello Infrarot-Kamera

Audio2x2W + 2x 0.8W Lautsprecher
4x 360°-Weitfeld-Mikrofon

WebcamHD 720p
Akku51 Wh
Netzteil65 W Slim45 W
65 W
OSWindows 10 Home
Windows 10 Pro

Hardware

CPU

Der Intel Core i7-10510U ist eine 4-Kern-CPU der 10. Generation „Comet Lake“ im 14nm++-Verfahren. Er taktet mit 1,8 GHz und kann im Turbo Boost bis zu 4,9 GHz erreichen. 8MB L3-Cache unterstützen die CPU, die eine TDP von 15W besitzt – diese kann auf 25W angehoben werden.

Wir haben den Core i7-10510U im Cinebench R20 getestet. Im Netzbetrieb erreicht die CPU nach einer Stunde durchschnittlich 1388 Punkte im Multicore-Test und 436 Punkte im Singlecore-Test, was ein Multicore-Verhältnis von 3.67 ergibt. Im Akkubetrieb (Einstellungen auf „Höchstleistung“ in Windows bzw. „Maximum Performance“ im UEFI-Setup) werden 1391 Punkte im Multicore-Test bzw. 440 Punkte im Singlecore-Test erreicht. Die Leistung im Akku- und Netzbetrieb ist also identisch – das ist vorbildlich, so wie die über eine Stunde nahezu konstante Leistung unter Singlecore-Last. Bei Multicore-Volllast sinkt die Leistung nach ca. 25 Minuten auf ca. 80% des anfänglichen Ergebnisses, da die CPU ihre Leistung begrenzen muss (mehr dazu unter „Temperatur“).

Im Geekbench 4.4.2 erreicht das X1 Carbon 8th Gen im Netzbetrieb 17.373 Punkte im Multicore-Test und 5.433 Punkte im Singlecore-Test. Die Einzelergebnisse lassen sich hier nachlesen. Im Akkubetrieb wurden 16.175 Punkte im Multicore-Test und 5.309 Punkte im Singlecore-Test erreicht (Ergebnisse hier).

Leider ist es aufgrund der Updates für „Plundervolt“ genannte Sicherheitslücken in der 10. Core i-Generation nicht mehr möglich, die CPU zu undervolten, also mit geringerer Spannung zu betreiben, um die Abwärme und somit das Throttling-Verhalten zu verringern. Die Einstellungen werden zwar übernommen, wirken sich aber nicht aus.

GPU

Die integrierte Intel UHD Graphics-GPU ist identisch zur bisher verbauten Intel UHD Graphics 620 und fällt leistungsmäßig weit hinter die AMD-Konkurrenz wie im zeitgleich getesteten ThinkPad X13 zurück.

Im FurMark-Benchmark v1.21.2.0 erreicht das ThinkPad X1 Carbon 8th Gen im Durchschnitt 460 Punkte nach fünf Durchläufen. Im Geekbench 4.4.2 (Bericht hier abrufbar) werden 24925 Punkte im OpenGL-Test erreicht. Weiterhin haben wir diverse 3DMark-Benchmarks getestet:

3DMark Fire Strike v1.11.236
Graphics Score1.349
Physics Score10.646
Combined Score419
3DMark Time Spy v1.2496
Graphics Score434
CPU Score2.660
3DMark Night Raid v1.15.830
Graphics Score5.916
CPU Score5.391
3DMark Sky Diver v1.04.816
Graphics Score4.514
Physics Score8.324
Combined Score4.262
3DMark-Benchmarks auf dem X1 Carbon 8th Gen

Man sieht, dass die CPU eine solide Leistung abliefert, während die GPU aber lediglich bei den für Laptops und integrierte Grafiken gedachten Benchmarks „Night Raid“ und „Sky Diver“ deutlich vierstellige Ergebnisse erzielen kann. Während gerade ältere Spiele damit wohl durchaus brauchbar gespielt werden können, ist das X1 Carbon 8th Gen erst einmal nicht zum Spielen geeignet. Dank Thunderbolt 3 lässt sich aber natürlich eine externe Grafikkarte mit dem Gerät verbinden, über die dann auch anspruchsvollere Spiele möglich werden.

