Security-Briefing 25.07.2026: Kritische Lücken in Microsoft-Produkten und JetBrains-Tools behoben

Aktuelle Sicherheitslücken für KMU im Überblick: Dieses Briefing fasst die wichtigsten Sicherheitslücken und Sicherheitsupdates des Tages aus offiziellen Quellen zusammen – eingeordnet nach Priorität, betroffenen Systemen und Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen. Technische Details stehen jeweils in der verlinkten Quelle.

Codeausführung in Microsoft 365 Copilot durch unsichere Deserialisierung

In Microsoft 365 Copilot besteht eine Schwachstelle bei der Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten. Ein autorisierter Angreifer kann darüber Code über ein Netzwerk ausführen. Dies ermöglicht die Übernahme von Systemen oder die Ausführung beliebiger Befehle durch manipulierte Eingaben.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 9.9))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-50517
  • Für wen relevant: Unternehmen, die Microsoft 365 Copilot einsetzen. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff kann zu vollständiger Kompromittierung der betroffenen Systeme und Datenverlust führen.
  • Quelle: NVD

Manipulation in Microsoft Exchange Online durch fehlerhafte Authentifizierung

Microsoft Exchange Online weist eine Schwachstelle bei der Authentifizierung auf. Ein nicht autorisierter Angreifer kann darüber Manipulationen über ein Netzwerk durchführen. Dies ermöglicht die Veränderung von Daten oder Systemkonfigurationen ohne gültige Berechtigungen.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 10.0))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-56191
  • Für wen relevant: Betreiber von Microsoft Exchange Online. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte sensible E-Mail-Daten abfangen, verändern oder die Verfügbarkeit des Dienstes beeinträchtigen.
  • Quelle: NVD

Berechtigungseskalation in Azure DNS durch fehlende Autorisierung

In Azure DNS fehlt eine angemessene Autorisierungsprüfung. Ein nicht autorisierter Angreifer kann darüber Berechtigungen über ein Netzwerk eskalieren. Dies ermöglicht den Zugriff auf geschützte Ressourcen oder die Übernahme von DNS-Einstellungen.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 10.0))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-58275
  • Für wen relevant: Nutzer von Azure DNS. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff kann zu Datenlecks, Manipulation von DNS-Einstellungen und einer möglichen Beeinträchtigung angebundener Dienste führen.
  • Quelle: NVD

Unzureichende Eingabevalidierung in Microsoft Surface

Eine unzureichende Eingabevalidierung in Microsoft Surface ermöglicht es einem autorisierten Angreifer, über ein Netzwerk beliebigen Code auszuführen. Die Schwachstelle betrifft die Verarbeitung von Eingabedaten und kann zu einer Kompromittierung des Systems führen.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 9.9))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-54120
  • Für wen relevant: Unternehmen, die Microsoft Surface-Geräte einsetzen. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff könnte zur vollständigen Übernahme des betroffenen Systems und zum Verlust der Kontrolle über die Geräte führen.
  • Quelle: NVD

Unzureichende Autorisierung in Azure Red Hat OpenShift

Eine unzureichende Autorisierung in Azure Red Hat OpenShift (ARO) ermöglicht es einem autorisierten Angreifer, über ein Netzwerk seine Berechtigungen zu erhöhen. Die Schwachstelle betrifft die Zugriffskontrolle und kann zu einer Eskalation der Privilegien führen.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 9.1))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-56160
  • Für wen relevant: Betreiber von Azure Red Hat OpenShift-Clustern. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte durch die Ausnutzung dieser Schwachstelle höhere Zugriffsrechte erlangen und damit sensible Daten oder Systeme manipulieren.
  • Quelle: NVD

Heap-basierter Pufferüberlauf in Microsoft Account

Ein heap-basierter Pufferüberlauf in Microsoft Account ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, über ein Netzwerk beliebigen Code auszuführen. Die Schwachstelle betrifft die Speicherverwaltung und kann zu einer Systemkompromittierung führen.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 9.8))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-56165
  • Für wen relevant: Nutzer und Unternehmen, die Microsoft-Konten verwenden. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff könnte zur Ausführung beliebiger Befehle auf dem betroffenen System und damit zum Verlust der Kontrolle über das Konto führen.
  • Quelle: NVD

Unzureichende Authentifizierung in Azure Key Vault

Eine unzureichende Authentifizierung in Azure Key Vault ermöglicht es einem nicht autorisierten Angreifer, über ein Netzwerk seine Berechtigungen zu erhöhen. Die Schwachstelle betrifft die Authentifizierungsmechanismen und kann zu einer Privilegieneskalation führen.