SSD

In unserem Testgerät verbaut Lenovo eine Samsung PM981a-SSD mit 512GB Speicher (MZVLB512HBJQ-000L7). Die SSD ist per PCIe 3.0 x4 angebunden und nutzt TLC-Speicher. Im Alltagsbetrieb fühlt sich das System extrem schnell an und auch der Benchmark überzeugt.

PCMark „Alltags-Benchmark“

Im PCMark 10 hat das X1 Carbon 8th Gen 4.349 Punkte erzielt.

Essentials9.340
Apps Start-up Score13.455
Video Conferencing Score7.524
Web Browsing Score8.049
Productivity7.144
Spreadsheets Score8.320
Writing Score6.135
Digital Content Creation3.346
Photo Editing Score4.107
Rendering and Visualisation Score2.238
Video Editing Score4.079
PCMark 10-Ergebnisse des X1 Carbon 8th Gen

Die Ergebnisse fallen wie erwartet aus. Im Vergleich z.B. zum gleichzeitig getesteten ThinkPad L14 1st Gen mit i5-10210U beobachten wir ein geringes Leistungsplus, aber beim Starten von Programmen kann sich das X1 Carbon 8th Gen dank der Samsung-SSD deutlich vom L14 und seiner günstigeren WD-SSD absetzen.

Temperatur, Stromverbrauch und Lautstärke

Unter Last heizt sich das Gehäuse des X1 Carbon 8th Gen an der rechten Seite deutlich auf, leicht spürt man die Abwärme auch an den dort liegenden Tasten. Im Bereich der Handballenauflage fühlt man jedoch keine Wärmeentwicklung mehr. Der Lüfter überzeugt dagegen – im normalen Betrieb läuft er nicht oder nur mit 2600 rpm, wo man ihn so gut wie nicht hört. Unter Last beschleunigt er zunächst auf ca. 4000 rpm, dann auf ca. 4600 rpm, wo ein Rauschen vernehmbar wird, aber nicht stört und keinen hohen Pfeifton mit sich bringt.

Mittels HWInfo haben wir während der Cinebench R20-Benchmarks sämtliche Sensor-Parameter mitgeschnitten. Im Multicore-Benchmark verhält sich das Gerät im Netz- und Akkubetrieb sehr ähnlich: In den ersten fünf Minuten sinkt der CPU-Takt langsam von ca. 4 auf 3 GHz, während der Lüfter schnell von unhörbaren 2600 rpm auf hörbar rauschende, aber nicht störende 4600 rpm hochdreht. Die Temperatur klettert auf bis zu 97 °C, wobei die CPU-Leistung durch Thermal Throttling begrenzt wird. Nach fünf Minuten setzt die TDP-Begrenzung auf 13W ein, was die CPU-Temperatur auf ca. 75 °C und den CPU-Takt auf ca. 2.2 GHz senkt. Nach kurzer Zeit steigt die TDP langsam wieder auf bis zu 25 W an, während die CPU mit bis zu 3 GHz taktet und die Temperatur auf bis zu 95 °C ansteigen darf. Teilweise setzt kurz Thermal Throttling ein, aber vor allem greift nach weiteren ca. 2 Minuten wieder die TDP-Begrenzung auf 13W. Dies wiederholt sich konstant während des einstündigen Benchmarks.
Hier limitiert also das Kühlsystem des X1 Carbon. Reserven bestünden hier sicherlich, wenn man die CPU undervolten könnte – allerdings ist das, wie bereits oben beschrieben, aufgrund der „Plundervolt“-Sicherheitslücken nicht mehr möglich.

Im Singlecore-Test sieht das Bild etwas anders aus: Im Netzbetrieb steigt die Temperatur rapide auf 97 °C und schwankt dann zwischen 80 °C und 97 °C, während die CPU zwischen 3.0 GHz und 4.2 GHz taktet. Die TDP schwankt zwischen 13 und 20 Watt. Hauptsächlich wird die Leistung durch Thermal Throttling begrenzt, zusätzlich setzt ab fünf Minuten nach Start des Benchmarks gelegentlich die TDP-Begrenzung (Power Limit Throttling) ein.

Im Akkubetrieb taktet die CPU nahezu konstant mit ca. 4.2 GHz, während die Temperatur entsprechend konstant bei 97 °C bleibt. Die TDP sinkt von Anfangs ca. 25 W auf 17 W ab, bleibt dann aber auch dort etwa konstant. Thermal Throttling ist durchgehend aktiv, zudem wird ständig für kurze Zeit Power Limit Throttling aktiv (daher im Graph transparent dargestellt).

Die Leistung ist dennoch auch im Singlecore-Test zwischen Netz- und Akkuebtrieb sehr ähnlich. Eventuell macht hier die zusätzliche thermische Belastung durch den Netzbetrieb einen Unterschied, auch kann ein Einfluss durch die Umgebungstemperatur nicht ausgeschlossen werden. Der Lüfter beschleunigt auch hier nach wenigen Minuten auf ca. 4600 rpm.

Wie auch bereits an den Ergebnissen des Cinebench-Tests deutlich wurde, ist das Kühlsystem des X1 Carbon ausreichend dimensioniert, um die anfängliche Leistung bei Singlecore-Last auch über einen längeren Zeitraum beizubehalten. Bei Multicore-Last ist das nicht der Fall, hier muss sich das Gerät einbremsen. Da angesichts der geringen Bauhöhe die thermischen Reserven des Kühlsystems auch physikalisch begrenzt sind, wäre das Gerät ein Kandidat für Undervolting – das ist allerdings, wie bereits gesagt, aktuell technisch nicht möglich.

Akkulaufzeit

Lenovo verbaut im ThinkPad X1 Carbon 8th Gen einen 51 Wh-Akku, der in unserem Testgerät von SMP produziert wurde, und gibt eine Laufzeit von bis zu 18 Stunden an.

Wir haben die Laufzeit mit Battery Eater v2.70 getestet. Aufgrund technischer Probleme mit der aktuellen Version unter Windows 10 1909 werden die Ergebnisse inklusive der tatsächlichen Messperiode extrapoliert angegeben. Im Classic Test (3D-Rendering, WLAN ein, volle Helligkeit) wurde eine Laufzeit von ca. 1h45min ermittelt (gemessen: 86% Verbrauch in 90min). Im Reader’s Test (Scrollen in einer Textdatei, WLAN ein, Helligkeit ca. 100 cd/m²) erreicht das X1 Carbon 8th Gen eine Laufzeit von ca. 18h30min (gemessen: 27% Verbrauch in 5h).
Im Alltagsbetrieb erreicht das Gerät bei kombinierter Nutzung von Office, Internet und leichter wissenschaftlicher Bildbearbeitung eine Lautzeit zwischen 8 und 10 Stunden, somit hält es einen kompletten, üblichen Arbeitstag durch. Beim Videostreaming (Netflix) haben wir eine extrapolierte Laufzeit von ca. 9 Stunden ermittelt.

Dem Gerät liegt ein 65W-USB Typ C-Netzteil in der neuen „Slim“-Bauform bei, das sehr stark an die Bauform des Dell XPS-Netzteils erinnert. Das ist eine positive Entwicklung – man kann hier das Kabel einfach platzsparend auf dem Netzteil aufwickeln.

Preis und Konfiguration

Die hier getestete Konfiguration kostet im Bildungsprogramm 1.549 Euro und ist die kleinere Topseller-Konfiguration, die hierzulande verkauft wird. Für 1.899 Euro erhält man das Gerät mit LTE-Karte, 1TB-SSD und Windows-Vorinstallation – da den Bezugsberechtigten jedoch meist ohnehin kostenlose Windows-Lizenzen zur Verfügung stehen, lohnt sich diese nur selten. Displayoptionen etc. stehen bisher nur in individuellen Konfigurationen zur Wahl.


User-Fragen

Lasst uns über die Kommentare oder in der Diskussion über das Testgerät im ThinkPad-Forum Eure Fragen zukommen, die wir natürlich gerne mit aufnehmen!

Wie verhält sich das Gerät unter Linux? Funktioniert die Lautstärkeregelung?

Ich habe das X1 Carbon 8th Gen kurz mit POP!_OS 20.04 vom USB-Stick betrieben. Tatsächlich funktioniert out of the box alles Offensichtliche – WLAN und Bluetooth, Grafikbeschleunigung, die Helligkeits- und Lautstärkeregelung, Trackpoint, Touchpad, Fingerabdruckleser, Webcam etc. Die Lautsprecher sind auch ohne Dolby Atmos für ein Notebook erstaunlich laut und gut, der voluminöse Eindruck des Klangs unter Windows geht jedoch verloren. Auch der Akkuverbrauch scheint auf den ersten Blick ähnlich zum Verbrauch unter Windows zu sein.