  • Priorität: Hoch (kritisch (CVSS 10.0))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-62825
  • Für wen relevant: Unternehmen, die Azure Key Vault für die Verwaltung von Schlüsseln und Geheimnissen nutzen. (für KMU: kritisch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte durch die Ausnutzung dieser Schwachstelle Zugriff auf sensible Daten oder kryptografische Schlüssel erlangen.
  • Quelle: NVD

Unzureichende Zugriffskontrolle in Azure API Management

Eine unzureichende Zugriffskontrolle in Azure API Management (APIM) ermöglicht es einem autorisierten Angreifer, über ein Netzwerk beliebigen Code auszuführen. Die Schwachstelle betrifft die Berechtigungsverwaltung und kann zu einer Systemkompromittierung führen.

  • Priorität: Erhöht (hoch (CVSS 8.0))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-35425
  • Für wen relevant: Betreiber von Azure API Management-Instanzen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff könnte zur Ausführung beliebiger Befehle auf dem betroffenen System und damit zum Verlust der Kontrolle über die API führen.
  • Quelle: NVD

Remote Code Execution in 7-Zip Version 26.02 behoben

In 7-Zip wurde eine Schwachstelle zur Remote Code Execution (RCE) in der Version 26.02 behoben. Die Zero-Day-Initiative (ZDI) hatte zuvor eine Schwachstelle bei der XZ-Dekompression gemeldet. Nutzer sollten sicherstellen, dass die aktuelle Version eingesetzt wird. Die Lücke wird als CVE-2026-14266 geführt; ausgenutzt werden kann sie nur, wenn ein speziell präpariertes XZ-Archiv geöffnet oder verarbeitet wird.

  • Priorität: Hoch (kritisch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Anwender und Unternehmen, die 7-Zip verwenden. (für KMU: mittel – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Eine Ausnutzung der Schwachstelle könnte zur vollständigen Übernahme des Systems führen.
  • Quelle: BornCity

Codeausführung in JetBrains WebStorm durch mehrere Schwachstellen

In JetBrains WebStorm bestehen mehrere Schwachstellen, die ein lokaler Angreifer ausnutzen kann. Dies ermöglicht die Ausführung beliebigen Programmcodes auf dem betroffenen System. JetBrains hat die Schwachstellen mit WebStorm 2026.2 behoben.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Entwickler und Unternehmen, die JetBrains WebStorm nutzen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte die Entwicklungsumgebung kompromittieren und damit Schadcode in Projekte einschleusen.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Mehrere Schwachstellen in JetBrains IntelliJ IDEA

In JetBrains IntelliJ IDEA bestehen mehrere Schwachstellen. Ein entfernter, anonymer Angreifer kann darüber Informationen offenlegen, Code ausführen und Sicherheitsmaßnahmen umgehen. Die genauen Auswirkungen sind nicht spezifiziert. Behoben in IntelliJ IDEA 2026.2.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Entwickler und Unternehmen, die JetBrains IntelliJ IDEA einsetzen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff könnte zur Offenlegung sensibler Daten, Systemübernahme oder der Umgehung von Schutzmechanismen führen.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Codeausführung in JetBrains PyCharm durch Schwachstelle

In JetBrains PyCharm besteht eine Schwachstelle, die ein entfernter, anonymer Angreifer ausnutzen kann. Dies ermöglicht die Ausführung beliebigen Programmcodes auf dem betroffenen System. Behoben in PyCharm 2026.1.4 beziehungsweise 2026.2.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Entwickler und Unternehmen, die JetBrains PyCharm nutzen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte die Entwicklungsumgebung kompromittieren und damit Schadcode in Python-Projekte einschleusen.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Mehrere Schwachstellen in CyberPanel

Ein entfernter, authentisierter Angreifer kann mehrere Schwachstellen in CyberPanel ausnutzen, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und Dateien zu manipulieren. Die genauen Auswirkungen hängen von der jeweiligen Schwachstelle ab.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Betreiber von CyberPanel-Webhosting-Umgebungen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff könnte zur Übernahme des Systems, zum Verlust von Daten oder zur Manipulation von Webinhalten führen.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Mehrere Schwachstellen in cPanel/WHM

Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen in cPanel/WHM ausnutzen, um möglicherweise beliebigen Code auszuführen, vertrauliche Informationen offenzulegen, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, Daten zu manipulieren oder einen Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen. Die genauen Auswirkungen hängen von der jeweiligen Schwachstelle ab.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Betreiber von cPanel/WHM-Webhosting-Umgebungen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Die Ausnutzung dieser Schwachstellen könnte zu Systemausfällen, Datenverlust oder unbefugtem Zugriff auf verwaltete Websites führen.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Mehrere Schwachstellen in JetBrains TeamCity ermöglichen Codeausführung

Ein entfernter, authentisierter Angreifer kann mehrere Schwachstellen in JetBrains TeamCity ausnutzen, um beliebigen Programmcode auszuführen. Die genauen Auswirkungen hängen von der jeweiligen Schwachstelle ab. Behoben in TeamCity 2026.1.2 beziehungsweise 2025.11.6.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Unternehmen, die JetBrains TeamCity für die Softwareentwicklung nutzen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein erfolgreicher Angriff könnte zur Übernahme des Build-Systems, zum Diebstahl von Quellcode oder zur Manipulation von Build-Prozessen führen.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Passkeys-Unterstützung bei Web.de und GMX eingeführt

Die United-Internet-Töchter GMX und Web.de führen jetzt Passkeys ein. Sie verbessern damit die Sicherheit und den Schutz vor Phishing, indem sie eine moderne, passwortlose Authentifizierungsmethode anbieten.

  • Priorität: Beobachten (mittel / informativ)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Nutzer von Web.de und GMX-E-Mail-Diensten. (für KMU: mittel – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Passkeys reduzieren das Risiko von Kontenübernahmen durch gestohlene oder kompromittierte Passwörter und erhöhen die Sicherheit bei der Anmeldung.
  • Quelle: heise Security

Berechtigungseskalation im WordPress-Plugin Wpify Woo

Das WordPress-Plugin Wpify Woo ist anfällig für eine Berechtigungseskalation. Die REST-Route SettingsApi::save_option() verarbeitet die Parameter 'option' und 'data' ohne Namensliste oder Wertprüfung. Authentifizierte Angreifer mit Shop-Manager-Zugriff können so ihre Rechte auf Administrator-Ebene erhöhen.

  • Priorität: Erhöht (hoch (CVSS 8.0))
  • Datum: 24.07.2026
  • CVE: CVE-2026-12736
  • Für wen relevant: Betreiber von WordPress-Websites mit installiertem Wpify Woo Plugin. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte die Kontrolle über die gesamte WordPress-Installation erlangen und Sicherheitsmaßnahmen deaktivieren.
  • Quelle: NVD

Mehrere Schwachstellen in Google Chrome ermöglichen Angriffe

In Google Chrome bestehen mehrere Schwachstellen, die ein Angreifer ausnutzen kann. Die genauen Auswirkungen sind nicht spezifiziert, jedoch ermöglicht dies nicht näher bezeichnete Angriffe.

  • Priorität: Erhöht (hoch)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Nutzer und Unternehmen, die Google Chrome einsetzen. (für KMU: hoch – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Die konkreten Auswirkungen hängen von der jeweiligen Schwachstelle ab.
  • Quelle: BSI CERT-Bund

Schwachstelle in Adobe Acrobat Chrome-Erweiterung ermöglichte Datenklau

In der Chrome-Erweiterung Adobe Acrobat mit 312 Millionen Nutzern klaffte eine Schwachstelle. Dadurch konnten Angreifer Daten stehlen, indem sie die Erweiterung manipulierten oder ausnutzten.

  • Priorität: Beobachten (mittel / informativ)
  • Datum: 24.07.2026
  • Für wen relevant: Nutzer der Adobe Acrobat Chrome-Erweiterung. (für KMU: mittel – nur für Betroffene)
  • Warum wichtig: Ein Angreifer könnte durch die Ausnutzung dieser Schwachstelle sensible Daten von betroffenen Nutzern abgreifen.
  • Quelle: heise Security

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