Insgesamt lässt sich das X1 Carbon 8th Gen also auch für Linux-Anfänger ohne weitere Anpassungen gut mit Linux einsetzen. Erfahrene Nutzer sollen hier keine Probleme haben, die Installation zu perfektionieren.

Anhänge

Hier könnt Ihr einige Dateien zum Testgerät herunterladen:


Fazit

Im Test hat das X1 Carbon 8th Gen überzeugt. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Eingabegeräte sind auf gewohnt hohem ThinkPad-Niveau, das Display ist sehr gut – wenn auch nicht perfekt – und die Akkulaufzeit stimmt. Bei der Leistung muss man aufgrund des extrem dünnen Gehäuses zumindest bei Multicore-Last kleine Abstriche im Vergleich zu dickeren Geräten wie dem T14 machen. Zudem fehlt es dem Intel-SoC an Grafikleistung, insbesondere im Vergleich zu aktuellen AMD Ryzen-Notebooks. Dank Thunderbolt 3 lässt sich hier jedoch mit einer externen GPU Abhilfe schaffen. Weitere kleine Kritikpunkte bestehen in der Wärmeentwicklung am Gehäuse sowie der Webcam, die dem Preis des Geräts nach wie vor nicht gerecht wird.

Das X1 Carbon 8th Gen empfiehlt sich somit für all diejenigen, für die Mobilität und eine hochwertige Anmutung an erster Stelle stehen. Man nimmt das Gerät einfach gerne mit, weil man es im Rucksack oder der Tasche fast gar nicht merkt. Der Preis im Bildungsprogramm – 1.449 Euro – steht absolut im Verhältnis zum Gebotenen.

Wer etwas sparen möchte, kann sich das ebenfalls sehr gute Gerät der 7. Generation anschauen. Wer mehr Leistung wünscht, dadurch aber etwas Mobilität, Premium-Haptik und Features wie Thunderbolt aufzugeben bereit ist, schaut in Richtung der aktuellen AMD-Modelle wie T14 und X13.

Lenovo Yoga Book C930 Testbericht

Neue, innovative Bedienkonzepte liegen in der ThinkPad-Produktlinie schon lange im Fokus. Nicht zuletzt war schon das allererste ThinkPad 700T ein Tablet-PC – auch später folgten mit dem ThinkPad Transnote, den Convertibles der X-Serie, dem X1 Carbon mit variabler Touch-Leiste und den durch alle Produktlinien Lenovos erfolgreichen Yoga-Geräten immer wieder neue Ideen. 2016 stellte Lenovo mit dem Yoga Book den „Nachfolger“ des ThinkPad Transnote, ein kompaktes Notebook, dessen Tastatur als Touch-Oberfläche ausgeführt war, auf der man auch einen Papierblock befestigen konnte, der handschriftliche Eingaben gleichzeitig digitalisiert. Dessen 2018 eingeführter Nachfolger, das Yoga Book C930, ersetzt diese Schreibfläche durch ein E-Ink-Display, welches neben einer Tastatur zahlreiche weitere Funktionen annehmen kann. Im Lichte kommender Neuvorstellungen wie dem ThinkBook Plus oder dem ThinkPad X1 Fold, die dieses Konzept weiterführen, testen wir hier das Yoga Book C930.

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ThinkPad L13 Yoga Testbericht

Nachdem ich jetzt schon seit einiger Zeit privat ein X380 Yoga nutze, war es für mich sehr spannend das neue L13 Yoga in den Händen zu haben. Mit der L Klasse der ThinkPads hatte ich bisher noch nicht so viel zu tun. Da es sich hier um die „Budget“ Klasse von ThinkPads handelt muss man mit einigen abstrichen beim Gehäuse rechnen. Vor einiger Zeit hatte ich mal den Vergleich zu meinem T530 mit einem L530, hier hat man ganz klar die Unterschiede bemerkt. Nicht so beim L13 Yoga:

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